Soll An Haben Erklärt
Also, mal ehrlich. Dieses Soll und Haben… wer blickt da wirklich durch? Außer Buchhalter, natürlich. Und die reden ja eh in einer Geheimsprache. "Debitor", "Kreditor", "Abschreibung"... Klingt wie Zaubersprüche aus 'Harry Potter', oder?
Der ewige Kampf: Soll gegen Haben
Ich behaupte mal ganz frech: Wir alle haben ein Soll und Haben-Konto. Nur nennen wir es anders. Vielleicht "Pro und Contra Liste für den neuen Fernseher". Oder "Argumente für und gegen einen Hund". Ist doch im Prinzip dasselbe, oder? Auf der einen Seite die guten Sachen, auf der anderen die… weniger guten.
Das Problem ist nur: Im echten Leben ist das Soll oft lauter. Es schreit nach Aufmerksamkeit. "Du musst die Rechnung bezahlen!" "Den Müll rausbringen!" "Endlich mal wieder Sport machen!" Das Haben hingegen flüstert leise: "Netflix", "Pizza", "Ein Nickerchen…" Wer gewinnt da wohl?
Unbeliebte Meinung Nr. 1: Haben ist unterbewertet!
Ich finde, wir sollten dem Haben mehr Anerkennung zollen. Es ist schließlich das, was uns glücklich macht! Kleine Freuden, entspannte Momente, das gute Gefühl nach einem erledigten Projekt. Warum müssen wir uns immer so kasteien und uns auf das Soll konzentrieren?
Stell dir vor, dein Leben wäre eine Bilanz. Wenn da nur Soll-Buchungen drin wären, wäre das ganz schön deprimierend, oder? Da muss ein Ausgleich her! Ein paar schöne Urlaube, leckeres Essen, Zeit mit Freunden… alles ins Haben damit!
Unbeliebte Meinung Nr. 2: "Ausgeglichene Bilanz" ist langweilig!
Alle reden immer von einer ausgeglichenen Bilanz. Das ist wie im echten Leben: "Work-Life-Balance", "ausgewogene Ernährung", "gesundes Maß an Allem". Klingt vernünftig. Aber auch ein bisschen… öde.
Ich plädiere für ein kleines Ungleichgewicht! Ein bisschen mehr Haben als Soll. Ein bisschen mehr Spaß als Pflicht. Ein bisschen mehr Schokolade als Salat. Natürlich nicht übertreiben. Aber wer will schon ein Leben lang nur Salat essen?
Unbeliebte Meinung Nr. 3: Soll ist oft nur eingebildet.
Viele Soll-Posten sind doch nur gesellschaftlicher Druck. "Du musst Karriere machen!" "Du solltest ein Haus bauen!" "Du bist verpflichtet, jeden Trend mitzumachen!" Bullshit, sage ich!
Wir sollten uns viel öfter fragen: Will ich das wirklich? Oder mache ich das nur, weil es von mir erwartet wird? Wenn die Antwort "Nein" ist, dann streiche den Soll-Posten und füge stattdessen etwas hinzu, das uns wirklich Freude bereitet. Ein neues Hobby, ein Wochenendausflug, ein spontanes Treffen mit Freunden…
Ich weiß, was jetzt kommt: "Aber was ist mit den wichtigen Verpflichtungen? Rechnungen, Arbeit, Verantwortung…?" Keine Sorge, die ignorieren wir natürlich nicht komplett. Aber wir können lernen, sie entspannter anzugehen. Und uns bewusst Zeit für das Haben nehmen.
Denn am Ende des Tages zählt doch nur eins: Dass wir unser Leben genießen. Und dafür braucht es eben mehr als nur eine ausgeglichene Bilanz. Es braucht ein bisschen mehr Haben. Oder, wie man im Rheinland sagt: "Et hätt noch immer jot jejange!"
Also, lasst uns das Soll einfach mal Soll sein lassen und das Haben feiern! Wer ist dabei?
