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Triumph Des Willens Leni Riefenstahl


Triumph Des Willens Leni Riefenstahl

Leni Riefenstahl (1902-2003) ist eine der umstrittensten Figuren der deutschen Filmgeschichte. Sie war eine talentierte Filmemacherin, Schauspielerin und Fotografin, die vor allem für ihre Propagandafilme im Dienst des Nationalsozialismus bekannt ist. Besonders hervorzuheben ist hierbei der Film "Triumph des Willens" (1935), der die Reichsparteitag der NSDAP 1934 in Nürnberg dokumentiert und zu einem Meilenstein der Filmgeschichte wurde, gleichzeitig aber auch für seine ideologische Ausrichtung scharf kritisiert wird. Dieser Artikel beleuchtet Riefenstahls Karriere, die Entstehung und Wirkung von "Triumph des Willens" und die anhaltende Debatte um ihre Rolle im Nationalsozialismus.

Frühe Karriere und Hinwendung zum Film

Helene Bertha Amalie "Leni" Riefenstahl wurde am 22. August 1902 in Berlin geboren. Ursprünglich strebte sie eine Karriere als Tänzerin an und erlangte in den 1920er Jahren einige Erfolge. Eine Knieverletzung zwang sie jedoch, ihren Traum aufzugeben. Durch ihre Begeisterung für Bergfilme, insbesondere die von Arnold Fanck, fand sie ihren Weg zum Film. Sie debütierte als Schauspielerin in Fancks Film "Der Heilige Berg" (1926) und spielte in weiteren Bergfilmen mit, die in der Weimarer Republik populär waren. Riefenstahl etablierte sich schnell als talentierte und ambitionierte Schauspielerin und übernahm zunehmend auch Regiearbeiten. 1932 realisierte sie ihren ersten eigenen Spielfilm als Regisseurin, Drehbuchautorin und Hauptdarstellerin: "Das blaue Licht", einen mystischen Bergfilm, der ihr internationale Anerkennung einbrachte.

"Triumph des Willens": Ein Propagandafilm par excellence

Die Entstehung

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 markierte einen Wendepunkt in Riefenstahls Karriere. Adolf Hitler, der von Riefenstahls Talent und ihrem Gespür für visuelle Ästhetik beeindruckt war, beauftragte sie mit der Dokumentation des Reichsparteitags 1934 in Nürnberg. Ursprünglich war ein anderer Regisseur vorgesehen, doch Hitler persönlich wählte Riefenstahl aus. Ihr wurde absolute künstlerische Freiheit zugesichert, was ihr ermöglichte, den Film nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Die Dreharbeiten dauerten mehrere Tage und erforderten ein großes Team und umfangreiche technische Ausrüstung. Riefenstahl setzte innovative Kameratechniken ein, darunter Kranfahrten, Luftaufnahmen und den Einsatz von Teleobjektiven, um die Massenveranstaltung eindrucksvoll einzufangen.

Inhalt und Ästhetik

"Triumph des Willens" ist kein neutraler Dokumentarfilm, sondern ein hochstilisiertes Propagandawerk, das die Macht und den Führerkult des Nationalsozialismus verherrlicht. Der Film zeigt den Einmarsch der SA und SS, die Reden von Parteigrößen wie Hitler, Himmler und Goebbels, sowie die Massenaufmärsche und militärischen Paraden. Riefenstahl inszenierte die Ereignisse mit großer Sorgfalt, um eine beeindruckende und einschüchternde Wirkung zu erzielen. Sie nutzte Licht, Schatten und Musik, um eine Atmosphäre der Begeisterung und des Zusammenhalts zu erzeugen. Der Film verzichtet weitgehend auf Kommentar und lässt stattdessen die Bilder für sich sprechen. Die Ästhetik des Films ist von monumentaler Architektur, Uniformität und Disziplin geprägt, was die Ideologie des Nationalsozialismus widerspiegelt.

Die Wirkung und Rezeption

"Triumph des Willens" wurde nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1935 von der NS-Propaganda gefeiert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Der Film trug maßgeblich zur Verfestigung des Hitler-Mythos und zur Mobilisierung der Bevölkerung für die nationalsozialistische Ideologie bei. Im Ausland wurde der Film zunächst ebenfalls für seine technische Brillanz gelobt, aber zunehmend auch für seine propagandistische Ausrichtung kritisiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde "Triumph des Willens" verboten und gilt bis heute als eines der umstrittensten Werke der Filmgeschichte.

Weitere Filme im Nationalsozialismus und Nachkriegszeit

Neben "Triumph des Willens" drehte Riefenstahl weitere Filme im Dienst des Nationalsozialismus, darunter "Tag der Freiheit: Unsere Wehrmacht" (1935), der die deutsche Wehrmacht glorifizierte, und "Olympia" (1938), ein zweiteiliger Dokumentarfilm über die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. "Olympia" gilt ebenfalls als Meisterwerk der Filmgeschichte und zeichnet sich durch innovative Kameratechniken und eine ästhetische Darstellung der Athleten aus. Gleichzeitig wird der Film jedoch auch für seine Nähe zur NS-Ideologie kritisiert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Riefenstahl mehrmals verhaftet und entnazifiziert, aber nie wegen Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Sie beteuerte stets, keine Kenntnis von den Gräueltaten des Nationalsozialismus gehabt zu haben und lediglich ihre Arbeit als Filmemacherin getan zu haben. Diese Behauptung ist jedoch umstritten, da Riefenstahl enge Kontakte zu führenden NS-Funktionären pflegte und von den Ressourcen des Regimes profitierte.

In den Nachkriegsjahren wurde Riefenstahl von der Filmindustrie weitgehend gemieden. Sie widmete sich der Fotografie und unternahm mehrere Expeditionen nach Afrika, wo sie die Nuba-Stämme im Sudan fotografierte. Ihre Fotografien wurden in renommierten Magazinen veröffentlicht und trugen zu ihrer Rehabilitierung bei. In den 1970er Jahren drehte sie ihren letzten Film, "Tiefland" (1954), der jedoch wenig Erfolg hatte. Riefenstahl starb am 8. September 2003 im Alter von 101 Jahren in Pöcking am Starnberger See.

Die anhaltende Kontroverse

Leni Riefenstahl bleibt eine äußerst umstrittene Figur. Ihre Filme werden einerseits für ihre technische Brillanz und ästhetische Qualität gelobt, andererseits für ihre propagandistische Funktion und ihre Nähe zum Nationalsozialismus kritisiert. Die Frage, inwieweit Riefenstahl für die Verbreitung der NS-Ideologie verantwortlich ist, wird bis heute diskutiert. Kritiker werfen ihr vor, sich bewusst in den Dienst des Regimes gestellt und dessen Propaganda aktiv unterstützt zu haben. Befürworter betonen ihre künstlerische Freiheit und ihr Talent als Filmemacherin und argumentieren, dass sie lediglich ihre Arbeit getan habe, ohne die politischen Konsequenzen zu berücksichtigen. Es ist wichtig zu beachten, dass Riefenstahl selbst immer ihre politische Unschuld betonte und argumentierte, sie sei lediglich eine Künstlerin gewesen, die von den Nationalsozialisten instrumentalisiert wurde.

Die Auseinandersetzung mit Leni Riefenstahl und ihren Filmen ist essenziell, um die Mechanismen der Propaganda und die Rolle der Kunst im totalitären System zu verstehen. Ihre Arbeit zeigt, wie visuelle Ästhetik und innovative Filmtechniken zur Manipulation der Massen eingesetzt werden können.

Für Expats und Neuankömmlinge in Deutschland ist es von Bedeutung, sich mit der deutschen Geschichte und den komplexen Zusammenhängen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Die Auseinandersetzung mit Persönlichkeiten wie Leni Riefenstahl hilft dabei, die Vergangenheit zu verstehen und Lehren für die Zukunft zu ziehen. Das Verständnis von Riefenstahls Wirken bietet Einblicke in die deutsche Kultur und die Sensibilität, die bei der Betrachtung bestimmter historischer Ereignisse erforderlich ist. Es zeigt auch, wie Kunst und Politik miteinander verwoben sein können und welche Verantwortung Künstler in einer Gesellschaft tragen.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Leni Riefenstahl war eine talentierte Filmemacherin, Schauspielerin und Fotografin.
  • "Triumph des Willens" ist ein Meisterwerk der Filmgeschichte, aber auch ein Propagandafilm des Nationalsozialismus.
  • Riefenstahls Rolle im Nationalsozialismus ist bis heute umstritten.
  • Die Auseinandersetzung mit ihrer Arbeit ist wichtig, um die Mechanismen der Propaganda zu verstehen.
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