The Reluctant Fundamentalist Summary
Okay, Freunde, lasst uns über The Reluctant Fundamentalist reden. Ein Buch, das so viele Leute zum Nachdenken angeregt hat. Und mich zum Gähnen. Ja, ich hab's gesagt. Steinigt mich ruhig.
Die Story, kurz gesagt: Ein junger, pakistanischer Kerl namens Changez (schon der Name! Ironie pur!), der in Amerika richtig durchstartet. Princeton, Top-Job, die blonde Freundin... der American Dream eben. Dann kommt 9/11 und *puff*, alles ändert sich. Nicht nur für ihn, sondern gefühlt für die ganze Welt.
Changez fühlt sich plötzlich unwohl. Er hinterfragt alles. Amerika, seinen Job, seine Beziehung. Und kehrt schließlich nach Pakistan zurück. Dort trifft er dann einen amerikanischen Fremden in einem Café und erzählt ihm seine Geschichte. Klingt spannend, oder?
Die Sache mit dem "Fundamentalisten"
Hier kommt der "reluctant fundamentalist"-Teil ins Spiel. Ist er ein Fundamentalist? Nö. Nicht wirklich. Zumindest nicht so, wie man sich das vorstellt. Er betet jetzt nicht fünfmal am Tag und schreit "Tod den Ungläubigen". Er ist eher... desillusioniert. Enttäuscht. Ein bisschen wütend. Verstehe ich. Wer war nach 9/11 nicht enttäuscht und wütend, egal woher er kam?
Er ist eben kein blinder Patriot mehr, und das wird ihm übelgenommen. Weil, hey, wer kritisiert schon freiwillig das Land, das einem so viel gegeben hat? (Kleiner Tipp: Sehr viele Leute. Fragt mal einen Europäer... oder einen Kanadier... oder irgendjemanden außerhalb der USA.)
Die große Frage, die sich das Buch stellt (und die alle so wahnsinnig tiefgründig finden): Ist Changez ein Terrorist? Oder nur ein Typ, der sich fehl am Platz fühlt? Und hier kommt meine unbeliebte Meinung: Ist das wirklich die einzige Frage, die wir uns stellen sollten?
Die "Tiefe" der Story
Das Buch wird oft als Kommentar zur westlichen Welt nach 9/11 interpretiert. Als eine Auseinandersetzung mit Identität, Entfremdung und Vorurteilen. Klar, das steckt alles drin. Aber ist es wirklich so revolutionär?
Ich finde, viele der Themen, die im Buch angesprochen werden, sind ziemlich offensichtlich. Amerika ist nicht perfekt? Rassismus existiert? Der "American Dream" ist nicht für jeden erreichbar? Danke, Captain Obvious! Ich hätte gerne eine Tasse Kaffee... oder vielleicht ein Buch, das mir wirklich etwas Neues erzählt.
Versteht mich nicht falsch. Der Schreibstil von Mohsin Hamid ist gut. Er kann schreiben, keine Frage. Und die Geschichte ist sicherlich interessant genug, um sie bis zum Ende zu lesen. Aber sie hat mich jetzt nicht umgehauen. Nicht wirklich.
Das Ende, das keiner versteht
Und dann ist da noch das Ende. Was passiert wirklich in diesem Café? Ist Changez schuldig? Ist der Amerikaner in Gefahr? Wer weiß das schon? Wahrscheinlich nicht mal Mohsin Hamid selbst.
Dieses offene Ende wird oft als Stärke des Buches gesehen. Als Einladung zur Interpretation. Ich sehe es eher als... ein bisschen faul. Anstatt eine überzeugende Antwort zu geben, lässt der Autor den Leser im Dunkeln tappen. "Denk doch selbst drüber nach!" Ja, danke. Aber dafür hab ich doch das Buch gelesen, oder?
"The Reluctant Fundamentalist is a powerful and thought-provoking novel."
Sagt jeder. Ich sage: Es ist ein Buch. Mit Wörtern. Und einer Geschichte. Und ein paar unbequemen Wahrheiten, die aber nicht wirklich neu sind.
Also, was ist mein Fazit? The Reluctant Fundamentalist ist ein okayes Buch. Nicht mehr, nicht weniger. Es ist lesenswert, wenn man sich für postkoloniale Literatur oder für die Auswirkungen von 9/11 interessiert. Aber erwartet keine Offenbarung. Und erwartet nicht, dass ich meine Meinung ändere.
Ich bleibe dabei: Es ist ein bisschen überbewertet. Aber hey, das ist nur meine Meinung. Und ich bin ja nur ein Reluctant-Book-Critic. Vielleicht.
