Skoda Enyaq Iv 80 Reichweite Winter
Hallo liebe Reisefreunde! Lasst mich euch heute von einem ganz besonderen Winterabenteuer erzählen, einem Trip, der mich durch verschneite Landschaften geführt hat, und zwar mit einem Gefährten, der mich wirklich beeindruckt hat: dem Škoda Enyaq iV 80. Ich weiß, Elektroautos und Winter sind oft ein heikles Thema, vor allem wenn es um die Reichweite geht. Aber ich wollte es selbst herausfinden und euch meine Erfahrungen mitteilen. Also, schnallt euch an, es wird spannend!
Die Vorbereitung: Planung ist alles!
Bevor es losging, habe ich natürlich meine Hausaufgaben gemacht. Ich habe mich im Internet schlau gemacht, Foren durchforstet und Erfahrungsberichte gelesen. Das Fazit war gemischt: Manche schwärmten von der Wintertauglichkeit des Enyaq, andere klagten über deutliche Reichweitenverluste. Ich beschloss, meine eigene Route zu planen, die sowohl Autobahnfahrten als auch Fahrten über Landstraßen und durch kleine Dörfer beinhaltete. Wichtig war mir auch, genügend Lademöglichkeiten entlang der Strecke zu identifizieren. Apps wie EnBW mobility+ und Plugsurfing waren dabei Gold wert, da sie mir nicht nur die Standorte der Ladestationen zeigten, sondern auch deren Verfügbarkeit und Preise. Ein absolutes Muss für jeden E-Auto-Fahrer!
Außerdem habe ich den Enyaq winterfest gemacht. Dazu gehörte nicht nur das Aufziehen von Winterreifen (Continental WinterContact TS 850 P in meinem Fall, eine sehr gute Wahl!), sondern auch die Kontrolle des Frostschutzmittels und die Anschaffung eines Eiskratzers und einer Schneebürste. Auch ein Ladekabel für die Haushaltssteckdose sollte nicht fehlen, falls mal keine Schnellladestation in der Nähe ist. Und natürlich warme Kleidung, eine Thermoskanne mit heißem Tee und ein paar Snacks – man weiß ja nie!
Der Start: Volle Batterie, volle Vorfreude!
Endlich war es soweit! Der Enyaq stand mit vollgeladener Batterie vor der Tür, bereit für das Abenteuer. Die Außentemperatur lag bei frostigen -5 Grad Celsius, also ideale Bedingungen für einen Reichweitentest unter realen Bedingungen. Der Bordcomputer zeigte eine Reichweite von 450 Kilometern an, was in etwa dem WLTP-Wert entspricht. Ich war gespannt, wie viel davon in der Realität übrigbleiben würde.
Die ersten Kilometer verliefen problemlos. Der Enyaq fuhr sich angenehm und die Heizung wärmte den Innenraum schnell auf. Ich habe die Sitzheizung auf Stufe 1 eingestellt und das Lenkradheizung eingeschaltet – Luxus pur! Auf der Autobahn habe ich den Tempomat auf 120 km/h eingestellt und bin im Eco-Modus gefahren, um den Energieverbrauch zu minimieren. Ich muss sagen, der Enyaq ist selbst bei höheren Geschwindigkeiten angenehm leise und der Fahrkomfort ist wirklich hervorragend.
Die Herausforderung: Winterliche Bedingungen und Reichweitenangst?
Nach etwa 150 Kilometern Autobahnfahrt wurde es dann etwas spannender. Die Schneefälle nahmen zu und die Fahrbahn wurde glatter. Ich reduzierte die Geschwindigkeit und schaltete in den Fahrmodus "Traction", der die Traktionskontrolle optimiert. Der Enyaq meisterte die Bedingungen souverän und ich fühlte mich jederzeit sicher. Allerdings stieg der Energieverbrauch spürbar an. Die Reichweitenanzeige sank schneller als erwartet.
Hier kam die Reichweitenangst ins Spiel, ein Gefühl, das wahrscheinlich jeder E-Auto-Fahrer kennt. Man fragt sich ständig: Schaffe ich es noch bis zur nächsten Ladestation? Habe ich genug Puffer eingeplant? Ich beschloss, eine kurze Pause einzulegen und an einer Raststätte eine Schnellladestation anzusteuern. Die Ladeleistung betrug etwa 100 kW, was für eine schnelle Aufladung sorgte. Nach einer halben Stunde hatte ich wieder genügend Reichweite, um entspannt weiterfahren zu können.
Auf den Landstraßen und in den Dörfern war der Energieverbrauch etwas geringer, da ich langsamer fuhr und öfter rekuperieren konnte. Rekuperation ist das Zauberwort, wenn es um effizientes Fahren mit einem Elektroauto geht. Dabei wird die Bewegungsenergie beim Bremsen oder Bergabfahren in elektrische Energie umgewandelt und in die Batterie zurückgespeist. Der Enyaq bietet verschiedene Rekuperationsstufen, die man über die Lenkradwippen einstellen kann. Ich habe meist die stärkste Stufe gewählt, um möglichst viel Energie zurückzugewinnen.
Das Fazit: Wintertauglichkeit mit Abstrichen
Nach mehreren Tagen und hunderten Kilometern im winterlichen Deutschland kann ich sagen: Der Škoda Enyaq iV 80 ist grundsätzlich wintertauglich. Allerdings muss man im Winter mit einem deutlichen Reichweitenverlust rechnen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und winterlichen Fahrbahnverhältnissen lag mein durchschnittlicher Verbrauch bei etwa 25 kWh pro 100 Kilometer. Das bedeutet eine Reichweite von etwa 320 Kilometern mit einer vollen Batterie. Das ist zwar weniger als die WLTP-Angabe, aber für die meisten Fahrten immer noch ausreichend.
Wichtig ist, die folgenden Punkte zu beachten:
- Vorausschauend planen: Lademöglichkeiten entlang der Strecke suchen und genügend Puffer einplanen.
- Fahrweise anpassen: Geschwindigkeit reduzieren, Eco-Modus nutzen und rekuperieren.
- Vorheizen: Den Innenraum und die Batterie vor Fahrtantritt vorheizen, während das Auto noch am Strom hängt. Das spart Energie während der Fahrt.
- Winterreifen: Unbedingt Winterreifen verwenden, am besten mit geringem Rollwiderstand.
- Akkupflege: Den Akku nicht vollständig entladen und nicht zu 100% aufladen, um die Lebensdauer zu verlängern.
Trotz des Reichweitenverlusts hat mich der Enyaq im Winter überzeugt. Er ist komfortabel, sicher und bietet viel Platz. Die Heizung ist leistungsstark und die Assistenzsysteme funktionieren auch bei Schnee und Eis zuverlässig. Wer sich für ein Elektroauto interessiert und auch im Winter damit fahren möchte, sollte den Škoda Enyaq iV 80 auf jeden Fall in Betracht ziehen. Er ist ein tolles Auto für alle, die nachhaltig und umweltfreundlich unterwegs sein möchten. Und mit der richtigen Planung ist auch die Reichweitenangst kein Problem mehr!
Ich hoffe, mein Bericht hat euch gefallen und geholfen. Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen. Und vergesst nicht: Das nächste Abenteuer wartet schon!
