übungen Englisch Adjektiv Oder Adverb
Hallo liebe Reisefreunde! Eure Lisa hier, zurück von einem unglaublichen Trip durch Schottland. Die Landschaft war atemberaubend und das Haggis... nun ja, sagen wir mal, es war eine Erfahrung! Aber abseits von malerischen Burgen und nebligen Highlands, bin ich auf etwas gestoßen, das mir, ehrlich gesagt, auch ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet hat – die englische Grammatik. Genauer gesagt, die Frage: Adjektiv oder Adverb? Gerade wenn man sich verständlich machen und die Schönheit eines Ortes richtig beschreiben will, ist das gar nicht so einfach.
Während meiner Reise habe ich nämlich gemerkt, wie schnell man in Fettnäpfchen treten kann. Ich wollte zum Beispiel sagen, dass das schottische Frühstück unglaublich lecker war. Also sagte ich: "This breakfast is incredibly!". Klingt doch gut, oder? Stimmt, aber das "ly" am Ende macht aus dem Adjektiv (incredible) ein Adverb. Und das bedeutet, dass ich nicht das Frühstück beschreibe, sondern... naja, dass das Frühstück irgendetwas unglaublich *macht*. Völlig falsch! Ich hätte sagen müssen: "This breakfast is incredible!".
Warum ist das wichtig für Reisende?
Klar, die meisten Leute verstehen, was man meint, auch wenn man mal danebenliegt. Aber wenn du wirklich in die Kultur eintauchen, dich mit Einheimischen unterhalten und deinen Reiseeindrücken präzise Ausdruck verleihen willst, dann ist es Gold wert, den Unterschied zwischen Adjektiven und Adverbien zu kennen. Stell dir vor, du möchtest sagen, wie freundlich die Leute in einem kleinen italienischen Dorf waren. "The people were friendly" – perfekt! Aber "The people greeted us friendly" – klingt komisch, weil man hier beschreiben will, *wie* sie uns begrüßt haben (freundlich), also braucht man ein Adverb: "The people greeted us friendly!".
Praktische Übungen für unterwegs
Keine Sorge, ihr müsst jetzt nicht stundenlang Grammatikbücher wälzen! Ich habe ein paar einfache Übungen für euch zusammengestellt, die ihr ganz bequem auf eurer nächsten Reise machen könnt.
Übung 1: Beschreibungen schärfen
Nehmt euch einen Moment Zeit und beobachtet eure Umgebung. Beschreibt dann, was ihr seht, aber achtet genau darauf, ob ihr ein Adjektiv oder ein Adverb braucht.
Beispiel: Ich stehe auf einer Brücke in Prag. Die Moldau fließt unter mir hindurch. Die Sonne scheint.
Falsch: "The river flows quickly." (beschreibt, *wie* der Fluss fließt)
Richtig: "The river is quick." (beschreibt, *was für ein* Fluss es ist – ein schneller Fluss.)
Richtig: "The sun shines brightly." (beschreibt, *wie* die Sonne scheint)
Richtig: "The sun is bright." (beschreibt, *was für eine* Sonne es ist – eine helle Sonne.)
Versucht, so viele Details wie möglich einzubauen. Beschreibt die Farben, die Geräusche, die Gerüche. Je mehr ihr übt, desto leichter wird es euch fallen, den Unterschied zu erkennen.
Übung 2: Bewertungen abgeben
Ob Restaurant, Hotel oder Museum – überall könnt ihr Bewertungen abgeben. Nutzt diese Gelegenheit, um eure Englischkenntnisse zu verbessern. Achtet darauf, wie ihr eure Meinungen formuliert.
Beispiel: Das Essen in dem kleinen Restaurant in Lissabon war wirklich gut.
Falsch: "The food tasted goodly."
Richtig: "The food tasted good." (Geschmack = Adjektiv, es beschreibt *wie* das Essen war)
Richtig: "The chef cooked the food well." (Kochvorgang = Adverb, es beschreibt *wie* der Koch gekocht hat)
Lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr am Anfang Fehler macht. Das ist ganz normal! Wichtig ist, dass ihr daraus lernt und es beim nächsten Mal besser macht.
Übung 3: Einheimische fragen
Keine Scheu! Fragt einfach Einheimische, ob eure Sätze korrekt sind. Die meisten Leute sind gerne bereit, zu helfen. Und wer weiß, vielleicht lernt ihr dabei sogar neue Freunde kennen!
Ein paar Eselsbrücken, die wirklich helfen
Manchmal ist es einfach schwierig, sich die Regeln zu merken. Hier sind ein paar Eselsbrücken, die mir geholfen haben:
- "Sein" ist Adjektiv: Wenn du etwas beschreibst, *wie* etwas ist (z.B. "Der Himmel ist blau"), dann brauchst du ein Adjektiv.
- "Tun" ist Adverb: Wenn du beschreibst, *wie* jemand etwas tut (z.B. "Er singt schön"), dann brauchst du ein Adverb.
- "ly" macht's adverbisch: Viele Adverbien enden auf "-ly". Aber Vorsicht! Nicht alle Wörter, die auf "-ly" enden, sind Adverbien (z.B. "friendly").
Meine persönlichen Reise-Grammatik-Fails (und was ich daraus gelernt habe)
Ich will ehrlich sein: Auch ich habe schon einige peinliche Grammatikfehler gemacht. Einmal wollte ich in Dublin sagen, dass das Guinness *schwarz* ist. Ich sagte aber stattdessen: "The Guinness tastes blackly!". Die Barkeeperin hat mich freundlich korrigiert und mir erklärt, dass ich "black" sagen muss. Seitdem achte ich noch mehr auf den Unterschied zwischen Adjektiv und Adverb.
Ein anderes Mal wollte ich meine Begeisterung über einen Sonnenuntergang in Santorini ausdrücken. Ich sagte: "The sunset was beautifully!". Mein griechischer Freund hat gelacht und gesagt: "Lisa, der Sonnenuntergang war nicht auf schöne Art und Weise, er war einfach schön!" Also: "The sunset was beautiful!".
Fazit: Übung macht den Meister (oder die Meisterin!)
Lasst euch nicht von der Grammatik abschrecken! Das Wichtigste ist, dass ihr Spaß am Reisen habt und euch traut, Englisch zu sprechen. Je mehr ihr übt, desto besser werdet ihr. Und selbst wenn ihr mal einen Fehler macht, ist das kein Weltuntergang. Im Gegenteil: Es ist eine Chance, etwas Neues zu lernen. Und vielleicht sogar, um mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen!
Also, packt eure Koffer, übt fleißig und genießt eure nächste Reise! Und vergesst nicht: "The journey is good!", nicht "The journey is goodly!" ;)
Bis bald, eure Lisa!
