Staffel 3 Folge 6 Game Of Thrones
Okay, Leute, Hand aufs Herz: Wer von uns hat Staffel 3, Folge 6 von Game of Thrones nicht mindestens einmal gesehen? Vermutlich die wenigsten. Aber lasst uns mal einen anderen Blickwinkel drauf werfen. Vergesst die epischen Schlachten und die politischen Intrigen (für einen Moment!). Konzentrieren wir uns auf die kleinen, skurrilen, oder sogar herzerwärmenden Momente, die diese Folge so besonders machen.
Jon Snow, der Picknick-Versager?
Da haben wir Jon Snow, den ach so ernsten Beschützer des Reiches, der versucht, sich in die Wildlinge einzufügen. Und wie macht er das? Mit einem Picknick! Naja, fast. Das Essen sieht aus, als wäre es direkt von einem mittelalterlichen Müllhaufen auf den Tisch gekommen. Und dann versucht er auch noch, Ygritte mit seinem Wissen über die Welt südlich der Mauer zu beeindrucken. Sorry, Jon, aber "Mauern sind doof" ist jetzt nicht gerade ein Knaller-Gesprächsthema, wenn man die Frau seines Herzens erobern will. Aber hey, immerhin hat er Humor bewiesen – wenn auch unbeabsichtigt!
Ygritte: "Du weißt überhaupt nichts, Jon Schnee."
Jon: (Denkt wahrscheinlich) "Außer, dass dieses Picknick eine Katastrophe ist."
Tyrion und Sansa: Eine unbequeme Romanze?
Dann ist da die Zwangsheirat von Tyrion Lennister und Sansa Stark. Autsch. Das ist so eine Situation, in der man sich fragt: Wer hat sich das ausgedacht und warum? Tyrion, der kluge und witzige Zwerg, der eigentlich nur ein bisschen Respekt und Liebe will, wird gezwungen, eine junge Frau zu heiraten, die ihn sichtlich nicht ausstehen kann. Und Sansa, die sowieso schon genug durchgemacht hat, muss jetzt mit einem Mann verheiratet sein, der ihr Vater (beziehungsweise der Vater des Mannes, der ihren Vater getötet hat) ihr aufgezwungen hat. Die Hochzeitsnacht? Mehr unangenehme Stille als leidenschaftliche Liebesnacht. Aber man muss Tyrion zugutehalten, dass er sich wirklich bemüht, Sansa nicht zusätzlich zu belasten. Er ist vielleicht nicht der Held, den sie sich gewünscht hat, aber er ist definitiv der Ritter in glänzender Rüstung im Vergleich zu Joffrey. Und ehrlich gesagt, wer würde Joffrey *nicht* vorziehen?
Der "Purple Wedding" in spe?
Apropos Joffrey: Der kleine Sadist ist natürlich in seinem Element. Er genießt es, alle zu quälen, vor allem Sansa und Tyrion. Seine sadistischen Neigungen sind in voller Blüte, und man kann förmlich spüren, wie die Vorfreude auf sein baldiges Ableben (Stichwort: Purple Wedding!) in der Luft liegt. Jeder, der sagt, er habe Joffrey nicht gehasst, lügt. Punkt.
Jamie Lannister: Die Suche nach Ehre (und einer Hand)
Jamie Lannister, der Königsmörder, versucht, seine verlorene Ehre (und seine Hand) wiederzuerlangen. Seine Beziehung zu Brienne von Tarth entwickelt sich langsam zu etwas, das man fast als Freundschaft bezeichnen könnte. Er riskiert sogar sein Leben, um sie vor einem Bären zu retten! Ein Bär! Das ist schon eine Steigerung von dem, was er sonst so treibt (Menschen von Türmen stoßen, Inzest betreiben, etc.). Man merkt, dass er sich wandelt, dass er versucht, ein besserer Mensch zu werden. Ob es ihm gelingt? Das ist eine andere Geschichte. Aber der Versuch zählt, oder?
Bärenstark!
Und apropos Bär: Die Szene mit Brienne und dem Bären ist einfach nur… episch. Nicht im Sinne von "große Schlacht", sondern im Sinne von "unglaublich absurd". Eine Frau in Rüstung kämpft mit einem Bären in einer Grube. Was will man mehr? Das ist Game of Thrones in seiner reinsten Form: brutal, unerwartet und unglaublich unterhaltsam.
Daenerys: Die Befreierin mit Herz (und Drachen)
Daenerys Targaryen befreit weiterhin Sklaven und sammelt Anhänger wie andere Leute Briefmarken. Ihre Entschlossenheit ist bewundernswert, aber man fragt sich auch, ob sie wirklich weiß, was sie tut. Sie ist jung, idealistisch und hat drei ausgewachsene Drachen. Eine explosive Mischung! Aber man kann ihr ihren Idealismus nicht verdenken. Sie will die Welt verbessern, auch wenn ihr Weg dorthin mit Leichen gepflastert ist. Und die Drachen? Die sind einfach cool. Punkt.
Insgesamt ist Folge 6 von Staffel 3 eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Es gibt Momente der Hoffnung, der Verzweiflung, des Humors und der absoluten Absurdität. Es ist eine Folge, die uns daran erinnert, dass Game of Thrones mehr ist als nur Schlachten und Intrigen. Es geht um Menschen (und Drachen!) und ihre Beziehungen zueinander, in einer Welt, die so brutal und unvorhersehbar ist wie unsere eigene. Und manchmal muss man einfach über das Picknick-Desaster von Jon Snow lachen, um nicht den Verstand zu verlieren.
