Simpsons Homer Isst Sich Selbst
Homer Simpson. Der Mann, die Legende, der Donut-Liebhaber. Wir alle kennen ihn. Wir alle lieben ihn. Aber mal ehrlich, denken wir nicht manchmal: Der Typ frisst sich doch selbst auf?
Der ewige Kreislauf der Selbstzerstörung
Es ist ein Kreislauf, den wir schon tausendmal gesehen haben. Homer hat eine Idee (meistens eine schlechte). Homer setzt diese Idee um (meistens noch schlechter). Homer erlebt die Konsequenzen (immer katastrophal). Und dann? Fängt alles wieder von vorne an!
Dieses Muster ist so tief in Homer verwurzelt. Es ist fast schon eine Kunstform. Eine tragikomische Kunstform, natürlich. Er ist wie ein Hamster im Rad. Nur, dass das Rad mit Duff Beer und Krusty Burgers betrieben wird.
Die Sache mit dem Donut
Der Donut ist mehr als nur ein Snack für Homer. Er ist ein Symbol. Ein Symbol für sofortige Befriedigung. Für den kurzfristigen Genuss, der langfristig nur Probleme macht. Klingt bekannt? So leben doch viele!
Wie oft haben wir gesehen, wie Homer sich für den Donut entschieden hat? Anstatt für die gesunde Mahlzeit. Anstatt für die Familienzeit. Der Donut gewinnt IMMER. Und das, obwohl er danach meistens Bauchschmerzen und Schuldgefühle hat.
Ist das nicht eine Metapher für...alles? Für unsere eigenen kleinen Sünden? Für die Dinge, von denen wir wissen, dass sie uns nicht guttun, aber wir sie trotzdem tun?
Ist Homer der ultimative Prokrastinierer?
Ich behaupte ja. Homer ist der König der Aufschieberitis. Die Arbeit? Lässt er Bart erledigen. Verantwortung? Wird auf Marge abgewälzt. Persönliches Wachstum? Eher unwahrscheinlich.
Er lebt im Moment. Und das ist ja auch irgendwie bewundernswert. Nur leider besteht sein Moment meistens aus Fernsehen, Essen und Nickerchen auf der Couch.
Und trotzdem lieben wir ihn dafür! Weil er uns einen Spiegel vorhält. Einen verzerrten, gelben Spiegel, aber immerhin einen Spiegel.
Die Konsequenzen seines Handelns
Klar, Homer kommt oft mit seinen Eskapaden davon. Dank Marge, dank Zufall, dank der Tatsache, dass er eine Zeichentrickfigur ist. Aber die Konsequenzen sind trotzdem da. Schulden, Jobverlust, peinliche Situationen. Die Liste ist endlos.
Und das Interessante ist: Er lernt selten daraus. Er macht die gleichen Fehler immer und immer wieder. Er ist quasi der Sisyphos von Springfield. Nur, dass sein Felsbrocken aus Donuts besteht.
Unpopuläre Meinung: Homer ist wir
Ja, ich weiß, das ist eine steile These. Aber denkt mal drüber nach. Haben wir nicht alle einen kleinen Homer in uns? Die Stimme, die uns sagt: "Iss den Kuchen! Kauf das teure Gadget! Bleib einfach liegen!"
Wir sind vielleicht nicht so extrem wie Homer. Wir haben vielleicht mehr Selbstbeherrschung. Aber der innere Schweinehund, der ist bei uns allen vorhanden. Und Homer personifiziert ihn einfach perfekt.
Deshalb lachen wir über ihn. Weil wir uns selbst in ihm erkennen. Weil wir wissen, wie verlockend es sein kann, dem einfachen Weg zu folgen. Dem Weg des geringsten Widerstands. Dem Weg des Donuts.
Und vielleicht ist das ja auch okay. Solange wir nicht ganz so weit gehen wie Homer Simpson. Solange wir uns bewusst sind, dass es auch noch andere Dinge im Leben gibt. Dinge wie Familie, Freunde, Arbeit (naja, vielleicht nicht Arbeit) und...gesunde Ernährung (okay, das ist vielleicht zu viel verlangt).
Also, heben wir unser Duff Beer auf Homer. Auf den Mann, der uns daran erinnert, dass es okay ist, Fehler zu machen. Solange wir daraus lernen (oder zumindest so tun als ob).
Prost!
Und jetzt entschuldigt mich. Ich glaube, ich brauche einen Donut.
"D'oh!" - Homer Simpson
