Thirteen Reasons Why Hannah Baker
Hallo ihr Lieben! Eure reiselustige Bloggerin meldet sich zurück, dieses Mal mit einem etwas ungewöhnlichen Reiseziel – einem Ort, der nicht auf jeder Top-10-Liste steht, aber dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat: die Welt von Liberty High und dem Leben von Hannah Baker aus der Serie "Tote Mädchen lügen nicht" (Thirteen Reasons Why).
Ja, ich weiß, das klingt jetzt vielleicht etwas düster. Aber lasst mich euch erklären. Ich war kürzlich in einer Phase, in der ich mich intensiver mit dem Phänomen "Streaming-Tourismus" auseinandergesetzt habe. Dabei geht es darum, Orte, die in Filmen und Serien eine wichtige Rolle spielen, tatsächlich zu besuchen. Und so bin ich, neugierig wie ich bin, auf die Fährte von Hannah Baker geraten. Natürlich ist "Tote Mädchen lügen nicht" Fiktion, aber die Themen, die die Serie anspricht – Mobbing, Isolation, psychische Gesundheit – sind leider real und allgegenwärtig.
Ich muss gestehen, dass ich die Serie schon vor einiger Zeit gesehen habe und sie mich damals sehr berührt hat. Die Geschichte von Hannah, die vor ihrem Selbstmord dreizehn Kassetten hinterlässt, auf denen sie die Gründe für ihre Entscheidung erläutert, ist beklemmend und lässt einen nicht so schnell los. Aber anstatt mich nur von der fiktiven Handlung mitreißen zu lassen, wollte ich versuchen, die Welt, in der sich Hannahs Leben abgespielt hat, besser zu verstehen. Eine Welt, die für viele Jugendliche leider Realität ist.
Eine fiktive Reise mit realen Schmerzen
Anstatt nun aber spezifische Drehorte zu recherchieren (die Serie wurde hauptsächlich in Kalifornien gedreht), habe ich mich dazu entschlossen, mir typische Orte und Situationen vorzustellen, die Hannah in ihrem Leben erlebt haben könnte. Orte, die stellvertretend für die Erfahrungen stehen, die in der Serie thematisiert werden. Stellt euch das wie eine Art mentale Reise vor, bei der ich versucht habe, mich in Hannahs Gefühlswelt hineinzuversetzen.
Der Schulflur: Ein Labyrinth der Blicke
Beginnen wir mit dem Schulflur. Ein Ort, der für viele ein Ort der Freundschaft und des Lernens ist, für Hannah aber zu einem Labyrinth aus ängstlichen Blicken, Tuscheleien und Demütigungen wurde. Ich habe mir vorgestellt, wie sie sich jeden Morgen auf den Weg zur Liberty High macht, mit einem Kloß im Hals, in der ständigen Angst, erneut Ziel von Spott oder Gerüchten zu werden. Wie sie versucht, sich unsichtbar zu machen, in der Hoffnung, nicht aufzufallen. Die Angst, die sie in diesem Moment empfunden haben muss, ist unvorstellbar.
"It's not like anyone's ever asked me what it's like to be me," sagt Hannah in einer der Kassetten. Dieser Satz hat mich sehr berührt. Er verdeutlicht die Isolation, die sie empfunden hat, das Gefühl, von niemandem wirklich gesehen oder verstanden zu werden.
Das Monets Café: Ein Ort der Hoffnung, dann der Enttäuschung
Dann gibt es das Monets Café, ein Ort, der für Hannah anfangs ein Ort der Hoffnung war. Ein Ort, an dem sie Freunde fand und sich vielleicht sogar ein bisschen verliebt hat. Aber auch dieser Ort wurde zu einem Schauplatz der Enttäuschung, als sich ihre Beziehungen zu den anderen verkomplizierten und sie sich zunehmend allein fühlte. Ich stelle mir vor, wie sie dort saß, einen Cappuccino in der Hand, und versuchte, die Fassade aufrechtzuerhalten, während in ihrem Inneren alles zusammenbrach.
Denkt daran, dass jeder Ort, den wir besuchen, für verschiedene Menschen unterschiedliche Bedeutungen haben kann. Ein Ort, der für uns voller schöner Erinnerungen ist, kann für jemand anderen ein Ort des Schmerzes sein. Es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein und respektvoll damit umzugehen.
Hannahs Zimmer: Ein Spiegelbild ihrer Seele
Und schließlich Hannahs Zimmer. Ein privater Rückzugsort, der aber auch zum Gefängnis wurde. Ein Ort, an dem sie ihre Gedanken und Gefühle versteckte, an dem sie weinte und verzweifelte. Ich stelle mir vor, wie sie dort saß, die Kassetten in der Hand, und versuchte, einen Sinn in ihrem Leben zu finden, bevor sie sich dazu entschloss, es zu beenden. Die Verzweiflung, die sie in diesem Moment empfunden haben muss, ist kaum vorstellbar.
"You don't know what went on in my life," sagt Hannah. Dieser Satz ist eine Mahnung, dass wir nie wirklich wissen können, was in den Köpfen und Herzen anderer Menschen vorgeht. Wir sollten immer versuchen, mitfühlend und verständnisvoll zu sein, auch wenn wir die Gründe für ihr Verhalten nicht nachvollziehen können.
Mehr als nur eine Serie: Eine Reise zur Empathie
Meine "Reise" in die Welt von Hannah Baker war keine typische Urlaubsreise. Es war eher eine Reise zur Empathie, eine Möglichkeit, sich mit den Themen Mobbing, Isolation und psychischer Gesundheit auseinanderzusetzen. Es war eine Erinnerung daran, dass unsere Worte und Taten einen Einfluss auf andere Menschen haben können, und dass wir alle eine Verantwortung tragen, eine freundlichere und unterstützendere Welt zu schaffen.
Ich möchte euch mit ein paar Gedanken auf den Weg geben:
* Seid aufmerksam: Achtet auf eure Mitmenschen, besonders auf diejenigen, die still und zurückgezogen wirken. * Seid freundlich: Ein freundliches Wort oder eine kleine Geste kann einen großen Unterschied machen. * Seid mutig: Sprecht euch gegen Mobbing und Ungerechtigkeit aus. * Seid verständnisvoll: Versucht, euch in die Lage anderer Menschen zu versetzen und ihre Perspektive zu verstehen. * Sucht Hilfe: Wenn ihr selbst unter psychischen Problemen leidet, scheut euch nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.Ich hoffe, dieser etwas andere Reisebericht hat euch zum Nachdenken angeregt. Denkt daran, dass jede Reise, egal ob real oder mental, eine Chance ist, etwas Neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Und vielleicht inspiriert euch meine Erfahrung ja auch dazu, eure eigenen "Streaming-Tourismus"-Reisen zu unternehmen und euch mit den Themen auseinanderzusetzen, die euch wichtig sind.
Bis zum nächsten Mal, eure reiselustige Bloggerin!
