übungen Zu Plus Que Parfait
Hallo ihr Lieben! Eure reiselustige Sprachabenteurerin ist wieder da, und dieses Mal habe ich etwas ganz Besonderes für euch im Gepäck: Eine kleine, aber feine Sprachschnitzeljagd durch die Welt des Plus-que-parfait! Ich weiß, ich weiß, Grammatik klingt erstmal nicht nach dem aufregendsten Urlaubsprogramm, aber glaubt mir, wenn ihr diesen Stolperstein aus dem Weg räumt, werdet ihr euch in Frankreich und anderen französischsprachigen Regionen viel freier und sicherer fühlen. Und mal ehrlich, wer möchte schon im pittoresken Café am Place du Tertre sitzen und sich nicht trauen, über seine gestrige Museumstour zu erzählen, weil die Grammatik streikt?
Ich erinnere mich noch gut an meine eigene Reise nach Paris vor einigen Jahren. Ich hatte fleißig Vokabeln gelernt und dachte, ich wäre bestens vorbereitet. Doch dann wollte ich meiner Gastfamilie von meinem Besuch im Louvre erzählen und wie überwältigt ich von der Mona Lisa war. Ich stockte, denn ich wusste nicht genau, wie ich ausdrücken sollte, dass ich die Mona Lisa schon *vor* dem Besuch im Louvre im Geschichtsbuch gesehen hatte. Das Plus-que-parfait war mein persönlicher Endgegner!
Also, lasst uns das gemeinsam angehen! Ich werde euch nicht mit trockenen Regeln langweilen, sondern euch anhand von kleinen Übungen und Beispielen zeigen, wie ihr dieses Tempus ganz natürlich in eure Gespräche einbauen könnt. Stellt euch das wie ein kleines Aufwärmtraining vor, bevor ihr die Sprachpiste unsicher macht!
Was ist das Plus-que-parfait überhaupt?
Ganz einfach: Das Plus-que-parfait, auch bekannt als vollendete Vergangenheit, beschreibt eine Handlung, die vor einer anderen Handlung in der Vergangenheit stattgefunden hat. Es drückt also eine Vorzeitigkeit aus. Denkt an ein Drehbuch: Es ist wie eine Rückblende innerhalb einer bereits erzählten Geschichte.
Grundstruktur: Hilfsverb (avoir oder être im Imparfait) + Partizip Perfekt des Hauptverbs
Beispiel:
- Avant d'aller au Louvre, j'avais déjà vu la Joconde dans un livre. (Bevor ich in den Louvre ging, hatte ich die Mona Lisa schon in einem Buch gesehen.)
Seht ihr? Das Sehen im Buch geschah *vor* dem Besuch im Louvre.
Übung 1: Die Reisevorbereitung
Stellt euch vor, ihr plant eine Reise nach Marseille. Vervollständigt die folgenden Sätze im Plus-que-parfait, um zu beschreiben, was ihr vor eurer Abreise alles erledigt habt.
- Avant de partir à Marseille, je ... (réserver mon billet de train)
- Avant d'arriver à l'hôtel, j' ... (consulter les avis sur internet)
- Avant de visiter le Vieux Port, j' ... (acheter un guide de la ville)
- Avant de goûter la bouillabaisse, j' ... (lire des recettes traditionnelles)
- Avant de rentrer chez moi, j' ... (envoyer des cartes postales à mes amis)
Hier sind meine Vorschläge für die Lösungen. Keine Sorge, es gibt oft mehrere Möglichkeiten!
- Avant de partir à Marseille, j'avais réservé mon billet de train.
- Avant d'arriver à l'hôtel, j'avais consulté les avis sur internet.
- Avant de visiter le Vieux Port, j'avais acheté un guide de la ville.
- Avant de goûter la bouillabaisse, j'avais lu des recettes traditionnelles.
- Avant de rentrer chez moi, j'avais envoyé des cartes postales à mes amis.
Wie lief es? Keine Panik, wenn nicht alles perfekt war. Übung macht den Meister! Und denkt daran, es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, sich zu trauen, zu sprechen.
Übung 2: Erlebnisse in Paris
Jetzt sind wir mitten in Paris! Erzählt, was ihr an eurem ersten Tag alles erlebt habt. Benutzt das Plus-que-parfait, um eine Handlung in der Vergangenheit hervorzuheben, die vor einer anderen Handlung passiert ist.
Beispiel: Quand je suis arrivé à la Tour Eiffel, j'avais déjà vu des photos sur internet. (Als ich am Eiffelturm ankam, hatte ich schon Fotos im Internet gesehen.)
Hier sind ein paar Stichworte, die euch inspirieren können:
- Das Frühstück im Café (prendre le petit déjeuner)
- Der Besuch im Musée d'Orsay (visiter le Musée d'Orsay)
- Der Spaziergang an der Seine (se promener au bord de la Seine)
- Das Mittagessen in einem Bistro (déjeuner dans un bistro)
- Die Bootsfahrt auf der Seine (faire une promenade en bateau sur la Seine)
Schreibt mindestens fünf Sätze und versucht, so kreativ wie möglich zu sein! Hier sind ein paar Ideen:
Zum Beispiel:
"Quand j'ai pris mon café au café du coin, j'avais déjà rêvé de ce moment pendant des mois." (Als ich meinen Kaffee im Café um die Ecke trank, hatte ich schon monatelang von diesem Moment geträumt.)
Oder:
"Avant de visiter le Musée d'Orsay, je m'étais renseigné sur les impressionnistes." (Bevor ich das Musée d'Orsay besuchte, hatte ich mich über die Impressionisten informiert.)
Übung 3: Anekdoten aus dem Urlaub
Diese Übung ist etwas freier. Erzählt eine kurze Anekdote aus eurem letzten Urlaub. Nutzt das Plus-que-parfait, um die Geschichte lebendiger zu gestalten. Denkt an kleine Details, die ihr hervorheben könnt.
Hier ein Beispiel:
"L'année dernière, je suis allé en Italie. Un jour, je voulais visiter le Colisée. Quand je suis arrivé, j'ai réalisé que j'avais oublié mon billet à l'hôtel! J'étais très déçu, parce que j'avais attendu ce moment avec impatience." (Letztes Jahr war ich in Italien. Eines Tages wollte ich das Kolosseum besuchen. Als ich ankam, merkte ich, dass ich meine Eintrittskarte im Hotel vergessen hatte! Ich war sehr enttäuscht, weil ich diesen Moment mit Ungeduld erwartet hatte.)
Versucht, in eurer eigenen Anekdote mindestens drei Sätze im Plus-que-parfait zu verwenden.
Wichtige Hinweise und Stolperfallen
- Avoir oder Être? Wie beim Passé Composé hängt die Wahl des Hilfsverbs davon ab, ob das Hauptverb transitiv oder intransitiv ist. Reflexive Verben (sich waschen, sich anziehen usw.) verwenden immer être. Und natürlich gibt es die berühmte Liste der Verben, die ebenfalls mit être konjugiert werden (z.B. aller, venir, partir, arriver...).
- Angleichung des Partizips Perfekt: Bei Verben, die mit être konjugiert werden, muss das Partizip Perfekt an das Subjekt angepasst werden (im Geschlecht und in der Anzahl). Zum Beispiel: "Elle était allée au cinéma." (Sie war ins Kino gegangen.)
- Die Position von "ne...pas": Beim Plus-que-parfait umschließt "ne...pas" das Hilfsverb. Zum Beispiel: "Je n'avais pas encore mangé." (Ich hatte noch nicht gegessen.)
Ein kleiner Tipp: Wenn ihr euch unsicher seid, ob ihr das Plus-que-parfait richtig verwendet, versucht, den Satz auf Deutsch zu formulieren. Wenn ihr im Deutschen "hatte...gemacht/gesehen/etc." verwendet, ist das ein gutes Zeichen, dass ihr im Französischen das Plus-que-parfait braucht!
Fazit: Keine Angst vor Fehlern!
Ich hoffe, diese kleinen Übungen haben euch geholfen, das Plus-que-parfait besser zu verstehen. Das Wichtigste ist, dass ihr euch traut, es anzuwenden! Macht Fehler, lacht darüber und lernt daraus. Denn das ist es, was das Reisen und das Sprachenlernen so aufregend macht. Vergesst nicht, die Sprache ist ein Werkzeug, um mit anderen in Kontakt zu treten und die Welt zu entdecken. Also, packt eure Koffer, übt fleißig und stürzt euch ins nächste Sprachabenteuer! Und wer weiß, vielleicht trefft ihr mich ja bald in einem Café in Paris, wo wir uns über unsere Erfahrungen mit dem Plus-que-parfait austauschen können! À bientôt!
P.S.: Wenn ihr noch Fragen habt oder weitere Übungen wünscht, lasst es mich in den Kommentaren wissen. Ich helfe gerne weiter!
