Steckbrief über Franz Von Assisi
Ciao amici! Habt ihr jemals das Gefühl gehabt, dass euch ein Ort, eine Person oder eine Geschichte einfach ruft? So ging es mir mit Assisi und Franz von Assisi. Ich war auf der Suche nach Inspiration, nach einem Ort, der mehr bietet als nur schöne Fassaden und leckeres Essen (obwohl Assisi da auch punktet!). Und ich fand beides in Hülle und Fülle.
Ich möchte euch heute mitnehmen auf eine Reise – nicht nur nach Assisi, sondern auch in das Leben eines Mannes, der die Welt veränderte: Franz von Assisi. Ein Mann, dessen Leben so faszinierend und berührend ist, dass er einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Stellt euch vor, ihr steht in dieser mittelalterlichen Stadt, die auf einem Hügel thront, die Sonne scheint auf die goldenen Steine und ihr spürt eine ganz besondere Atmosphäre. Das ist Assisi. Und Franz von Assisi ist der Grund dafür.
Franz von Assisi: Mehr als nur ein Heiliger
Also, wer war dieser Franz von Assisi eigentlich? Stellen wir ihn uns mal etwas genauer vor, so wie man das auf einer Reise kennenlernt:
Sein Steckbrief, ganz persönlich
Name: Francesco di Pietro di Bernardone (Franziskus, wie er später genannt wurde)
Geboren: Um 1181/1182 in Assisi, Italien
Gestorben: 3. Oktober 1226 in Assisi, Italien
Beruf: Ursprünglich Tuchhändler, später Gründer des Franziskanerordens
Besondere Kennzeichen: Seine tiefe Liebe zur Natur, seine Hingabe an die Armen und Ausgestoßenen, seine Freude am Leben, trotz aller Entbehrungen. Und natürlich seine Stigmata, die Wundmale Christi.
Aber hinter diesen Fakten verbirgt sich eine unglaubliche Geschichte. Franz war kein Heiliger von Geburt an. Er war ein junger Mann mit Träumen, Ambitionen und einem Faible für das gute Leben. Sein Vater war ein wohlhabender Tuchhändler und Franz genoss das Leben in vollen Zügen. Partys, schöne Kleider, Ritterspiele – all das gehörte zu seinem Alltag.
Doch dann kam der Wendepunkt. Franz zog in den Krieg und wurde gefangen genommen. Diese Erfahrung, zusammen mit einer schweren Krankheit, veränderte ihn grundlegend. Er begann, das Leben und seine Werte zu hinterfragen. Er spürte, dass es mehr geben musste als Reichtum und Ruhm.
Die Wandlung: Vom Lebemann zum Heiligen
Stellt euch vor: Franz, der verwöhnte Sohn, der plötzlich anfängt, sich um Leprakranke zu kümmern. Er, der teure Kleider trug, der seine gesamte Habe verkauft, um eine baufällige Kirche zu renovieren. Seine Familie, vor allem sein Vater, waren entsetzt. Es kam zum Bruch, der fast schon einer öffentlichen Demütigung glich. Aber Franz ließ sich nicht beirren. Er gab alles auf, sogar seine Kleider, und erklärte, dass er nur noch Gott als seinen Vater anerkennen würde.
Das ist schon harter Tobak, oder? Aber es zeigt, mit welcher Konsequenz Franz seinen neuen Weg ging. Er wollte ein Leben in Armut und Demut führen, ganz im Sinne Jesu Christi. Er zog durch die Lande, predigte die Frohe Botschaft und half den Menschen in Not.
Dabei war Franz alles andere als ein asketischer Eremit. Er war ein fröhlicher Mensch, der das Leben liebte. Er sah die Schönheit in der Natur, in den Tieren, in den Blumen. Er sprach mit den Vögeln (ja, wirklich!) und nannte die Sonne und den Mond seine Geschwister. Diese tiefe Verbundenheit mit der Schöpfung ist etwas, das mich an Franz besonders fasziniert.
"Fang damit an, das Notwendige zu tun, dann tu das Mögliche, und plötzlich wirst du das Unmögliche tun." - Franz von Assisi
Der Franziskanerorden: Eine Bewegung entsteht
Franz war nicht allein auf seinem Weg. Immer mehr Menschen schlossen sich ihm an, fasziniert von seiner Botschaft der Liebe, des Friedens und der Einfachheit. So entstand der Franziskanerorden, der bis heute eine wichtige Rolle in der katholischen Kirche spielt.
Der Orden breitete sich rasch aus und trug die Botschaft von Franz in die Welt. Die Franziskaner lebten in Armut, kümmerten sich um die Armen und Kranken und predigten das Evangelium. Sie waren ein Hoffnungsschimmer in einer Zeit voller Krieg und Not.
Es ist beeindruckend, wie aus einer kleinen Gruppe von Anhängern eine so große Bewegung entstanden ist. Das zeigt, welche Kraft in den Ideen von Franz von Assisi steckt.
Assisi: Auf den Spuren des Heiligen
Wenn ihr nach Assisi reist, werdet ihr an jeder Ecke auf die Spuren von Franz stoßen. Die Stadt ist eng mit seinem Leben verbunden und atmet seine Spiritualität.
- Basilika San Francesco: Ein absolutes Muss! Hier befindet sich das Grab von Franz und die Basilika ist mit wunderschönen Fresken geschmückt, die sein Leben erzählen. Nehmt euch Zeit, um die Atmosphäre aufzusaugen und die Kunstwerke zu bewundern.
- Basilika Santa Maria degli Angeli: Hier befindet sich die kleine Kirche Porziuncola, die Franz eigenhändig restaurierte. Sie gilt als der spirituelle Mittelpunkt des Franziskanerordens.
- Eremo delle Carceri: Ein abgeschiedener Ort in den Bergen, wo Franz und seine Brüder meditierten und beteten. Die Ruhe und die Natur sind hier überwältigend.
- San Damiano: Die Kirche, in der Franz den Auftrag erhielt: „Franziskus, geh und baue meine Kirche wieder auf, die, wie du siehst, ganz zerfällt.“
Aber Assisi ist mehr als nur die berühmten Sehenswürdigkeiten. Es ist die gesamte Atmosphäre der Stadt, die euch in ihren Bann ziehen wird. Die engen Gassen, die mittelalterlichen Häuser, die freundlichen Menschen – alles trägt dazu bei, dass ihr euch hier wie in einer anderen Welt fühlt.
Meine persönlichen Tipps für Assisi
Ich habe Assisi schon mehrmals besucht und kann euch ein paar persönliche Tipps geben:
- Lasst euch treiben: Verliert euch in den Gassen und entdeckt versteckte Winkel.
- Probiert die lokale Küche: Die umbrische Küche ist einfach, aber unglaublich lecker. Unbedingt Trüffelgerichte probieren!
- Nehmt euch Zeit für die Stille: Sucht euch einen ruhigen Ort und lasst die Eindrücke auf euch wirken.
- Sprecht mit den Menschen: Die Einheimischen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Sie können euch viel über die Geschichte und Kultur von Assisi erzählen.
- Besucht Assisi außerhalb der Hauptsaison: Im Frühling oder Herbst ist es ruhiger und die Temperaturen sind angenehmer.
Und noch ein kleiner Tipp am Rande: Lest euch vor eurer Reise ein Buch über Franz von Assisi durch. Das hilft euch, die Stadt und ihre Geschichte besser zu verstehen.
Franz von Assisi: Eine Inspiration für heute
Franz von Assisi ist nicht nur eine historische Figur. Seine Botschaft ist heute aktueller denn je. In einer Welt, die von Konsum, Leistungsdruck und Ungerechtigkeit geprägt ist, erinnert er uns daran, dass es wichtiger ist, zu sein als zu haben.
Seine Liebe zur Natur, sein Einsatz für die Armen und seine Freude am Leben sind eine Inspiration für uns alle. Er zeigt uns, dass ein einfaches Leben erfüllend sein kann und dass wir die Welt verändern können, wenn wir mit Liebe und Mitgefühl handeln.
Also, packt eure Koffer und macht euch auf den Weg nach Assisi! Lasst euch von der Schönheit der Stadt und der Geschichte von Franz von Assisi inspirieren. Vielleicht findet ihr ja auch etwas, das euch ruft.
Ich hoffe, mein kleiner Reisebericht hat euch gefallen. Bis zum nächsten Mal! Eure Reisebloggerin
