Typische Berufskleidung Und Reinigungskosten Pauschale 2020
Stell dir vor, du bist gerade in Deutschland angekommen, voller Tatendrang und bereit, die Kultur zu erkunden! Vielleicht planst du einen längeren Aufenthalt, arbeitest hier oder hast einfach nur Lust, dich in die lokale Lebensweise einzufinden. Da kommen einem natürlich Fragen auf: Wie ist das eigentlich mit der Arbeitskleidung und den Reinigungskosten? Und was hatte es mit dieser Pauschale 2020 auf sich? Lass mich dir von meinen eigenen Erfahrungen erzählen und dir ein bisschen Licht ins Dunkel bringen – ganz ohne Paragraphen-Dschungel, versprochen!
Meine erste Begegnung mit dem Thema „typische Berufskleidung“ war in einem kleinen Café in München. Ich hatte mich dort als Aushilfe beworben, und schon im Vorstellungsgespräch wurde mir klar, dass es hier etwas anders läuft als in meiner Heimat. Der Besitzer erklärte mir freundlich, dass ich zwar keine spezielle Uniform tragen müsste, aber dunkle, ordentliche Kleidung erwünscht sei. Schwarze Hose, weiße Bluse – das war der Dresscode. Und dann kam die Frage: „Werden Sie sich selbst darum kümmern oder möchten Sie, dass wir das übernehmen?“
Was ist typische Berufskleidung?
Hier liegt nämlich der Knackpunkt: Berufskleidung ist nicht gleich normale Kleidung. Damit etwas als Berufskleidung gilt, muss es bestimmte Kriterien erfüllen. Es muss eindeutig berufsbedingt sein. Das bedeutet, dass es sich um Kleidung handeln muss, die du ausschließlich oder fast ausschließlich während deiner Arbeitszeit trägst und die auf deinen Beruf zugeschnitten ist. Denk an den Blaumann des Handwerkers, die Kochjacke des Küchenchefs oder die Uniform der Krankenschwester. Diese Kleidung ist oft mit dem Logo des Unternehmens versehen und dient dem Schutz des Trägers oder der Hygiene.
Anders sieht es aus, wenn du wie ich im Café „nur“ dunkle Kleidung tragen sollst. Das ist zwar ein Dresscode, aber keine typische Berufskleidung im steuerlichen Sinne. Denn die schwarze Hose und die weiße Bluse kann ich ja auch privat tragen. Und genau das ist der Unterschied!
Die Reinigungskostenpauschale: Ein Relikt aus 2020
So, jetzt kommen wir zu dem interessanten Teil: der Reinigungskostenpauschale 2020. Du hast davon gehört? Vielleicht im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie? Richtig! Im Jahr 2020 gab es eine Sonderregelung aufgrund der besonderen Hygieneanforderungen, die in vielen Berufen galten. Viele Arbeitnehmer mussten ihre Berufskleidung häufiger und intensiver reinigen als sonst. Um sie dabei zu unterstützen, wurde eine Pauschale eingeführt. Diese Pauschale sollte es einfacher machen, die Reinigungskosten steuerlich geltend zu machen, ohne jeden einzelnen Waschgang nachweisen zu müssen.
Aber Achtung: Diese Pauschale war speziell für das Jahr 2020 gedacht und ist seitdem nicht mehr gültig! Das bedeutet, dass du für die Reinigungskosten deiner Berufskleidung in den Folgejahren wieder die regulären Regeln beachten musst.
Was heißt das konkret? Wenn du typische Berufskleidung hast, die du selbst reinigen musst, kannst du die Kosten dafür in deiner Steuererklärung als Werbungskosten absetzen. Du kannst entweder die tatsächlichen Kosten nachweisen (z.B. durch Quittungen für Waschmittel, Strom usw.) oder eine Pauschale pro Waschgang ansetzen. Die Pauschalen variieren je nach Art der Kleidung und dem Verschmutzungsgrad. Am besten informierst du dich beim Finanzamt oder einem Steuerberater über die aktuellen Sätze.
Ein Beispiel: Mein Freund, ein Koch, trägt täglich seine Kochjacke und -hose. Er wäscht sie zu Hause, da er keine Reinigung in Anspruch nimmt. Er sammelt keine Quittungen, sondern setzt stattdessen eine Pauschale pro Waschgang an. Er hat recherchiert, dass für stark verschmutzte Arbeitskleidung ein höherer Satz gilt, und kann so einen Teil seiner Kosten in der Steuererklärung geltend machen.
Wie du deine Reinigungskosten geltend machst
Hier sind ein paar Tipps, wie du am besten vorgehst, um deine Reinigungskosten korrekt in deiner Steuererklärung anzugeben:
- Dokumentiere deine Kosten: Sammle alle Quittungen für Waschmittel, Strom (wenn du die Kosten separat nachweisen kannst) und eventuelle Reparaturen deiner Berufskleidung.
- Führe ein Wäschebuch: Notiere, wie oft du deine Berufskleidung wäschst. Das hilft dir, die Anzahl der Waschgänge zu dokumentieren, falls du keine Quittungen hast und stattdessen eine Pauschale ansetzen möchtest.
- Informiere dich über die Pauschalen: Frage beim Finanzamt oder einem Steuerberater nach den aktuellen Pauschalen für die Reinigung von Berufskleidung. Die Sätze können sich ändern.
- Gib deine Kosten in der Steuererklärung an: Trage die Reinigungskosten unter den Werbungskosten in deiner Steuererklärung ein.
Achtung: Wenn dein Arbeitgeber dir einen Zuschuss zu den Reinigungskosten zahlt, musst du diesen Betrag von deinen absetzbaren Kosten abziehen.
Was, wenn dein Arbeitgeber die Reinigung übernimmt?
Manchmal ist es so, dass der Arbeitgeber die Reinigung der Berufskleidung übernimmt. Das ist natürlich die einfachste Lösung für dich! In diesem Fall musst du dich um nichts kümmern und kannst die Reinigungskosten nicht in deiner Steuererklärung geltend machen. Aber hey, du sparst dir ja auch die Arbeit und die Kosten!
Ein Tipp: Frag deinen Arbeitgeber, ob er die Reinigung der Berufskleidung übernimmt oder ob er einen Zuschuss zahlt. Das kann dir viel Aufwand und Kosten ersparen.
Meine persönlichen Erfahrungen
Zurück zum Café in München. Da ich ja keine typische Berufskleidung hatte, konnte ich die Kosten für die schwarze Hose und die weiße Bluse nicht als Werbungskosten absetzen. Aber ich habe gelernt, dass es wichtig ist, sich im Vorfeld zu informieren und mit dem Arbeitgeber zu sprechen. So kann man Missverständnisse vermeiden und sicherstellen, dass man alle Rechte und Pflichten kennt.
Und was die Reinigung betrifft: Ich habe einfach darauf geachtet, meine Kleidung pfleglich zu behandeln und sie regelmäßig zu waschen. So habe ich auch ohne Pauschale und Steuererklärung alles sauber und ordentlich gehalten.
Mein Fazit: Die Sache mit der Berufskleidung und den Reinigungskosten kann am Anfang etwas kompliziert erscheinen. Aber mit ein bisschen Recherche und den richtigen Informationen ist es gar nicht so schwer, den Überblick zu behalten. Und denk dran: Frag im Zweifelsfall immer deinen Arbeitgeber oder einen Steuerberater. Sie können dir am besten weiterhelfen und sicherstellen, dass du alles richtig machst.
So, und jetzt ab ins nächste Café! Vielleicht triffst du ja jemanden, der dir noch mehr über das deutsche Arbeitsleben erzählen kann. Viel Spaß auf deiner Reise!
Disclaimer: Ich bin kein Steuerberater. Die Informationen in diesem Artikel dienen nur der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle Beratung. Bitte wende dich an einen Steuerberater oder das Finanzamt, um dich individuell beraten zu lassen.
