Text Warum Bin Ich So Fröhlich
Ach, ihr Lieben, lasst mich euch eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die beginnt mit einer Frage, die sich wahrscheinlich jeder von uns schon mal gestellt hat: "Warum bin ich so fröhlich?" Klingt kitschig? Vielleicht. Aber ich verspreche euch, die Antwort ist es nicht, und sie hat mich an Orte geführt, von denen ich nie zu träumen gewagt hätte.
Ich war, sagen wir mal, "Berufsmüde." Mein Alltag war ein präzise getakteter Ablauf von E-Mails, Meetings und To-Do-Listen. Freude? Mangelware. Dann, eines Tages, stolperte ich über ein kleines, vergilbtes Büchlein auf einem Flohmarkt in Berlin. Der Titel: "Die Kunst des bewussten Glücklichseins." Kitschig hoch zehn, ich weiß. Aber irgendetwas daran zog mich an. Und so begann meine Reise, nicht nur zu neuen Orten, sondern vor allem zu mir selbst.
Die Suche nach dem Glück: Meine erste Reise nach Island
Das Buch sprach viel von der Natur, von der Kraft der Einfachheit und der Notwendigkeit, sich von den Fesseln des Alltags zu befreien. Mein erster Impuls: Weg! Weit weg! Island schien der perfekte Ort. Eine Insel aus Feuer und Eis, rau und ungezähmt. Und ich? Ich, mitten drin, auf der Suche nach meinem inneren Frieden.
Ich buchte einen Flug nach Reykjavik, ohne großen Plan. Nur die vage Idee, die Landschaft zu erkunden und die Seele baumeln zu lassen. Ich mietete ein kleines Auto und fuhr los, entlang der Ringstraße, die einmal um die Insel führt. Die ersten Tage waren von Ehrfurcht geprägt. Die Wasserfälle, die mit ohrenbetäubendem Getöse in die Tiefe stürzten, die schwarzen Sandstrände, die sich endlos vor mir ausbreiteten, die Gletscher, die in der Sonne glitzerten. Es war überwältigend.
Aber die eigentliche Magie geschah in den Momenten der Stille. Wenn ich am Ufer saß, dem Rauschen des Meeres lauschte und den Blick über das endlose Blau schweifen ließ. Wenn ich nachts unter dem Polarlicht stand, das wie ein grüner Schleier über den Himmel tanzte. In diesen Momenten spürte ich eine tiefe Verbundenheit mit der Natur, eine Verbundenheit, die ich in der Großstadt völlig vergessen hatte.
Warum Island meine Fröhlichkeit entfachte
Ich glaube, es war die Kombination aus der atemberaubenden Landschaft, der frischen Luft und der Einfachheit des Lebens. In Island gibt es nicht viel Ablenkung. Keine endlosen Shoppingmalls, keine lauten Bars, keine blinkenden Lichter. Nur die Natur und du. Und das zwang mich, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Mich zu fragen, was ich wirklich will, was mich glücklich macht und was mich eigentlich so unglücklich gemacht hat.
Ich lernte, die kleinen Dinge zu schätzen. Eine Tasse Kaffee am Morgen, während die Sonne über die Berge klettert. Ein Spaziergang am Strand, barfuß im Sand. Ein Gespräch mit einem Einheimischen über das Leben auf der Insel. Diese einfachen Freuden, die ich so lange übersehen hatte, kehrten zurück in mein Leben.
Von Island nach Bali: Die Suche geht weiter
Island war der Anfang. Aber die Suche nach dem Glück ist keine einmalige Sache. Es ist ein Prozess, eine Reise, die immer weitergeht. Nach Island zog es mich nach Bali. Eine völlig andere Welt, aber mit der gleichen Essenz: Natur, Spiritualität und die Möglichkeit, sich selbst zu finden.
Bali war ein Fest für die Sinne. Der Duft von Räucherstäbchen, die Farben der Blumen, das sanfte Rauschen des Windes in den Reisfeldern. Ich verbrachte meine Tage mit Yoga, Meditation und Erkundungstouren durch die Insel. Ich besuchte Tempel, lernte von lokalen Heilern und tauchte tief in die balinesische Kultur ein.
Ich entdeckte, dass Glück nicht von äußeren Umständen abhängt, sondern von der inneren Einstellung. Es ist eine Entscheidung, jeden Tag aufs Neue zu treffen. Eine Entscheidung, dankbar zu sein für das, was man hat, sich auf das Positive zu konzentrieren und die kleinen Freuden des Lebens zu genießen.
Balinesische Weisheiten für mehr Fröhlichkeit
Die Balinesen haben eine ganz besondere Art, das Leben zu betrachten. Sie leben im Hier und Jetzt, sind dankbar für jeden Tag und versuchen, im Einklang mit der Natur zu leben. Einige ihrer Weisheiten haben mich besonders inspiriert:
- Tri Hita Karana: Das harmonische Zusammenleben mit Gott, den Menschen und der Natur.
- Karma: Die Vorstellung, dass jede Handlung eine Konsequenz hat.
- Loslassen: Sich von negativen Gedanken und Emotionen befreien.
Ich versuche, diese Prinzipien in meinem Alltag anzuwenden. Es gelingt mir nicht immer, aber ich arbeite daran. Und ich merke, dass es einen Unterschied macht. Ich bin gelassener, dankbarer und fröhlicher geworden.
Mein Fazit: Glück ist eine Reise, kein Ziel
Die Frage "Warum bin ich so fröhlich?" lässt sich nicht mit einem einfachen Satz beantworten. Es ist ein komplexes Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren: Die Schönheit der Natur, die Einfachheit des Lebens, die Begegnung mit anderen Kulturen, die Auseinandersetzung mit sich selbst und die Entscheidung, jeden Tag aufs Neue dankbar zu sein.
Meine Reisen nach Island und Bali waren wichtige Meilensteine auf diesem Weg. Sie haben mir gezeigt, dass Glück nicht etwas ist, das man findet, sondern etwas, das man kreiert. Es ist eine Reise, kein Ziel.
Also, liebe Reisende, lasst euch inspirieren! Brecht aus eurem Alltag aus, erkundet die Welt und entdeckt eure eigene Quelle der Fröhlichkeit. Es lohnt sich! Und vielleicht, ganz vielleicht, findet ihr die Antwort auf die Frage: "Warum bin ich so fröhlich?" auch in euch selbst.
Und falls ihr euch fragt, was ich heute mache? Ich sitze gerade in einem kleinen Café in Lissabon, trinke einen Galao (eine Art Milchkaffee) und schreibe diese Zeilen für euch. Die Sonne scheint, die Möwen kreischen und ich bin... ja, ich bin fröhlich.
P.S.: Falls ihr Tipps für eure eigene Reise auf der Suche nach dem Glück braucht, schreibt mir gerne! Ich teile meine Erfahrungen gerne mit euch.
