Uni Wien Psychologie Aufnahmetest
Okay, lasst uns ehrlich sein. Der Uni Wien Psychologie Aufnahmetest. Allein der Name klingt schon wie ein Therapiegespräch, das man eigentlich bräuchte, bevor man ihn überhaupt anfängt. Ich meine, was soll das?
Ich hab da so eine... sagen wir mal, "gewagte" These. Und ich befürchte, sie wird nicht jedem schmecken. Aber hier ist sie: Ich glaube, der Aufnahmetest ist *nicht* der heilige Gral, der entscheidet, wer ein guter Psychologe wird und wer nicht. Puh, ist raus. Jetzt können mich alle Psychologieprofessoren verurteilen.
Ich meine, klar, ein gewisses Grundwissen schadet nie. Wer noch nie von Freud gehört hat, sollte vielleicht nochmal die Hausaufgaben machen. Aber ist es wirklich fair, jemanden aufgrund eines einzigen Tests zu verurteilen? Ein Test, der gefühlt mehr Allgemeinwissen als spezifisches Psychologiewissen abfragt?
Die Sache mit dem Allgemeinwissen
Ich erinnere mich noch genau. Da waren Fragen dabei, die... naja, die hätten auch bei "Wer wird Millionär?" laufen können. Geografie, Geschichte, irgendwelche obskuren Jahreszahlen. Hallo? Ich will Seelen analysieren, keine Hauptstädte auswendig lernen!
Und dann diese Logikrätsel! Ich liebe Logikrätsel, keine Frage. Aber was hat das Lösen von Sudokus mit meiner Fähigkeit zu tun, Empathie zu zeigen oder eine gute Anamnese durchzuführen? Nichts! Absolut gar nichts!
Der Druck ist real
Versteht mich nicht falsch. Ich finde es gut, dass es eine Art Selektion gibt. Sonst würde die Audimax wahrscheinlich aus allen Nähten platzen. Aber ich finde, die Kriterien sollten vielleicht... überdacht werden.
Der Druck, der auf jungen Menschen lastet, die diesen Test machen, ist enorm. Wochenlanges Lernen, Repetitorien, Panikattacken vor dem PC. Und wofür? Um am Ende vielleicht doch nicht genommen zu werden, weil man sich bei einer Frage zur österreichischen Verfassungsgeschichte vertan hat? Das ist doch absurd!
Manchmal habe ich das Gefühl, der Test testet eher, wer am besten unter Druck lernt und wer sich am besten Allgemeinwissen aneignen kann. Aber das ist ja nicht das, was einen guten Psychologen ausmacht.
Alternativen?
Gibt es bessere Alternativen? Wahrscheinlich. Vielleicht könnte man mehr Wert auf Motivationsschreiben legen. Oder auf Praktika, in denen man schon mal in den Beruf hineinschnuppern konnte. Oder auf Interviews, in denen man die Persönlichkeit und die Empathiefähigkeit der Bewerber besser einschätzen kann.
Ich weiß, das ist alles leichter gesagt als getan. Logistisch wäre das natürlich eine Herausforderung. Aber ist es nicht unsere Pflicht, darüber nachzudenken, wie wir die besten und engagiertesten Köpfe für das Psychologiestudium auswählen können?
Ich behaupte ja nicht, dass ich die perfekte Lösung habe. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass der Aufnahmetest, so wie er jetzt ist, nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Er ist ein Hindernis, das viele potenzielle Top-Psychologen ausbremst. Und das ist einfach nur... schade.
Und jetzt lehne ich mich zurück und warte auf den Shitstorm der akademischen Welt. Aber ich stehe zu meiner Meinung: Der Uni Wien Psychologie Aufnahmetest... da geht noch was!
Vielleicht ist es einfach nur meine persönliche "kognitive Verzerrung", aber ich kann nicht der Einzige sein, der so denkt, oder?
