Tam Sam Som Definition
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle kennen sie. Diese Tam Sam Som-Momente. Oder zumindest, wir *denken*, wir kennen sie. Aber was bedeuten sie eigentlich wirklich?
Ich meine, klar, jeder sagt, es geht um das „Finden von etwas, das einem gehört“. Blabla. Das klingt doch nach Management-Seminar und nicht nach echtem Leben. Und das ist, offen gesagt, meine unpopuläre Meinung.
Die offizielle Definition (Gähn!)
Bevor ich euch mit meinen genialen (und vielleicht etwas verrückten) Theorien bombardiere, hier die Standard-Definition. TAM steht für Total Addressable Market. Klingt nach ganz viel Geld, oder? SAM ist der Serviceable Available Market. Das ist der Teil vom großen Kuchen, den man tatsächlich erreichen kann. Und SOM, der Serviceable Obtainable Market, ist das, was man sich realistisch schnappen kann. Puh, geschafft. Klingt anstrengend, oder?
Aber… ist das alles?
Meine ganz persönliche Tam Sam Som-Theorie
Ich glaube, Tam Sam Som ist viel persönlicher. Viel existenzieller. Denkt mal drüber nach.
Tam: Das ist der unerreichbare Traum. Das, was man sich wünscht, aber nie bekommen wird. Ein Haus am See? Ein Treffen mit Brad Pitt? Eine Woche ohne E-Mails? Das ist das TAM-Territorium. Die unerreichbare Galaxie unserer Sehnsüchte.
Sam: Das ist der Bereich der Möglichkeiten. Die Dinge, die wir mit ein bisschen Anstrengung erreichen *könnten*. Den Job, den wir uns wünschen, aber dafür noch ein paar Kurse belegen müssten. Die Urlaubsreise, für die wir sparen müssten. Das SAM ist der Horizont, der zum Greifen nah ist, aber noch nicht in unserer Hand liegt.
Som: Und jetzt kommt’s. SOM ist das, was wir *wirklich* haben. Der kleine Garten auf dem Balkon. Der nette Kollege, mit dem man sich gut versteht. Das Wochenende ohne Verpflichtungen. Das SOM ist das Hier und Jetzt. Das, was wir oft übersehen, weil wir so auf das große Ganze (TAM) starren.
Das Problem mit dem ewigen Streben
Das Problem ist, dass wir uns oft zu sehr auf TAM und SAM konzentrieren und vergessen, das SOM zu genießen. Wir jagen dem unerreichbaren Glück hinterher und übersehen dabei, dass wir schon längst kleine Glücksmomente in unserem Leben haben. Klingt wie ein Kalenderspruch, ich weiß. Aber es stimmt!
Es ist wie mit Diäten. Man will unbedingt Größe 36 erreichen (TAM), ackert wie verrückt (SAM) und vergisst dabei, dass man sich auch mit Größe 40 wohlfühlen kann (SOM). Und dass ein Stück Schokolade ab und zu okay ist!
"Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite."Stimmt. Aber vielleicht sollten wir einfach mal unseren eigenen Rasen düngen und uns darüber freuen, dass er überhaupt wächst.
Also, was lernen wir daraus?
Ich glaube, wir sollten uns alle öfter mal fragen: Was ist mein SOM? Was habe ich schon erreicht? Was kann ich im Moment genießen?
Und vielleicht sollten wir auch lernen, unsere TAM-Träume nicht ganz aufzugeben. Aber sie mit einem Augenzwinkern betrachten. Denn ganz ehrlich, wer braucht schon ein Treffen mit Brad Pitt, wenn man einen gemütlichen Abend mit Freunden und einer Flasche Wein haben kann?
Vielleicht ist Tam Sam Som ja doch nicht so kompliziert. Vielleicht geht es einfach nur darum, das große Ganze zu sehen, aber das Kleine zu schätzen. Und vielleicht ist das meine bislang unpopulärste (aber ehrlichste) Meinung dazu.
Oder was meint ihr?
