Städte Im Mittelalter
Mal ehrlich, Mittelalterstädte? Irgendwie romantisch verklärter Müll, oder? Jeder schwärmt von Fachwerkhäusern und tapferen Rittern. Aber niemand redet über die Pisseecken und den Müll, der überall rumlag!
Das ach so idyllische Leben in der Stadt
Stellt euch vor: Ihr spaziert durch eine mittelalterliche Stadt. Klingt super, oder? Kopfsteinpflaster, kleine Gassen… Aaaaber: Ihr stolpert wahrscheinlich über einen Haufen Unrat. Und der Geruch? Eine Mischung aus Dung, ungebadeten Menschen und irgendwas, das schon seit Tagen in der Sonne vor sich hin fault. Lecker!
Ich meine, klar, es gab Handwerker. Schmiede, die Eisen bearbeiteten. Bäcker, die Brot backten. Aber die Hygiene? Nicht existent! Die Abwässer flossen einfach so auf die Straße. Und wenn es regnete, hatte man eine wunderbare, stinkende Brühe, die einem bis zu den Knöcheln stand.
Fachwerkhäuser: Schön anzusehen, aber...
Jeder liebt doch Fachwerkhäuser, oder? Diese schiefen, krummen Dinger, die aussehen, als würden sie jeden Moment zusammenbrechen. Aber mal ehrlich: Wie gut isoliert waren die Dinger? Im Winter arschkalt, im Sommer brütend heiß. Und wenn’s gebrannt hat, dann richtig! Holz eben. Ein Albtraum für jeden Feuerwehrmann (wenn es denn welche gegeben hätte).
Und die Bauweise? Schnell, schnell, Hauptsache billig. Da wurde nicht auf Statik geachtet. Kein Wunder, dass viele Häuser so schief sind. Sieht zwar charmant aus, ist aber eigentlich nur Pfusch am Bau.
Die lieben Mitmenschen
Die Menschen im Mittelalter? Wahrscheinlich auch nicht viel anders als wir. Nur eben ungebadeter, ungebildeter und mit deutlich schlechteren Zähnen. Und die Kriminalität? Bestimmt nicht gering. Überfälle, Diebstähle… das war an der Tagesordnung. Keine Polizei, die einem hilft. Man musste sich selbst verteidigen. Mit einem stumpfen Messer gegen einen Kerl mit 'nem Schwert? Viel Glück!
Und die Geräusche? Stellt euch vor: Hufgeklapper, das Kreischen von Wagenrädern, das Geschrei der Händler, das Gebrüll betrunkener Knechte… den ganzen Tag lang. Keine Ruhe, keine Entspannung. Da lobe ich mir doch meine lärmisolierte Wohnung!
Was wirklich cool war... (vielleicht)
Ok, ok, ich will nicht alles schlechtreden. Es gab bestimmt auch coole Sachen im Mittelalter. Die Handwerkskunst zum Beispiel. Einige der Gebäude, die damals gebaut wurden, stehen heute noch. Das ist schon beeindruckend. Oder die Gilden. Eine Art mittelalterlicher Berufsverband. Da hielten die Handwerker zusammen und kümmerten sich umeinander. Soziale Sicherheit im Mittelalter? Wer hätte das gedacht?
Und die Märkte! Das muss ein echtes Spektakel gewesen sein. Händler aus aller Herren Länder, die ihre Waren anpreisen. Gaukler, die das Publikum unterhalten. Essen, Trinken, Feilschen… Ein riesiges Fest für alle Sinne. Naja, vielleicht nicht für die Nase.
Aber trotzdem: Ich bleibe dabei. Das Leben in einer mittelalterlichen Stadt? Danke, aber nein danke. Ich bevorzuge mein warmes Bad, meine saubere Toilette und meine Krankenversicherung.
Ein abschließender Gedanke (oder zwei)
Vielleicht verkläre ich das Mittelalter auch nur. Vielleicht war es gar nicht so schlimm. Aber ich glaube, die meisten Leute, die vom romantischen Mittelalter schwärmen, haben noch nie einen Fuß in einen Misthaufen gesetzt. Und das ist auch gut so!
Also, beim nächsten Mittelaltermarkt: Genießt die Show, aber denkt daran, wie gut ihr es eigentlich habt. Und haltet euch von den Pissecken fern!
