Ulrich Plenzdorf Die Neuen Leiden Des Jungen W Inhaltsangabe
Okay, Leute, mal ehrlich: Wer von uns hat Die neuen Leiden des jungen W. von Ulrich Plenzdorf wirklich komplett verstanden? Ich meine, so richtig mit Haut und Haaren?
Wir reden über den Inhalt: Eine kleine Zusammenfassung
Im Grunde geht's um Edgar Wibeau. Ein junger Mann. Soweit, so gut. Er haut von zu Hause ab. Irgendwo in der DDR. Warum? Weil er keinen Bock mehr hat. Verständlich, oder?
Er will seinen eigenen Weg gehen. Er will rumexperimentieren. Mit Farben, mit Mädchen, mit dem Leben selbst. Ein bisschen wie wir alle in unserer Jugend, nur halt in einer ganz anderen Zeit und mit ziemlich spezifischen Problemen.
Edgar landet in Ost-Berlin. Dort lernt er Charlie und Addi kennen. Ein Dreiecksverhältnis bahnt sich an. Drama, Baby! Aber nicht so ein Drama, dass man gleich weinen muss. Eher so ein "Ach, die Jugend"-Drama.
Das große Ding: Edgar bastelt an einer perfekten Musikanlage. Klingt erstmal unspektakulär, ist aber total wichtig. Es geht um Kreativität, um Perfektionismus und um das Scheitern daran. Er will etwas erschaffen, etwas Echtes. Und dann... naja, dann kommt alles anders.
Der tragische Held? Oder doch nur ein bisschen doof?
Edgar stirbt. Ja, Spoiler Alert! Aber das Buch ist ja auch schon ein paar Jährchen alt. Wie er stirbt? Durch einen blöden Unfall mit einer Stromleitung. Irgendwie typisch für ihn, oder? Voller Tatendrang und dann... Peng!
Und jetzt kommt das, was ich persönlich am verwirrendsten finde: Wir erfahren die Geschichte durch Edgars Tonbandaufnahmen. Er erzählt selbst. Aus dem Jenseits? Aus dem Gedächtnis? Keine Ahnung. Das ist halt Literatur.
Meine (unpopuläre) Meinung
Ich sag's mal so: Die neuen Leiden des jungen W. ist ein wichtiges Buch. Keine Frage. Es zeigt das Lebensgefühl einer Generation in der DDR. Es geht um Freiheit, um Selbstverwirklichung und um die Schwierigkeiten, seinen Platz in der Welt zu finden.
Aber... (und jetzt kommt's) ... manchmal finde ich Edgar Wibeau einfach nur anstrengend. Ja, er ist ein kreativer Kopf. Ja, er will ausbrechen. Aber er ist auch ein bisschen naiv und unüberlegt. Sorry, not sorry.
Ich meine, wer bastelt schon an einer Musikanlage, ohne sich mit Strom auszukennen? Ist ja klar, dass das schiefgeht! Und dieses ganze Hin und Her mit Charlie und Addi... Klar, Liebe ist kompliziert. Aber muss man sich gleich so reinsteigern?
Vielleicht ist das aber auch gerade das Geniale an dem Buch. Edgar ist kein perfekter Held. Er ist fehlerhaft, widersprüchlich und manchmal einfach nur dumm. So wie wir alle. Und vielleicht ist es das, was ihn so menschlich macht.
Vielleicht ist es auch die Sprache. Dieser lockere, umgangssprachliche Ton. Plenzdorf hat es geschafft, eine ganz eigene Stimme zu finden. Eine Stimme, die direkt ins Ohr geht und die auch heute noch aktuell ist.
Aber trotzdem: Ich bleibe dabei. Manchmal möchte ich Edgar einfach nur schütteln und sagen: "Junge, denk doch mal nach!"
„Ich bin nicht so ein Typ, der sich in ein System einfügt. Ich bin eher so ein Typ, der das System aushebelt.“ – Edgar Wibeau
Klar, der Spruch ist cool. Aber in der Realität ist es dann doch ein bisschen komplizierter, oder?
Also, was lernen wir daraus? Die neuen Leiden des jungen W. ist ein Buch, über das man streiten kann. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Und ein Buch, bei dem man sich manchmal fragt: Was zur Hölle wollte Plenzdorf uns eigentlich damit sagen?
Aber eins ist sicher: Langweilig ist es nicht.
