Thomas Kilmann Conflict Model
Hach, Konflikte! Wer kennt sie nicht? Ob es der Streit um die letzte Scheibe Salami beim Sonntagsbrunch ist oder die hitzige Debatte mit dem Nachbarn über die ideal Höhe des Heckenschnitts – Konflikte gehören zum Leben wie die Butter aufs Brot (oder eben nicht, je nach Konfliktlage!). Aber keine Panik! Es gibt einen super praktischen Helfer im Umgang mit diesen kleinen und grossen Zankereien: Das Thomas-Kilmann-Konfliktmodell!
Fünf Wege aus der Zoff-Falle
Stell dir vor, du stehst vor einem riesigen Buffet voller Konfliktlösungen. Das Thomas-Kilmann-Modell präsentiert dir fünf verschiedene „Gerichte“, aus denen du wählen kannst. Jedes Gericht hat seine eigenen Zutaten (also Strategien) und schmeckt (wirkt) in bestimmten Situationen besonders gut. Lass uns mal probieren!
1. Der Wettbewerber: Volle Kraft voraus!
Ah, der Wettbewerber! Das ist der Typ, der sagt: „Mein Weg, oder gar kein Weg!“ Er ist durchsetzungsstark, zielorientiert und… nun ja, vielleicht ein bisschen stur. Denk an den Monopoly-Spieler, der kategorisch jede Strasse aufkauft, egal was es kostet. Oder die Kollegin, die in jedem Meeting ihre Meinung durchdrückt, notfalls auch mit Ellenbogen. Wettbewerb ist super, wenn schnelle Entscheidungen gefragt sind oder man sich für eine wichtige Sache einsetzen muss. Aber Vorsicht: Manchmal überfährt man damit auch die Gefühle anderer.
2. Der Vermeider: Lieber untertauchen!
Der Vermeider ist quasi der Ninja unter den Konfliktlösern. Er verschwindet einfach im Rauch, bevor die Situation brenzlig wird. Streit mit dem Partner über die Spülmaschine? Lieber schnell noch eine Serie gucken! Diskussion mit dem Chef über die Gehaltserhöhung? Äh, vielleicht nächstes Jahr! Vermeidung kann kurzfristig für Ruhe sorgen, aber langfristig schieben wir die Probleme nur vor uns her. Und irgendwann explodiert der Vulkan!
3. Der Entgegenkommer: Hauptsache Harmonie!
Der Entgegenkommer ist der Friedensstifter schlechthin. Er ist kompromissbereit, einfühlsam und versucht, es allen recht zu machen. Denk an die Person, die immer sagt: "Ja, lasst uns das so machen, wie ihr wollt, mir ist das eigentlich egal". Das ist toll, wenn es um unwichtige Dinge geht oder wenn man eine Beziehung unbedingt erhalten möchte. Aber Achtung: Manchmal gibt man dabei seine eigenen Bedürfnisse zu sehr auf und wird am Ende unglücklich.
4. Der Kompromissler: Die goldene Mitte
Der Kompromissler sucht nach der berühmten „goldenen Mitte“. Er ist bereit, Zugeständnisse zu machen, damit alle Beteiligten ein bisschen bekommen, was sie wollen. Stell dir vor, du streitest mit deinem Partner über das Urlaubsziel. Er will in die Berge, du ans Meer. Der Kompromiss: Ein Urlaub am See! Das ist fair und pragmatisch, aber manchmal fühlt sich der Kompromiss eben auch nur wie die zweitbeste Lösung für alle an.
5. Der Kollaborateur: Gemeinsam zum Ziel!
Der Kollaborateur ist der König unter den Konfliktlösern (oder die Königin!). Er ist kreativ, lösungsorientiert und sucht nach einer Win-Win-Situation für alle. Das ist der Idealfall! Denk an das Team, das brainstormt, bis eine Lösung gefunden ist, mit der wirklich jeder zufrieden ist. Allerdings braucht Kollaboration Zeit, Energie und die Bereitschaft, sich wirklich auf die Bedürfnisse des anderen einzulassen.
Welcher Typ bist DU?
Das Thomas-Kilmann-Modell ist kein starres Korsett. Du musst dich nicht für immer einem Stil verschreiben. Im Gegenteil: Je nach Situation kann es sinnvoll sein, den Konfliktlösungsstil zu wechseln. Manchmal ist es gut, durchsetzungsstark zu sein, manchmal ist es besser, nachzugeben. Das Wichtigste ist, sich seiner eigenen Vorlieben bewusst zu sein und zu lernen, flexibel zu reagieren.
"Es geht nicht darum, wer Recht hat, sondern darum, was funktioniert." – Ein weiser Mensch (wahrscheinlich!)
Also, das nächste Mal, wenn es zwischen dir und jemand anderem knistert, denk an das Thomas-Kilmann-Modell. Überlege, welcher Stil in dieser Situation am besten passt und probiere es aus! Und denk dran: Konflikte sind nicht das Ende der Welt. Sie sind eine Chance, etwas Neues zu lernen, Beziehungen zu stärken und gemeinsam zu wachsen.
Und jetzt, viel Spass beim Konflikte lösen!
