Trotzverhalten Bei Erwachsenen Psychologie
Kennst du das? Du stehst im Supermarkt, und obwohl du eigentlich Gemüse für ein gesundes Abendessen kaufen wolltest, schreit dein inneres Kind plötzlich: "NEIN! ICH WILL SCHOKOLADE!" Und nicht irgendeine, sondern die mit den extra-vielen Nüssen, die du dir eigentlich verkneifen wolltest. Herzlich willkommen im Club der Erwachsenen mit gelegentlichen Trotzphasen!
Klar, wir sind keine kleinen Kinder mehr, die sich bockig auf den Boden werfen. Aber dieses Gefühl, wenn man einfach mal "NEIN!" sagen will, obwohl es vielleicht unvernünftig ist, das kennen wir doch alle, oder?
Was ist das denn – "Trotzverhalten" bei Erwachsenen?
Im Grunde ist es ganz einfach: Es ist, wenn wir uns mal so richtig gegen etwas auflehnen, obwohl wir wissen, dass es vielleicht nicht die beste Idee ist. Es ist der kleine Rebell in uns, der mal wieder auf Krawall gebürstet ist. Wir nennen es jetzt mal liebevoll "Erwachsenen-Trotz". Stell dir vor, dein Chef gibt dir eine Deadline, die einfach nur utopisch ist. Dein erster Impuls? "Niemals! Das schaffe ich nie!" Das ist Trotz. Auch wenn du dann vielleicht doch bis spät in die Nacht arbeitest (seufz...).
Typische Anzeichen? Kennst du diese Situationen?
Hier ein paar Beispiele, bei denen der Erwachsenen-Trotz gerne mal durchbricht:
- Diät-Desaster: Du hast dir fest vorgenommen, gesund zu essen, aber dann lockt der Kuchen beim Bäcker einfach zu verführerisch. Und schwupps, ist die ganze Diät für den Tag vergessen.
- "Ich mache jetzt gar nichts!": Du hast einen Berg von Aufgaben vor dir, aber stattdessen chillst du lieber auf der Couch und schaust Serien. Aus Prinzip! (Weil du ja so gestresst bist und eine Pause verdient hast!).
- Shopping-Suchtdruck: Du hast eigentlich kein Geld, aber das neue Paar Schuhe im Schaufenster ruft deinen Namen. Vernunft? Weggesperrt! Karte gezückt!
- Diskussionen mit dem Partner/der Partnerin: Obwohl du weißt, dass er/sie Recht hat, gibst du nicht nach. Es geht ums Prinzip! (Auch wenn das Prinzip vielleicht gerade nicht so ganz klar ist…).
"Der innere Schweinehund ist ein sehr komplexes Wesen, das oft mit dem inneren Trotzkopp im Bunde steht." – Unbekannter Experte für Lebensweisheiten
Warum machen wir das überhaupt?
Es gibt verschiedene Gründe, warum wir uns manchmal wie bockige Teenager benehmen. Oft ist es einfach ein Ventil für Stress oder Frustration. Wir fühlen uns überfordert, kontrolliert oder einfach nur müde. Der Erwachsenen-Trotz ist dann eine Art Mini-Revolution gegen die täglichen Anforderungen. Manchmal steckt aber auch der Wunsch nach Autonomie und Selbstbestimmung dahinter. Wir wollen zeigen, dass wir eben doch noch selbst entscheiden, was wir tun und lassen.
Und mal ehrlich, manchmal ist es auch einfach nur...lustig! Ein bisschen Unfug muss doch erlaubt sein, oder? Wer hat noch nie heimlich einen Keks aus der Keksdose geklaut, obwohl er wusste, dass er es nicht soll?
Wie umgehen mit dem inneren Trotzkopf?
Keine Sorge, du musst jetzt nicht gleich zum Therapeuten rennen. Ein bisschen Erwachsenen-Trotz ist völlig normal und sogar gesund. Aber wenn er überhandnimmt und dein Leben negativ beeinflusst, dann solltest du vielleicht mal genauer hinschauen.
Hier ein paar Tipps:
- Akzeptanz: Erkenne an, dass du gerade eine Trotzphase hast. Schimpfe nicht mit dir selbst, sondern nimm es mit Humor.
- Selbstreflexion: Frag dich, was hinter deinem Trotz steckt. Bist du gestresst? Fühlst du dich überfordert?
- Alternativen: Suche nach gesünderen Wegen, um deine Bedürfnisse zu befriedigen. Statt den ganzen Kuchen zu essen, gönn dir vielleicht nur ein kleines Stück. Statt den ganzen Tag zu prokrastinieren, arbeite eine Stunde konzentriert und mach dann eine Pause.
- Humor: Lache über dich selbst! Erwachsenen-Trotz kann ganz schön albern sein. Wenn du darüber lachen kannst, verliert er oft schon seinen Schrecken.
- Belohnung: Belohne dich, wenn du deinen inneren Trotzkopf überwunden hast. Das motiviert!
Also, das nächste Mal, wenn dein inneres Kind losschreit: Atme tief durch, lächle und entscheide, ob du ihm nachgibst oder nicht. Manchmal ist es okay, sich dem Trotz hinzugeben, manchmal ist es besser, die Vernunft siegen zu lassen. Hauptsache, du hast Spaß dabei!
Und denk daran: Wir sind alle nur Menschen. Auch Erwachsene dürfen mal bockig sein. Hauptsache, wir nehmen uns selbst nicht zu ernst.
