Sprichst Du Englisch Auf Französisch
Ich habe da eine etwas... unkonventionelle Meinung. Es geht um Sprachen. Genauer gesagt, um Englisch, Französisch und die deutsche Gewohnheit, alles zu vermischen.
Sprichst du... irgendwas?
Klar, wir sind alle Europäer. Wir reisen, wir lernen, wir adaptieren. Das ist super! Aber manchmal... manchmal frage ich mich wirklich, ob wir noch wissen, welche Sprache wir gerade sprechen. Vor allem, wenn es um Englisch und Französisch geht.
Nehmen wir mal das Büro. "Meeting um 3?" Ja, klar. Aber dann geht's los: "Wir müssen das ASAP fixen. Deadline ist très important. Und der Revenue Stream ist absolument katastrophal."
Ein Salat von Sprachen
Moment mal? Sprechen wir jetzt Denglisch? Oder Franglisch? Oder einfach nur einen komischen Salat aus allem? Ich bin verwirrt! Mein armer Gehirnwindet sich.
Ich weiß, ich weiß. Effizienz! Globalisierung! Wir müssen international sein! Bla bla bla. Aber ganz ehrlich? Manchmal wünsche ich mir einfach klare Verhältnisse.
Englisch, wenn es sein muss. Französisch, wenn es sein muss. Aber bitte nicht alles auf einmal. Mein Deutsch leidet schon genug darunter, dass ich ständig versuche, "upzudaten" statt zu aktualisieren.
Und die Aussprache! Oh Gott, die Aussprache! "Le weekend" – okay, cool. Aber sprich es doch bitte nicht so aus, als hättest du gerade einen Kieselstein verschluckt. "Das Budget" – ja, super. Aber bitte nicht wie "Büdscheh".
Französisch-Kenntnisse: Ein zweischneidiges Schwert
Ich bewundere jeden, der fließend Französisch spricht. Wirklich! Ich selbst kämpfe seit Jahren mit dem Konjunktiv. Aber nur weil du "Bonjour" sagen kannst, musst du nicht in jedem zweiten Satz französische Wörter einstreuen.
Es klingt nicht elegant. Es klingt... anstrengend. Und oft auch ein bisschen affektiert. Entschuldigung, falls ich jemandem auf die Füße trete, aber das musste raus.
Stell dir vor, ein Franzose würde ständig deutsche Wörter in seine Sätze einbauen. "Oui, das ist wunderbar!" Oder "Non, ich habe Angst vor der Schadenfreude!" Würde das irgendjemand ernst nehmen?
Vermutlich nicht.
Der kleine Unterschied
Vielleicht liegt es auch daran, dass Englisch heutzutage einfach omnipräsent ist. Es ist die Lingua Franca der Wirtschaft, der Technologie, der Popkultur. Damit leben wir. Aber Französisch... das ist irgendwie anders. Es hat so eine gewisse... Eleganz. Eine Geschichte. Eine Kultur. Und das sollte man respektieren. Oder eben ganz lassen.
Ich sage nicht, dass wir alle zu Sprach-Puristen werden sollen. Um Gottes Willen, nein! Aber ein bisschen mehr Bewusstsein für die Sprache, die wir gerade sprechen, wäre doch nicht verkehrt, oder?
Vielleicht bin ich einfach nur ein bisschen altmodisch. Vielleicht verstehe ich den modernen, multilingualen Lifestyle nicht. Aber hey, jeder hat seine Macken.
Und meine ist, dass ich es ein bisschen komisch finde, wenn jemand "Sprichst du Englisch auf Französisch" versucht.
Versteht mich nicht falsch. Ich liebe Sprachen. Ich liebe es, neue Wörter zu lernen, neue Kulturen kennenzulernen. Aber manchmal... manchmal ist weniger einfach mehr. Oder wie die Franzosen sagen würden: "Moins, c'est plus." (Obwohl... vielleicht sollte ich das lieber nicht sagen).
Also, was meint ihr? Bin ich der Einzige, der das so sieht? Oder gibt es da draußen noch andere, die heimlich zustimmen?
Lasst es mich wissen! (Oder wie die Engländer sagen würden: "Let me know!")
