The Pedestrian Ray Bradbury
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle lieben Ray Bradbury, oder? "Fahrenheit 451", "Die Mars-Chroniken"... Klassiker! Aber ich habe da so eine kleine, unpopuläre Meinung zu seiner Kurzgeschichte "Der Fußgänger".
Klar, die Idee ist cool. Ein Mann, Leonard Mead, geht einfach nur gerne spazieren. In einer Zukunft, in der alle nur noch vor dem Fernseher hocken. Das ist gruselig und regt zum Nachdenken an. Aber... ist es nicht auch ein bisschen... langweilig?
Ich meine, stell dir vor: Du bist ein Polizist in dieser dystopischen Zukunft. Alle starren wie hypnotisiert auf ihre Bildschirme. Dann siehst du diesen Typen, Leonard Mead, der da einfach so herumläuft. Was machst du? Ihn verhaften? Für was? "Zu Fuß gehen"? Das ist doch absurd!
Die Geschichte will uns sagen, dass Individualität in der Zukunft unterdrückt wird. Ja, das ist ein wichtiges Thema. Aber die Umsetzung? Ein bisschen... eintönig, oder?
Es ist, als würde Bradbury sagen: "Schaut her, diese Zukunft ist schrecklich! Keiner geht mehr spazieren!" Und ich sitze da und denke: "Okay, aber was ist denn so schlimm daran, fernzusehen?" (Bitte steinigt mich nicht!).
Mehr Action, bitte!
Ich will ja nicht meckern, aber ein bisschen mehr Action hätte der Geschichte nicht geschadet. Vielleicht eine Verfolgungsjagd? Ein Kampf gegen die Roboter-Polizei? Irgendetwas, das über das einfache "Ich gehe spazieren und werde verhaftet" hinausgeht.
Stellt euch vor, Leonard Mead wäre ein ehemaliger Marathonläufer. Oder ein Ex-Soldat mit einer Trauma-bedingten Angst vor Bildschirmen. Oder ein Alien, das versucht, die menschliche Kultur zu verstehen, indem es... richtig, spazieren geht! Das wäre doch mal was.
Ein Fußgänger-Remix
Ich spinne mal rum: Leonard Mead ist nicht nur ein Fußgänger, sondern auch ein Hobby-Detektiv. Er entdeckt beim Spazieren Hinweise auf eine Verschwörung innerhalb der Regierung. Er versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen, während er gleichzeitig der Polizei ausweicht. Boom! Da haben wir eine Geschichte!
Oder: Leonard Mead ist ein Künstler, der die Schönheit der Natur einfängt, indem er spazieren geht und Skizzen anfertigt. Seine Kunst wird von einer geheimen Untergrundbewegung verwendet, um die Menschen aufzuwecken. Etwas mehr Rebellion, bitte!
Ich sage ja nicht, dass "Der Fußgänger" eine schlechte Geschichte ist. Sie ist nur... unaufgeregt. Sie hat Potenzial, das nicht ausgeschöpft wird. Sie ist wie ein Kuchen ohne Zucker. Er ist essbar, aber er macht dich nicht glücklich.
Bradbury war ein Genie. Aber selbst Genies können mal einen schlechten Tag haben. Oder eine Kurzgeschichte, die ein bisschen mehr Würze vertragen könnte.
Und ich weiß, das ist Ketzerei. Ich werde wahrscheinlich von allen Bradbury-Fans gehasst. Aber ich stehe dazu. "Der Fußgänger" ist eine von Bradburys schwächeren Geschichten. Tut mir leid, nicht leid.
Vielleicht bin ich einfach nur zu verwöhnt von all den Actionfilmen und Videospielen. Vielleicht habe ich den subtilen Charme der Geschichte einfach nicht verstanden. Aber ich glaube, selbst Ray Bradbury hätte darüber gelacht, wenn ich ihm meine Ideen für einen "Fußgänger"-Remix vorgestellt hätte.
Also, was meint ihr? Bin ich völlig verrückt? Oder gibt es da draußen noch andere, die "Der Fußgänger" auch ein bisschen... unspektakulär finden?
