Uni Essen Duisburg Bib
Okay, hört mal zu! Ich habe da etwas, das ich gestehen muss. Es geht um die Uni Essen-Duisburg Bib. Ja, genau die. Und ich glaube, meine Meinung dazu ist… sagen wir mal… "ungewöhnlich".
Die Bibliothek. Ein Ort des Wissens. Ein Tempel des Lernens. Soweit die offizielle Version. Aber mal ehrlich, wer von uns hat dort nicht schon mal mehr Zeit mit Instagram als mit Kant verbracht?
Die Suche nach dem heiligen Sitzplatz
Also, fangen wir mal mit dem Offensichtlichen an: die Sitzplatzsuche. Das ist doch quasi ein olympischer Wettbewerb! Gefühlt sprintet man durch die Gänge, immer auf der Jagd nach diesem einen, freien Stuhl. Und wehe, man entdeckt ein vermeintlich freies Exemplar, nur um dann festzustellen, dass dort jemand mit einer riesigen Tasche und einem halb ausgetrunkenen Kaffee sein Revier markiert hat! Die Tasche scheint dann manchmal auch noch persönlich beleidigt, wenn man sich ihr nähert.
Ich habe da so meine Theorie: Die Bibliothek sollte ein Punktesystem einführen. Wer am längsten lernt (oder zumindest so tut), bekommt Punkte. Und wer die meisten Punkte hat, darf sich seinen Lieblingssitzplatz reservieren. Wäre das nicht fair? Oder zumindest unterhaltsam?
Die Geräuschkulisse
Und dann ist da noch die Geräuschkulisse. Stille! Ja, genau. Theoretisch. Praktisch sieht es oft anders aus. Da flüstert jemand, da raschelt jemand mit Papier, da tippt jemand so laut auf der Tastatur, dass man denkt, er/sie hämmert gerade ein neues Gesetz ins Grundgesetz.
Ich bin ja schon froh, wenn nicht gerade jemand mit dem Handy telefoniert. Aber hey, vielleicht bin ich ja auch nur empfindlich. Vielleicht bin ich einfach nicht für die totale Stille gemacht. Ich brauche ein bisschen Hintergrundgeräusch. Sonst schlafe ich ein!
Oder, noch schlimmer, man erwischt sich selbst dabei, wie man die Geräusche macht! Man hustet, räuspert sich, lässt versehentlich den Stift fallen… und plötzlich fühlt man sich wie der Staatsfeind Nummer eins.
Die mysteriöse Welt der Bücher
Kommen wir zu den Büchern. Riesige Regale voller Wissen. Theoretisch. Denn praktisch finde ich nie das, was ich suche. Entweder ist es ausgeliehen (von wem eigentlich?), oder es steht am falschen Platz, oder ich stehe einfach zu doof davor.
Und mal ehrlich, wer hat schon mal ein Buch komplett in der Bibliothek gelesen? Ich meine, von vorne bis hinten, ohne Ablenkung? Ich tippe mal, die meisten von uns überfliegen ein paar Seiten, machen ein paar Notizen und hoffen, dass es reicht. #Guilty
Apropos Notizen: Die Bibliothek ist ja quasi ein riesiger Zettelkasten. Überall liegen kleine Zettelchen rum. Mit Notizen, Gedankenfetzen, Einkaufslisten… Manchmal frage ich mich, ob da nicht auch ein paar versteckte Geniestreiche dabei sind. Wer weiß, vielleicht findet man ja die Lösung für das Welthungerproblem auf einem alten Kassenzettel zwischen zwei Geschichtsbüchern!
Die Sache mit dem Kaffee
Und last but not least: der Kaffee. Die Lebensader jedes Studenten. Ohne Kaffee würde in der Bib gar nichts laufen. Aber mal ehrlich, der Kaffee dort… naja, sagen wir mal, er ist… funktional. Er tut seinen Zweck. Er hält uns wach. Aber ein Geschmackserlebnis ist er jetzt nicht unbedingt.
Ich träume ja insgeheim von einer Bibliothek, in der es einen richtig guten Barista gibt. Mit fancy Kaffeekreationen und Latte Art. Aber gut, das ist wahrscheinlich unrealistisch. Aber träumen darf man ja wohl noch, oder?
Also, was ist meine "unpopuläre" Meinung? Vielleicht, dass die Uni Essen-Duisburg Bib nicht der perfekte Ort zum Lernen ist. Vielleicht, dass sie ein bisschen überbewertet ist. Vielleicht, dass ich lieber zu Hause im Schlafanzug lerne (bitte nicht verraten!).
Aber hey, sie ist auch ein Ort der Begegnung. Ein Ort, an dem man Kommilitonen trifft, sich austauscht (oder zumindest versucht, sich auszutauschen, ohne zu laut zu sein), und gemeinsam durch die stressige Studienzeit navigiert. Und dafür bin ich ihr dann doch dankbar.
Und wer weiß, vielleicht entdecke ich ja beim nächsten Besuch doch noch den heiligen Gral der Literatur. Oder zumindest einen freien Sitzplatz. Man wird ja wohl noch hoffen dürfen!
Also, was denkt ihr? Bin ich allein mit meiner Meinung? Oder gibt es da draußen noch andere "Bib-Skeptiker"? Lasst es mich wissen!
Und jetzt gehe ich erstmal einen Kaffee trinken. Einen richtig guten. Außerhalb der Bib.
