Süße Sachen Die Man Seiner Besten Freundin Schreiben Kann
Okay, hört mal zu. Ich habe eine – vielleicht – etwas unpopuläre Meinung. Es geht um Nachrichten an die beste Freundin. Ihr kennt das, oder? Man will süß sein, lieb, unterstützend… aber manchmal?
Die üblichen Verdächtigen (und warum ich sie überdenke)
Da wären erstmal die Klassiker. „Du bist die Beste! ❤️“ Nett. Unbestreitbar lieb. Aber irgendwie auch…leer? Ich meine, wann habe ich ihr das das letzte Mal NICHT geschrieben? Es verliert an Wirkung, oder?
Oder: „Denk dran, du bist wunderschön, so wie du bist!“ Süß, klar. Aber wenn sie sich gerade doof fühlt, klingt das vielleicht eher nach „Ich versuche dich aufzuheitern, aber ich weiß auch nicht genau wie“. Fühlt ihr?
Und dann gibt es noch die motivierenden Sprüche. „Du schaffst das! Ich glaube an dich!“ Wichtig, absolut. Aber manchmal will man sich einfach nur auskotzen, ohne gleich einen Motivationsschub zu bekommen, oder? Braucht man dann nicht eher eine digitale Umarmung mit dem Kommentar "Alles scheiße, ja, ich weiß."?
Meine (leicht verrückten) Alternativen
Also, was schreibe ich stattdessen? Hier ein paar Beispiele, die vielleicht etwas… anders sind. Aber ehrlich gesagt, meiner besten Freundin gefallen sie (meistens). 😉
1. Die Ehrliche:
„Ich bin gerade am Nudeln kochen und hab aus Versehen zu viel Salz reingehauen. Könntest du mal vorbeikommen und probieren, ob es noch essbar ist? Nur wenn du Bock hast, natürlich. Und vielleicht Schokolade mitbringen?“
Das ist ehrlich. Das ist alltagsnah. Und das ist eine Einladung für einen gemütlichen Abend. Win-win!
2. Die Angebende (aber lieb gemeinte):
„Ich hab gerade DAS perfekte Meme gefunden. Es beschreibt unsere Freundschaft so perfekt, dass es schon fast unheimlich ist. Bereite dich auf Lachkrämpfe vor.“
Okay, vielleicht ist das Meme gar nicht SO gut. Aber die Vorfreude! Und die Gewissheit, dass man sich gegenseitig mit Memes zum Lachen bringen kann, ist einfach unbezahlbar.
3. Die Direkte (wenn es sein muss):
„Ey, ich hab gesehen, was dein Ex gepostet hat. Ignorier den Idioten. Du bist viel zu gut für den. Und wenn du ihn doch umbringen willst, helfe ich dir beim Verstecken der Leiche. #Freundschaft"
Nur für Notfälle! Aber manchmal muss man einfach Klartext reden. Und zeigen, dass man immer hinter seiner Freundin steht, egal was passiert. (Natürlich nur metaphorisch mit dem Leiche verstecken, Leute!)
4. Die Absurde:
„Hab gerade versucht, einen Pancake zu wenden. Er ist an der Decke gelandet. Frage mich nicht wie. Vielleicht sollten wir stattdessen Pizza bestellen?“
Das hat nichts mit ihr zu tun. Das ist einfach nur ein Einblick in mein chaotisches Leben. Aber genau das ist es doch, was Freundschaft ausmacht, oder? Die kleinen, verrückten Momente, die man teilt.
5. Die Praktische (aber liebevolle):
„Ich geh gleich einkaufen. Brauchst du irgendwas? Nutella? Wein? Beides? 😉“
Manchmal ist die größte Liebeserklärung einfach nur, daran zu denken, was die andere Person gerade brauchen könnte. Und Nutella geht einfach immer.
6. Die Nachdenkliche (aber kurz und knackig):
„Erinnerst du dich an [gemeinsames Erlebnis]? War das nicht irre lustig?! Musste gerade daran denken und hab so gelacht. Liebe dich!“
Erinnert an gemeinsame Erlebnisse und zeigt, dass man auch im Alltag an sie denkt. Super einfach, aber wirkungsvoll.
7. Die Unerwartete:
„Ich hab gerade versucht, [irgendeine neue Fähigkeit] zu lernen und bin kläglich gescheitert. Brauche moralische Unterstützung (und vielleicht eine Anleitung).“
Zeigt Verletzlichkeit und schafft eine Verbindung. Außerdem kann es lustig sein, sich gegenseitig bei DIY-Projekten scheitern zu sehen.
Das Fazit (oder so ähnlich)
Klar, jede Freundschaft ist anders. Was bei meiner besten Freundin funktioniert, muss bei deiner nicht unbedingt klappen. Aber vielleicht inspiriert dich dieser kleine Ausflug in meine (leicht bizarre) Gedankenwelt ja dazu, mal etwas Neues auszuprobieren. Etwas Ehrlicheres. Etwas Verrückteres. Etwas… einfach Echtes. Denn am Ende des Tages geht es doch darum, dass deine beste Freundin weiß, dass du sie liebst – auf deine ganz eigene, spezielle Art und Weise. Und vielleicht mit einem Hauch von Wahnsinn.
Und jetzt entschuldigt mich. Ich muss die Pancake-Reste von der Decke kratzen. Und meiner besten Freundin eine Nachricht schicken, wie dämlich ich mich gerade anstelle.
