Song Everybody Hurts Lyrics
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle kennen diesen Song. Ihr wisst schon… der, der auf jeder Beerdigung, jedem Highschool-Abschlussball (traurigen Teils!) und in jedem traurigen Werbespot läuft. Ja, ich rede von Everybody Hurts von R.E.M.
Ich will hier niemanden verärgern. R.E.M. ist super. Michael Stipe hat eine Stimme, die entweder deine Seele beruhigt oder dich komplett in den Wahnsinn treibt. Keine Grauzone. Aber dieser Song… puh. Er ist wie ein warmes Bad voller Melancholie, gewürzt mit einer Prise „ich weiß, wie du dich fühlst“.
Aber mal ehrlich: Findet ihr nicht auch, dass der Text ein bisschen… übertreibt? „Wenn du das Gefühl hast, dass du verloren bist und alleine bist…“ Ja, klar. Fühlt sich jeder mal so. Aber die Lösung laut R.E.M.? Festhalten! Nicht aufgeben! Weil… äh… irgendwas mit Schmerz und manchmal tut es weh?
Ich weiß, ich weiß. Das ist blasphemisch. Ich greife eine Hymne an die Hoffnung an. Aber hört mir zu. Vielleicht ist mein Gehirn von zu vielen Memes und Katzenvideos verweichlicht, aber ich brauche in schwierigen Zeiten etwas Subtileres. Ein bisschen mehr… Humor. Vielleicht?
Die lyrische Anatomie eines Weltschmerzes
Nehmen wir mal diese Zeile: „Sometimes everybody hurts.“ Genial! So wahr! Aber dann: „Everybody hurts sometimes.“ Okay, doppelt gemoppelt hält besser? Es ist, als ob sie Angst hatten, dass wir es beim ersten Mal nicht verstanden haben. Es ist, als ob man sagen würde: „Manchmal regnet es. Es regnet manchmal.“ Danke, Captain Obvious.
Und dann das große Finale:
„Hold on, hold on, hold on, hold on, hold on…“
Fünfmal „Festhalten“! Verstanden! Ich halte fest! An meinem Kaffee! An meiner Geduld! An dem winzigen Funken Hoffnung, dass dieser Song bald zu Ende ist! Es ist wie eine Mantra, die darauf ausgelegt ist, dich in eine Art Trance zu versetzen. Eine Trance der Hoffnungslosigkeit. Oder so.
Ich will ja nicht sagen, dass der Song schlecht ist. Er ist nur… intensiv. Wie eine Umarmung von deinem Onkel, der immer ein bisschen zu lange festhält und nach Mottenkugeln riecht.
Alternative Lyrics für das 21. Jahrhundert
Was wäre, wenn wir den Song ein bisschen aufpeppen würden? Ihn ein wenig relevanter für unsere schnelllebige, social-media-süchtige Welt machen würden?
Hier ein paar Vorschläge:
- „Wenn du das Gefühl hast, dass du verloren bist und alleine bist… Scrolle durch TikTok! Da findest du bestimmt jemanden, dem es noch schlechter geht.“
- „Manchmal tut es weh… wenn dein WLAN ausfällt, mitten in einem wichtigen Zoom-Meeting.“
- „Hold on, hold on, hold on… bis dein Ladekabel endlich wieder richtig steckt.“
Ich weiß, ich weiß. Das ist respektlos. Aber ich versuche nur, die Dinge etwas leichter zu machen. Die Welt ist schon schlimm genug, da brauchen wir nicht noch einen Song, der uns ständig daran erinnert.
Vielleicht ist Everybody Hurts einfach nicht mehr zeitgemäß. Vielleicht brauchen wir eine neue Hymne für die Hoffnung, eine, die nicht so sehr auf Selbstmitleid setzt, sondern auf… Selbstironie?
Oder vielleicht liege ich auch einfach nur falsch. Vielleicht ist der Song wirklich ein Meisterwerk, das die Essenz des menschlichen Leidens einfängt. Vielleicht bin ich einfach nur ein zynischer alter Sack, der keine Freude mehr an traurigen Liedern hat. Who knows?
Aber eines ist sicher: Wenn ich das nächste Mal auf einer Beerdigung bin und dieser Song anfängt zu spielen, werde ich innerlich die Augen verdrehen und mir wünschen, dass sie stattdessen etwas von ABBA spielen würden. Einfach nur, um die Stimmung etwas aufzulockern.
Also, was denkt ihr? Bin ich ein hoffnungsloser Fall? Oder habt ihr auch genug von dem ewigen Weltschmerz?
