Tokio Hotel Lyrics Ich Bin Nicht Ich
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wir alle hatten mal eine Tokio Hotel Phase. Manchmal ist es nur eine Phase, manchmal... nun ja, reden wir nicht darüber. Aber ein Song bleibt im Kopf kleben wie Kaugummi am Schuh: Ich Bin Nicht Ich.
Und hier kommt meine – vielleicht – unpopuläre Meinung: Sind die Lyrics nicht ein bisschen… dramatisch? Ich meine, klar, Teenager sein ist hart. Alles ist Weltuntergang, Herzschmerz ist das Ende der Welt, und Mama versteht einen einfach NIIIIIIIIIIIIIIIE! Aber "Ich bin nicht ich, ich bin nicht mehr da"? Puh, tief durchatmen, Bill. Wir kennen das Gefühl.
Die Verwandlung: Raupe zum… Schmetterling?
Im Song geht’s ja um eine Verwandlung. Der Protagonist, nennen wir ihn mal Teenie-Bill, ist nicht mehr der, der er mal war. Er hat sich verändert. Ein Schock! Aber mal ehrlich, wer hat sich in der Pubertät *nicht* verändert? Ich erinnere mich an meine eigenen Verwandlungen: vom schüchternen Mädchen mit Zahnspange zur… naja, sagen wir, einem etwas selbstbewussteren Mädchen mit Zahnspange.
Es ist normal, sich zu entwickeln. Neue Interessen, neuer Kleidungsstil (erinnert sich noch jemand an die Baggy Pants und Bauchfrei-Tops?), neue Musik. Vielleicht fängt man an, Gedichte zu schreiben oder sich für Politik zu interessieren. Plötzlich ist man nicht mehr der, der man gestern war. Aber ist das wirklich so tragisch? Ich finde, es ist eher spannend!
Der innere Kampf: Gut gegen Böse (oder so ähnlich)
In Ich Bin Nicht Ich scheint dieser Wandel aber eher negativ zu sein. Es klingt, als würde Teenie-Bill von einer dunklen Macht übernommen.
"Ich verliere mich, ich bin gefangen"klingt nicht nach einem entspannten Sonntagsspaziergang im Park, sondern eher nach einem Kampf mit dem inneren Dämon. Oder vielleicht einfach nur mit der Akne.
Ich persönlich finde ja, dass man diesen inneren Kampf auch etwas lockerer sehen kann. Klar, es ist nicht immer einfach, sich selbst zu finden. Aber es ist auch nicht immer so apokalyptisch, wie es in dem Song dargestellt wird. Manchmal ist es einfach nur ein bisschen verwirrend. Wie ein Labyrinth aus Pickeln, peinlichen Frisuren und dem Drang, die ganze Zeit Nirvana zu hören.
Der Vergleich: Jeder ist ein bisschen "Nicht Ich"
Trotzdem, und das muss man Tokio Hotel lassen, haben sie mit dem Song einen Nerv getroffen. Jeder von uns kennt das Gefühl, sich fremd zu fühlen. Nicht nur in der Pubertät, sondern auch später im Leben. Nach einer Trennung, nach einem Jobwechsel, nach einer großen Veränderung. Plötzlich schaut man in den Spiegel und denkt: Wer ist diese Person?
Vielleicht ist Ich Bin Nicht Ich also gar nicht so übertrieben, wie ich anfangs dachte. Vielleicht ist es einfach nur eine dramatische Darstellung eines universellen Gefühls. Und vielleicht ist es auch okay, sich mal ein bisschen verloren zu fühlen. Solange man sich nicht von einer dunklen Macht übernehmen lässt (oder von der Akne!).
Denn letztendlich finden wir alle unseren Weg. Wir werden zu dem, was wir sein sollen. Und vielleicht, ganz vielleicht, ist das sogar besser als das, was wir mal waren. Also, Kopf hoch, liebe Ex- und Noch-Tokio-Hotel-Fans! Auch wenn ihr euch manchmal nicht wie ihr selbst fühlt, ist das kein Grund zur Panik. Es ist nur eine Phase. Oder auch nicht. Wer weiß?
Aber eins ist sicher: Die Lyrics von Ich Bin Nicht Ich werden uns noch lange begleiten. Und jedes Mal, wenn ich sie höre, muss ich schmunzeln. Nicht, weil sie so dramatisch sind, sondern weil sie mich daran erinnern, dass wir alle mal Teenager waren. Und dass das gut so ist. Auch wenn wir uns damals alle ein bisschen nicht wie wir selbst gefühlt haben.
Und jetzt mal ehrlich: Wer hat den Song jetzt im Kopf?
