Trainingsplan 10 Km 50 Min
Okay, hören wir mal zu. 10 Kilometer in 50 Minuten. Sagen wir mal so: Ich hab schon schlechtere Witze gehört.
Der ominöse 10k-Plan: Eine unpopuläre Meinung
Jeder hat ihn. Jeder redet drüber. Der 10k-Trainingsplan. Und, ganz ehrlich? Die meisten verschwinden schneller wieder, als du "Pace-Verbesserung" sagen kannst. Bin ich der Einzige, der das so sieht?
Ich mein, klar, die Idee klingt super. 50 Minuten für 10 Kilometer. Das ist schon eine Ansage. Respekt, wer das schafft! Aber dieser ganze Perfektionismus, der damit einhergeht… puuuh.
Intervalltraining: Feind oder Freund?
Da wären zum Beispiel die Intervalle. 400 Meter Vollgas, dann 200 Meter traben. Und das gefühlte 800 Mal. Sorry, aber ich renne, um den Kopf frei zu bekommen. Nicht, um Matheaufgaben auf der Tartanbahn zu lösen.
Versteht mich nicht falsch. Ich weiß, dass Intervalle helfen. Aber muss es wirklich so genau sein? Kann man nicht einfach mal ein bisschen schneller rennen, wenn man Bock hat, und ein bisschen langsamer, wenn nicht?
"Pace-Angaben sind Schall und Rauch. Außer, sie stehen auf dem Bierdeckel nach dem Lauf." - Ein sehr weiser Mensch (vermutlich ich).
Ruhetage: Die Kunst des Nichtstuns (die ich nicht beherrsche)
Und dann die Ruhetage. Einerseits super wichtig, andererseits… TODLANGWEILIG. Mein Körper schreit nach Bewegung. Und dann soll ich auf der Couch sitzen und nichts tun? Das ist Folter!
Ich glaube, mein Ruhetag-Problem ist, dass ich ihn immer mit schlechtem Gewissen verbinde. "Hättest du nicht noch eine kleine Runde drehen können?" Nein! Steht im Plan! Aber das Gewissen… es nagt.
Die Sache mit der Ernährung: Salat ist kein Verbrechen (aber fast)
Ach ja, die Ernährung. Bloß keine Pizza mehr! Nur noch Salat und proteinreiche Shakes. Leute, ernsthaft? Ich lebe, um zu essen. Und ich esse definitiv nicht, um zu leben. Da ist eine leckere Pasta mit Meeresfrüchten wesentlich sinnvoller! Und ein Stück Kuchen gehört einfach dazu, finde ich. Man muss sich ja auch belohnen, für die ganzen Strapazen, die man beim Laufen so auf sich nimmt.
Klar, ausgewogene Ernährung ist wichtig. Aber ein bisschen Spaß muss doch auch sein. Ich bin ja kein Profi, sondern ein Hobby-Läufer mit chronischem Kuchen-Appetit.
Der innere Schweinehund: Mein bester Freund und schlimmster Feind
Der größte Gegner auf dem Weg zur 50-Minuten-Marke ist natürlich der innere Schweinehund. Der kleine Kerl, der mir jeden Morgen ins Ohr flüstert: "Bleib doch liegen! Es ist so gemütlich hier!"
Und meistens hat er ja auch recht. Aber manchmal, nur manchmal, besiege ich ihn. Und dann fühlt sich das richtig gut an. So gut, dass ich es fast bereue, mich über Trainingspläne lustig gemacht zu haben. Fast.
Der Trick ist, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Wenn es heute nicht läuft, dann läuft es eben morgen. Und wenn die 50 Minuten nie fallen… na und? Hauptsache, man hat Spaß dabei!
Denn ganz ehrlich: Wer will schon ein Leben führen, in dem alles durchgetaktet und perfekt optimiert ist? Ich nicht. Ich will lieber ein Leben mit ein paar kleinen Sünden, ein bisschen Chaos und ganz viel Spaß am Laufen. Auch wenn es dann vielleicht ein paar Minuten länger dauert.
Also, lauft, genießt die Natur, esst Kuchen und lasst euch nicht von irgendwelchen Trainingsplänen stressen. Das ist meine unpopuläre Meinung. Und ich stehe dazu!
Und jetzt? Ab auf die Couch. Der Ruhetag ruft (und ich versuche, das schlechte Gewissen zu ignorieren).
