Tim Burton Vincent Film
Okay, Leute, mal ehrlich. Wir alle lieben Tim Burton. Oder zumindest sagen wir das. Wir stehen Schlange für seine Filme. Wir tragen seine Merchandise-Artikel. Aber dürfen wir über einen seiner kleinen, vielleicht etwas...überschätzten Filme reden? Ja, ich meine Vincent.
Vincent: Eine dunkle Puppenstube?
Klar, es ist niedlich. Ein kleiner Junge, Vincent Malloy, der von Edgar Allan Poe besessen ist. Er stellt sich vor, ein verrückter Wissenschaftler zu sein. Gruselig! Oder? Vielleicht eher...süß gruselig?
Ich weiß, ich weiß. Es ist ein Klassiker. Ein Stück Tim Burton-Geschichte. Und Vincent Price! Allein seine Stimme! Unverkennbar. Aber trotzdem...irgendwie finde ich ihn...ein bisschen langweilig?
Die Sache mit dem Schwarz-Weiß
Ja, das Schwarz-Weiß ist stilvoll. Sehr gothisch. Passt zu Burton. Aber es fühlt sich auch... begrenzt an. Als ob er noch nicht so ganz die Farben gefunden hätte, die seine späteren Filme so lebendig machen.
Und die Reime!
"Vincent Malloy ist sieben Jahre alt, er ist stets ganz höflich und nett."Süß, ja. Aber nach dem fünften Mal...fängt es an, sich anzuhören wie ein Gedicht, das man in der Grundschule auswendig lernen musste.
Entschuldigung, aber...
Versteht mich nicht falsch. Ich liebe die Idee. Ein kleiner Junge, der in seiner Fantasie verloren ist. Wer war nicht mal so? Ich erinnere mich, wie ich als Kind meinen Teddybären zu einem gefährlichen Biker-Gang-Boss erklärt habe. Das war auch...kreativ, sagen wir mal.
Aber Vincent wirkt irgendwie...abgehoben. Als ob er in einem Museum ausgestellt wäre, anstatt im Kinderzimmer zu spielen. Er ist mehr Konzept als Gefühl.
Und was ist mit der Message?
Gibt es überhaupt eine Message? Soll es eine Warnung vor exzessiver Fantasie sein? Oder eine Feier der kindlichen Kreativität? Oder einfach nur...Tim Burton, der sich selbst magisch findet? Ich bin mir nicht sicher.
Vielleicht bin ich auch einfach nur zu verwöhnt von Burtons späteren Werken. Nightmare Before Christmas! Corpse Bride! Die haben Herz. Sie haben Humor. Sie haben...irgendwie...mehr Leben?
Die unvermeidliche Schlussfolgerung
Also, hier ist es. Meine (vielleicht) unpopuläre Meinung: Vincent ist...okay. Er ist nicht schlecht. Er ist einfach nicht so gut, wie alle sagen. Er ist ein nettes kleines Appetithäppchen vor dem großen Tim Burton-Menü. Aber ich würde ihn nicht als Hauptgericht bestellen.
Ich erwarte jetzt empörte Kommentare. "Du hast keine Ahnung!" "Vincent ist ein Meisterwerk!" Alles gut. Geschmäcker sind verschieden. Aber ich musste es einfach mal sagen. Es ist raus. Ich habe es gestanden.
Vielleicht sollte ich mir den Film nochmal ansehen. Vielleicht entdecke ich dann die Genialität, die mir bisher entgangen ist. Oder vielleicht bleibe ich einfach dabei, mir Nightmare Before Christmas zum hundertsten Mal anzusehen. Und hey, das ist auch völlig in Ordnung.
Jedenfalls, danke fürs Zuhören (oder Lesen!). Und jetzt...was haltet ihr wirklich von Vincent?
