The Devil Is A Part Timer Bs
Habt ihr euch jemals gefragt, was der Teufel so macht, wenn er mal nicht damit beschäftigt ist, die Weltherrschaft an sich zu reißen? Nun, in The Devil is a Part-Timer! (oder Hataraku Maō-sama!, für die Kenner) bekommt man genau das zu sehen. Und es ist... überraschend normal, um es milde auszudrücken.
Ein gefallener Dämonenlord im Burger-Brater-Alltag
Stellt euch vor: Ihr seid der mächtige Dämonenlord Satan höchstpersönlich, auf dem besten Weg, die Welt Ente Isla zu unterwerfen. Aber dann – *peng!* – werdet ihr in das moderne Tokio katapultiert. Und was macht ein gestrauchelter Dämonenlord in einer fremden, magiefreien Welt? Er lernt Japanisch, nimmt einen Job bei MgRonald's an und versucht, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, natürlich!
Ja, richtig gelesen. Satan, jetzt unter dem bürgerlichen Namen Maou Sadao, schwingt den Spatel, brät Burger und bemüht sich, zum Mitarbeiter des Monats gekürt zu werden. Die Ironie ist einfach köstlich. Man sieht ihn, wie er versucht, die komplizierten Bestellungen zu entziffern ("Ein Double Quarter Pounder mit extra Mayo, bitte!") und sich mit nervigen Kunden herumschlägt. Klingt nach einem ganz normalen Job, oder? Nur, dass er eigentlich ein Dämonenlord ist.
Eine Heldin mit Geldsorgen
Und was ist mit der Heldin Emilia, die ihn eigentlich aufhalten sollte? Auch sie ist in Tokio gelandet und schlägt sich mit einem Callcenter-Job herum. Emi Yusa, wie sie sich jetzt nennt, muss sich auch irgendwie über Wasser halten. Der Clash der Kulturen (und der früheren Feinde!) ist ein wahrer Augenschmaus. Stellt euch die peinlichen Begegnungen vor, wenn sie sich zufällig im Supermarkt über den Weg laufen und sich über die steigenden Lebensmittelpreise beklagen müssen.
"Ich schwöre, Maou, wenn du nochmal das letzte Sonderangebot an Tofu vor meiner Nase wegschnappst..." - Emilia/Emi, wahrscheinlich
Die Dynamik zwischen Maou und Emi ist das Herzstück der Serie. Sie hassen sich (zumindest anfangs) und sind doch irgendwie aufeinander angewiesen. Es ist eine Art dysfunktionale Hassliebe, die mit jeder Episode wächst. Man kann einfach nicht anders, als mitzufiebern und sich zu fragen, wann sie endlich ihre Differenzen beiseitelegen und zusammenarbeiten – oder vielleicht sogar... mehr?
Mehr als nur ein Comedy-Gag
The Devil is a Part-Timer! ist aber mehr als nur ein Gag über einen Dämonenlord, der Burger brät. Die Serie erkundet auf subtile Weise Themen wie Armut, Integration und die Bedeutung von Freundschaft. Maou und seine Gefährten, wie der treue Ashiya (der sich um den Haushalt kümmert und ständig versucht, Maou zu überzeugen, die Weltherrschaft zurückzuerobern) und der schüchterne Urushihara (der als NEET in der Wohnung rumhängt und an Computern rumbastelt), bilden eine seltsame, aber liebenswerte Familie.
Sie helfen einander, meistern die Herausforderungen des Alltags und lernen, was es bedeutet, menschlich zu sein (oder zumindest, wie man sich in einer menschlichen Gesellschaft verhält). Die Serie zeigt, dass selbst ein Dämonenlord lernen kann, Mitgefühl zu haben und sich um andere zu kümmern.
Ein bisschen Action darf auch nicht fehlen
Natürlich gibt es auch Momente, in denen die magischen Kräfte wieder zum Vorschein kommen. Wenn die Welt in Gefahr ist, müssen Maou und Emi ihre alten Feindschaften vergessen und zusammenarbeiten, um die Bedrohung abzuwehren. Aber selbst in diesen actionreichen Szenen behält die Serie ihren humorvollen Ton bei. Man sieht Maou, wie er versucht, seine Kräfte einzusetzen, während er gleichzeitig darauf achtet, dass sein MgRonald's-Outfit nicht schmutzig wird.
The Devil is a Part-Timer! ist eine erfrischend andere Interpretation des Fantasy-Genres. Sie nimmt die üblichen Tropen und dreht sie auf den Kopf. Statt epischer Schlachten und düsterer Prophezeiungen bekommen wir einen Dämonenlord, der Burger brät, eine Heldin, die Callcenter-Anrufe entgegennimmt, und eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die Tücken des modernen Lebens. Und das ist einfach großartig.
Also, wenn ihr mal Lust auf eine Anime-Serie habt, die euch zum Lachen bringt, zum Nachdenken anregt und euch gleichzeitig ein warmes Gefühl im Herzen gibt, dann solltet ihr The Devil is a Part-Timer! unbedingt eine Chance geben. Ihr werdet es nicht bereuen. Und wer weiß, vielleicht bekommt ihr ja auch Appetit auf einen Double Quarter Pounder...
