Things Fall Apart Chinua Achebe
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wir alle haben Things Fall Apart von Chinua Achebe in der Schule gelesen, oder? Und wir alle haben so getan, als ob wir es absolut geliebt hätten. Aber mal Hand aufs Herz: Wer von uns fand's wirklich spannend?
Ein kleiner Kulturschock (oder doch eher Kulturschlaf?)
Ich meine, klar, die Geschichte ist wichtig. Es geht um Kolonialismus, Traditionen, und den Zusammenbruch einer ganzen Welt. Schweres Zeug! Aber manchmal hatte ich das Gefühl, mitten in einer Geschichtsstunde zu sitzen, nur ohne die langweiligen Powerpoint-Präsentationen. Stattdessen gab es Yamswurzeln. Viele, viele Yamswurzeln.
Und lasst uns über Okonkwo reden. Der Typ war ein absolutes Muskelpaket mit einem Aggressionsproblem. Ich meine, verstehen wir ihn? Ja, ein bisschen. Aber sympathisch? Nicht wirklich. Er war eher so der Typ, der auf jeder Party Stress anfängt und dann jammert, dass alle ihn missverstehen.
Respekt vor dem Klassiker? Vielleicht…
Jetzt mal Butter bei die Fische: Ich respektiere Achebe. Er war ein brillanter Schriftsteller. Und Things Fall Apart ist ein wichtiger Roman. Aber ist es der unterhaltsamste? Nicht in meinem Bücherregal. Sorry, not sorry. Ich würde es eher meinem Nachbarn empfehlen, damit der mal ein bisschen kulturelles Verständnis entwickelt, als es selbst nochmal zu lesen.
Ich weiß, ich weiß, das ist Blasphemie. Ich riskiere hier gerade meinen Ruf als intellektueller Mensch. Aber ich kann einfach nicht lügen. Manchmal, nur manchmal, wünschte ich, Okonkwo hätte einfach mal tief durchgeatmet und eine Runde Yoga gemacht. Vielleicht wäre dann alles anders gekommen.
Die Sache mit den Namen…
Und dann waren da noch die Namen! Unoka, Nwoye, Ekwefi… Versucht mal, euch die alle zu merken! Ich habe ständig die Charaktere durcheinander gebracht. Am Ende war jeder für mich einfach nur "der Typ mit dem komischen Namen". Vielleicht lag es auch nur an meinem unterentwickelten Namensgedächtnis. Aber die Menge an igbo Namen in dieser Lektüre war kein Zuckerschlecken.
Vielleicht bin ich auch einfach zu verwöhnt von moderner Literatur. Ich bin es gewohnt, dass mir die Charaktere sofort ans Herz wachsen und ich mit ihnen mitfiebere. Bei Things Fall Apart war das eher so eine distanzierte Beobachtung. Wie in einem Dokumentarfilm über das Leben von Ameisen.
Ich meine, die Ameisen sind sicher auch total interessant. Aber würde ich mir einen ganzen Abend lang Ameisen-Dokus ansehen? Eher nicht. Lieber gucke ich eine Folge meiner Lieblingsserie und schalte danach eine weitere Folge ein.
Die Moral von der Geschicht’?
Ich will Things Fall Apart nicht schlechtreden. Wirklich nicht! Es ist ein wichtiges Buch, das uns zum Nachdenken anregt. Aber lasst uns ehrlich sein: Es ist auch ein bisschen anstrengend. Und manchmal, nur manchmal, wünschte ich, es gäbe eine Version mit Happy End. Oder zumindest mit ein paar mehr Witzen.
Also, liebe Leser, was denkt ihr? Bin ich ein Kulturbanause? Oder gibt es da draußen noch andere, die Things Fall Apart zwar respektieren, aber nicht unbedingt lieben? Lasst es mich wissen! Vielleicht gründen wir eine Selbsthilfegruppe für Achebe-Überlebende. Wir können uns treffen, Tee trinken und darüber reden, wie verwirrend die ganzen igi-Wörter waren. Und vielleicht, nur vielleicht, finden wir ja doch noch etwas Positives an dem Buch. Aber keine Yamswurzeln, bitte!
Ich würde auch gern Mal eine moderne Interpretation von der Geschichte sehen. Was wäre wenn Okonkwo ein Influencer gewesen wäre? Hätte er seine Agressionen online rausgelassen? Wäre das Ende anders gewesen? Spannende Fragen!
