Städt Elsa Brändström Gymnasium München Ausbildungsrichtung Sg Ntg
Okay, Hand aufs Herz: Wer von uns erinnert sich noch wirklich an den Physikunterricht in der Oberstufe? Viele wahrscheinlich nur an endlose Formeln, die sich gefühlt von selbst an die Tafel schrieben, und an den verzweifelten Versuch, den Unterschied zwischen Impuls und Drehmoment zu verstehen. Aber was wäre, wenn ich euch sage, dass es einen Ort gibt, an dem Naturwissenschaften nicht nur graue Theorie sind, sondern ein echtes Abenteuer?
Das Elsa-Brändström-Gymnasium: Mehr als nur Pauken
Die Rede ist vom Elsa-Brändström-Gymnasium in München, genauer gesagt von der Ausbildungsrichtung Sg/Ntg. Moment mal, Sg/Ntg? Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Sg steht für sozialwissenschaftliches Gymnasium, Ntg für naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium. Vereinfacht gesagt: Hier wird nicht nur Mathe und Physik gebüffelt, sondern auch darüber nachgedacht, wie diese Dinge die Welt beeinflussen, in der wir leben. Und das mit einer gehörigen Portion Spaß!
Stellt euch vor: Ihr seid in der 10. Klasse und habt gerade gelernt, wie ein Computer funktioniert. Anstatt nur trockene Theorie zu hören, dürft ihr ihn auseinandernehmen (natürlich unter Aufsicht!) und wieder zusammensetzen. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ja jemand dabei sein Talent als zukünftiger IT-Guru?
Wenn aus Formeln Leben wird
Aber das ist noch lange nicht alles. An der Elsa Brändström (ja, benannt nach einer beeindruckenden Frau!) gibt es regelmäßig Projekte, die den Unterricht lebendig machen. Da werden Roboter gebaut, die auf Hindernisse reagieren, Solarboote konstruiert, die um die Wette fahren, oder sogar Apps programmiert, die den Schulalltag erleichtern sollen. Und das alles, ohne dass die Schüler das Gefühl haben, sie würden nur für die nächste Klausur lernen. Der Fokus liegt auf dem Verstehen, dem Anwenden und vor allem auf dem Spaß an der Sache.
"Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler die Naturwissenschaften nicht als etwas Abstraktes wahrnehmen, sondern als etwas, das sie selbst gestalten können", sagt Herr Müller, einer der engagierten Lehrer am Elsa. "Wir wollen ihnen zeigen, dass sie mit ihrem Wissen etwas bewegen können."
Und das scheint zu funktionieren. Viele ehemalige Schülerinnen und Schüler der Sg/Ntg-Richtung haben später erfolgreiche Karrieren in den Bereichen Ingenieurwesen, Medizin, Informatik oder auch in der Forschung gemacht. Aber nicht nur das: Sie haben gelernt, kritisch zu denken, Probleme zu lösen und im Team zu arbeiten – Fähigkeiten, die in jedem Beruf gefragt sind.
Erinnert ihr euch an die Szene aus "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft", wo die Kinder plötzlich mit den Augen eines Insekts die Welt sehen? So ähnlich muss es sich anfühlen, wenn man an der Elsa Brändström in die Welt der Naturwissenschaften eintaucht. Plötzlich sieht man überall Zusammenhänge, die einem vorher verborgen geblieben sind. Man versteht, warum der Himmel blau ist, warum der Apfel vom Baum fällt und wie das Internet funktioniert. Und das alles, ohne dass man sich dabei langweilt!
Einmal habe ich von einem Projekt gehört, bei dem die Schülerinnen und Schüler eine Miniatur-Kläranlage gebaut haben. Sie haben gelernt, wie man Wasser filtert, wie Bakterien Schadstoffe abbauen und wie wichtig sauberes Wasser für unsere Umwelt ist. Und das alles, indem sie selbst Hand angelegt haben. Stell dir vor, wie stolz die Kids waren, als ihre kleine Kläranlage funktionierte und sauberes Wasser produzierte!
Mehr als nur Wissen: Persönlichkeit
Aber die Elsa Brändström ist mehr als nur eine Schule für kluge Köpfe. Hier wird auch Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung gelegt. Es gibt zahlreiche AGs, in denen man sich engagieren kann, von der Theatergruppe über die Schulband bis hin zum Debattierclub. Und wer sich für Politik interessiert, kann sich im Schülermitverwaltungsrat (SMV) engagieren und die Schule mitgestalten. Es gibt sogar regelmäßige Austausche mit Schulen im Ausland, sodass die Schülerinnen und Schüler auch interkulturelle Erfahrungen sammeln können.
Ich habe gehört, dass einmal eine Gruppe von Schülern der Elsa Brändström eine Ausstellung zum Thema "Nachhaltigkeit" organisiert hat. Sie haben recherchiert, wie man Energie sparen kann, wie man Müll vermeidet und wie man fair gehandelte Produkte unterstützt. Und das alles, um ihre Mitschüler und Lehrer für das Thema zu sensibilisieren. So etwas beeindruckt!
Also, wenn ihr das nächste Mal an Naturwissenschaften denkt, vergesst die endlosen Formeln und die trockene Theorie. Denkt stattdessen an die Elsa Brändström und an die vielen engagierten Lehrer und Schüler, die jeden Tag aufs Neue beweisen, dass Naturwissenschaften spannend, lehrreich und vor allem verdammt viel Spaß machen können. Wer weiß, vielleicht steckt ja in jedem von uns ein kleiner Wissenschaftler, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden.
Vielleicht sollten wir alle mal wieder einen Physikunterricht besuchen – am besten an der Elsa Brändström in München!
