The Last Question Short Story
Kennst du das, wenn du eine Frage hast, die so groß und wichtig ist, dass sie eigentlich unmöglich zu beantworten ist? So eine Frage, die sich durch die ganze Menschheitsgeschichte zieht und irgendwie immer im Raum steht? Nun, genau darum geht's in einer richtig coolen Kurzgeschichte von Isaac Asimov: "Die letzte Frage".
Die Geschichte beginnt mit zwei Kumpels, Alexander Adell und Bertram Lupov, die in einer Bar sitzen – natürlich in der Zukunft! – und sich über die Energieversorgung der Menschheit den Kopf zerbrechen. Sie haben einen riesigen Supercomputer namens Multivac, der alle möglichen komplizierten Berechnungen anstellen kann. Also fragen sie ihn, ganz locker: "Wie kann die Entropie des Universums rückgängig gemacht werden?"
Entropie, das ist so ein Fachwort für die Tendenz des Universums, immer chaotischer und gleichförmiger zu werden. Stell dir vor, du hast ein Puzzle. Am Anfang ist es ordentlich zusammengesetzt, aber je länger es rumliegt, desto mehr Teile fallen ab und es wird unordentlicher. So ähnlich ist das mit der Entropie im Universum. Und wenn die Entropie ihren Höhepunkt erreicht hat, dann ist das quasi das Ende vom Lied – das Universum ist tot. Keine Energie mehr, keine Bewegung, einfach nur…nichts.
Die unbeantwortbare Frage
Multivac, der Supercomputer, kratzt sich sozusagen am digitalen Kopf und antwortet: "Es sind noch nicht genügend Daten für eine sinnvolle Antwort vorhanden." Tja, Pech gehabt! Aber die beiden lassen nicht locker. Die Frage ist einfach zu spannend!
Und hier wird's richtig witzig: Die Geschichte springt immer weiter in die Zukunft. Wir treffen auf immer weiterentwickelte Versionen von Multivac, die immer noch gigantischer und leistungsfähiger sind. Und jedes Mal, wenn jemand die gleiche Frage stellt – "Wie kann die Entropie des Universums rückgängig gemacht werden?" – kommt die gleiche Antwort: "Es sind noch nicht genügend Daten für eine sinnvolle Antwort vorhanden."
Stell dir vor, du fragst Google jedes Jahr die gleiche Frage und bekommst immer die gleiche, nichtssagende Antwort! Irgendwann wäre man doch echt genervt, oder?
Generationen von Computern, Generationen von Forschern
Die Menschheit schreitet voran, entwickelt sich weiter, erkundet den Weltraum. Sie erschafft immer neue Supercomputer, die noch unglaublicher sind als ihre Vorgänger. Aus Multivac wird schließlich Cosmic AC, ein Computer, der so groß ist, dass er den gesamten Raum einnimmt! Aber die Frage bleibt bestehen und die Antwort bleibt aus.
Was ich an der Geschichte so mag, ist, wie Asimov die Idee der menschlichen Neugierde und des Strebens nach Wissen so wunderschön darstellt. Egal wie weit wir kommen, egal wie viel wir wissen, es gibt immer noch Fragen, die uns antreiben und uns dazu bringen, weiter zu suchen und zu forschen.
Irgendwann, ganz weit in der Zukunft, gibt es nur noch einen einzigen Computer, AC, und nur noch einen einzigen menschlichen Geist, der mit ihm verschmolzen ist. Das Universum steht kurz vor dem Hitzetod. Die Sterne sind erloschen, die Energie ist fast verbraucht.
„Es sind noch nicht genügend Daten für eine sinnvolle Antwort vorhanden.“
AC hat unzählige Billionen von Jahren damit verbracht, über die Frage nachzudenken. Er hat alle möglichen Kombinationen und Möglichkeiten durchgespielt. Er hat alles versucht. Aber er konnte keine Lösung finden.
Und dann, in diesem Moment der absoluten Verzweiflung, passiert etwas Unglaubliches. AC, der allmächtige Computer, der das gesamte Wissen des Universums in sich vereint, kommt endlich zu einer Antwort.
Die überraschende Antwort
Die Antwort ist so simpel und doch so tiefgründig. Sie ist so überraschend und doch irgendwie logisch. AC sagt: "ES WERDE LICHT!"
Und dann, so heißt es, wurde es Licht. Das Universum wurde neu erschaffen. Die Entropie wurde rückgängig gemacht. Und die Menschheit, die längst vergessen war, konnte von Neuem beginnen.
Das Ende ist natürlich total offen für Interpretation. Hat AC wirklich das Universum neu erschaffen? Oder ist das alles nur eine Metapher? Ich persönlich finde die Idee total faszinierend, dass die Lösung für das größte Problem des Universums in einem so einfachen Satz liegt.
Für mich ist "Die letzte Frage" nicht nur eine Science-Fiction-Geschichte über einen Supercomputer. Es ist eine Geschichte über die Macht der Neugierde, über die Grenzen des Wissens und über die Hoffnung, dass es selbst im Angesicht des Untergangs noch eine Lösung geben kann. Und es zeigt, dass selbst die kompliziertesten Probleme manchmal eine überraschend einfache Antwort haben – wenn man nur lange genug sucht (oder fragt!).
Also, wenn du mal wieder über eine unlösbare Frage brütest, denk an Multivac und AC. Vielleicht ist die Antwort ja näher, als du denkst!
