These Violent Delights Have Violent Ends
Okay, mal ehrlich. Dieses ganze "Violent Delights Have Violent Ends" Ding? Klingt super dramatisch, ich weiß. Shakespeare und so. Aber ist es nicht auch… ein bisschen überschätzt? Ich meine, kommt schon. Ich glaube, ich habe eine unpopuläre Meinung.
Klar, Romantik ist toll.
Wer liebt es nicht, wenn zwei Menschen sich finden, trotz aller Widrigkeiten? Kitschige Filme, Liebeslieder im Radio – ich bin dabei! Aber manchmal, nur manchmal, frage ich mich, ob wir uns nicht ein bisschen zu sehr in dieses "Liebe überwindet alles" Märchen verrennen.
Denkt mal drüber nach.
Schokolade. Süße, süße Schokolade. Ein Genuss! Aber drei Tafeln hintereinander? Autsch. Plötzlicher Zahnschmerz, Übelkeit – hallo Realität! Das Universum hat eben eine eingebaute Stopptaste. So ist das Leben. Alles mit Maß und Ziel, oder?
Das gilt auch für Beziehungen. Klar, am Anfang ist alles rosarot. Schmetterlinge im Bauch, Herzchen in den Augen. Man kann nicht genug voneinander bekommen. Aber irgendwann kommt der Alltag. Und der Alltag ist nun mal… Alltag. Nicht immer aufregend. Nicht immer romantisch. Manchmal einfach nur: Wäsche waschen und Müll rausbringen.
Und dann, wenn die Realität zuschlägt, kommt vielleicht die Erkenntnis: "Moment mal, vielleicht passen wir doch nicht so gut zusammen?" Und was dann? Dann wird es plötzlich kompliziert. Dann werden aus Schmetterlingen Motten. Und aus Herzchen… naja, ihr wisst schon.
Also, wo ist da das Problem?
Das Problem ist, dass wir oft denken, die Liebe müsse alles aushalten. Sie müsse jede Krise überstehen. Sie müsse… perfekt sein. Aber das ist sie nicht. Und das ist okay!
Vielleicht ist es manchmal besser, sich einzugestehen, dass es nicht funktioniert. Vielleicht ist es mutiger, einen Schlussstrich zu ziehen, bevor es wirklich hässlich wird. Bevor die "Violent Delights" tatsächlich zu "Violent Ends" führen.
Ich meine, wer hat schon Lust auf einen Rosenkrieg? Wer möchte sich jahrelang streiten und unglücklich sein, nur um am Ende festzustellen, dass man seine Zeit verschwendet hat? Niemand! (Okay, vielleicht Reality-TV-Produzenten.)
Ein Beispiel, gefällig?
Ich kenne da jemanden (nennen wir sie mal… Erika), die jahrelang in einer Beziehung feststeckte, die offensichtlich nicht gut für sie war. Er war eifersüchtig, sie war unglücklich. Aber sie hat sich immer wieder gesagt: "Wir müssen kämpfen! Die Liebe muss siegen!" Und was ist passiert? Sie haben sich jahrelang gequält, bis sie schließlich mit einem riesigen Knall auseinandergegangen sind. Und beide waren danach total fertig.
Wäre es nicht besser gewesen, sich früher einzugestehen, dass es nicht passt? Hätte man sich nicht viel Leid ersparen können? Ich glaube schon.
Fazit?
Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir uns von diesem romantischen Ideal verabschieden, dass die Liebe immer siegen muss. Vielleicht ist es an der Zeit, realistischer zu sein. Vielleicht ist es an der Zeit, zu akzeptieren, dass Beziehungen manchmal enden. Und das ist kein Weltuntergang!
Im Gegenteil! Es kann sogar eine Chance sein. Eine Chance, neu anzufangen. Eine Chance, jemanden zu finden, der wirklich zu einem passt. Jemanden, bei dem es eben nicht zu "Violent Ends" kommt. Weil es von Anfang an stimmt.
Also, das nächste Mal, wenn ihr diesen Spruch hört – "**These Violent Delights Have Violent Ends**" – denkt mal darüber nach. Vielleicht ist es nicht immer die beste Idee, an etwas festzuhalten, das einem nicht guttut. Manchmal ist Loslassen der mutigste und klügste Schritt.
Und hey, vielleicht liege ich auch total falsch. Aber das ist meine Meinung, und ich stehe dazu!
Ich sag's ja nur.
