Tom Und Jerry Der Film 1992 Trailer Deutsch
Erinnert ihr euch noch an 1992? Die Spice Girls waren noch nicht da, das Internet war...anders, und in den Kinos lief ein Film, der viele Kinder (und Erwachsene!) überrascht hat: Tom und Jerry – Der Film.
Die sprechenden Freunde (oder Feinde?)
Ja, ihr habt richtig gelesen. In diesem Film reden Tom und Jerry! Für viele war das ein Schock. Schließlich kannten wir die beiden als stumme Meister der Slapstick-Komödie. Die Cartoons lebten von ihren Gesichtsausdrücken, ihren wahnwitzigen Verfolgungsjagden und den genialen Fallen, die sie sich gegenseitig stellten. Aber plötzlich sollten sie uns ihre Gedanken mitteilen? In ganzen Sätzen?
Klar, manche Puristen waren entsetzt. "Das ist doch nicht mehr Tom und Jerry!", hörte man oft. Aber hey, Veränderung kann auch spannend sein! Und ehrlich gesagt, war es auch irgendwie lustig, die beiden Streithähne endlich mal reden zu hören. Auch wenn ihre Stimmen vielleicht nicht jedem gefallen haben – es war definitiv...anders.
Ein neues Abenteuer
Der Film katapultiert Tom und Jerry aus ihrer gewohnten Umgebung heraus. Sie sind plötzlich heimatlos und treffen auf ein junges Mädchen namens Robyn Starling, die vor ihrer bösen Vormundin Tante Pristine Figg und deren Anwalt flieht. Natürlich schließen sich Tom und Jerry zusammen, um Robyn zu helfen (Ja, richtig gelesen. Zusammen!). Und das, obwohl sie sich eigentlich lieber gegenseitig in die Pfanne hauen würden.
Die Geschichte ist ziemlich klassisch: Ein Waisenkind in Not, böse Schurken und ein Happy End. Aber es ist eben auch Tom und Jerry! Das bedeutet also jede Menge Slapstick, Verfolgungsjagden und absurde Situationen. Nur eben mit Dialogen.
Musikalische Einlagen
Was viele vielleicht vergessen haben: Tom und Jerry – Der Film ist auch ein Musical! Ja, es gibt Gesangseinlagen. Und ja, sie sind...nun ja, sie sind da. Die Songs sind vielleicht nicht die Ohrwürmer, die man noch Jahrzehnte später summt, aber sie passen irgendwie zum Gesamtbild des Films: Etwas ungewöhnlich, etwas kitschig, aber irgendwie auch liebenswert.
Tom und Jerry singen, Robyn singt, sogar die böse Tante Figg schmettert ein paar Töne. Es ist ein bunter Mix aus Musical-Klischees und Tom und Jerry-Chaos.
Man muss dem Film zugutehalten, dass er versucht hat, etwas Neues zu wagen. Ob es gelungen ist, ist natürlich Geschmackssache.
Warum der Film trotzdem Spaß macht
Auch wenn Tom und Jerry – Der Film nicht jedermanns Sache ist, hat er doch seinen Charme. Er ist ein Produkt seiner Zeit, ein bunter, lauter und etwas chaotischer Animationsfilm, der versucht hat, die bekannten Figuren in eine neue Richtung zu lenken.
Die Animation ist für damalige Verhältnisse gut gemacht, die Gags sind teilweise wirklich witzig (auch wenn sie nicht mehr ganz so subtil sind wie in den Original-Cartoons) und die Geschichte ist herzerwärmend. Und mal ehrlich, wer kann schon einem Tom und Jerry widerstehen, die sich ausnahmsweise mal nicht gegenseitig an die Gurgel gehen?
Vielleicht sollte man den Film einfach mal mit anderen Augen sehen. Nicht als heilige Tom und Jerry-Offenbarung, sondern als ein Experiment, als einen Versuch, die beiden Kultfiguren in einem neuen Kontext zu präsentieren. Und wer weiß, vielleicht entdeckt man ja doch den einen oder anderen Gag, der einen zum Lachen bringt.
Ein Stück Nostalgie
Tom und Jerry – Der Film ist in erster Linie ein Stück Nostalgie. Er erinnert an eine Zeit, in der Animationsfilme noch etwas einfacher gestrickt waren, in der Slapstick-Humor hoch im Kurs stand und in der man noch bereit war, neue Dinge auszuprobieren. Ob das Experiment geglückt ist, sei dahingestellt. Aber eins ist sicher: Vergessen wird man diesen Film so schnell nicht.
Wenn ihr also mal wieder Lust auf einen etwas anderen Tom und Jerry-Film habt, dann gebt diesem Film eine Chance. Vielleicht werdet ihr überrascht sein. Oder zumindest schmunzeln. Und wer weiß, vielleicht summt ihr ja am Ende sogar einen der Songs mit.
Denkt daran: Es ist nur ein Film. Und manchmal darf man einfach Spaß haben, auch wenn Tom und Jerry plötzlich reden und singen.
