Urmel Aus Dem Eis Augsburger Puppenkiste Folge 1
Ach, die Augsburger Puppenkiste! Wer erinnert sich nicht an die liebevoll geschnitzten Marionetten, die uns durch so manche Kindheit begleitet haben? Und eine der allerersten und beliebtesten Geschichten, die dort zum Leben erweckt wurde, ist natürlich: Urmel aus dem Eis. Genauer gesagt, Folge 1!
Professor Tibatongs verrückte Insel
Die Geschichte beginnt auf einer kleinen, fast vergessenen Insel namens Titiwu. Hier lebt der etwas zerstreute, aber liebenswerte Professor Tibatong. Er ist ein Sprachforscher, der sich nichts sehnlicher wünscht, als Tieren das Sprechen beizubringen. Mit dabei in seinem chaotischen Haushalt sind Wutz, das Hausschwein, das brav kocht und putzt, Ping, der Pinguin, der immer einen flotten Spruch auf den Lippen hat, und Schusch, der Schuhschnabel, der sich am liebsten mit komplizierten Fragen beschäftigt.
Das Leben auf Titiwu ist gemütlich und beschaulich. Bis zu dem Tag, als ein riesiger Eisberg an der Küste strandet. Und was befindet sich in diesem Eisberg? Richtig, ein riesiges, prähistorisches Ei!
Ein Ei mit Überraschung
Professor Tibatong ist natürlich aus dem Häuschen. Er brütet das Ei mit seiner neusten Erfindung, einer Super-Wärme-Lampe, aus. Die Spannung steigt. Was wird wohl schlüpfen? Ein winziger Dinosaurier? Ein prähistorischer Vogel? Oder vielleicht sogar... ein Monster?
Und dann ist es soweit! Das Ei knackt und heraus kommt… Urmel! Ein knuddeliges, grünes Wesen mit großen Augen und einem riesigen Appetit. Urmel ist unglaublich neugierig und lernt schnell. Professor Tibatong ist überglücklich. Endlich ein Wesen, dem er das Sprechen beibringen kann!
"Mama!"
Hier kommt der erste urkomische Moment: Urmel lernt sein erstes Wort. Aber anstatt "Papa" oder "Professor" sagt er... "Mama!" Das liegt daran, dass die sprechende Hausschwein-Dame Wutz die erste ist, die er sieht. Und so wird Wutz unfreiwillig zur Urmel-Mama. Wutz ist zwar etwas überrascht, aber sie nimmt die Rolle an und kümmert sich liebevoll um das kleine Urmel.
Das führt zu einigen witzigen Szenen, denn Wutz ist ja eigentlich ein Schwein und Urmel ein… ja, was eigentlich? Keiner weiß genau, was Urmel für ein Tier ist. Aber das ist ja auch egal. Wichtig ist, dass die beiden ein Herz und eine Seele sind.
Der böse König Pumponell
Doch das Glück auf Titiwu währt nicht lange. Der böse König Pumponell, ein eitler und selbstverliebter Mann, erfährt von Urmel und beschließt, ihn zu fangen. König Pumponell ist nämlich ein passionierter Großwildjäger und möchte Urmel unbedingt in seiner Trophäensammlung haben. Er reist mit seinem Diener, dem treuen, aber etwas trotteligen Sami, nach Titiwu.
König Pumponell ist fest entschlossen, Urmel zu fangen. Er setzt Fallen, verkleidet sich und versucht, Urmel mit List und Tücke in die Hände zu bekommen. Aber Urmel ist cleverer als er denkt. Und mit der Hilfe seiner Freunde, Professor Tibatong, Wutz, Ping und Schusch, kann er dem König immer wieder entkommen.
Die Verfolgungsjagden sind voller Slapstick und Situationskomik. König Pumponell stolpert über seine eigenen Füße, verwechselt Tiere und wird von Urmels Streichen immer wieder aufs Neue düpiert. Besonders lustig ist seine Verkleidung als riesiger Schmetterling, die natürlich sofort auffliegt.
Freundschaft und Zusammenhalt
Die erste Folge von Urmel aus dem Eis ist mehr als nur eine lustige Geschichte. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und die Akzeptanz des Andersartigen. Urmel ist anders, aber genau das macht ihn so liebenswert. Und seine Freunde halten zu ihm, egal was passiert.
Die Folge endet mit einem spannenden Cliffhanger: König Pumponell hat Urmel zwar noch nicht gefangen, aber er gibt nicht auf. Und so wissen wir, dass noch viele weitere Abenteuer auf Urmel und seine Freunde warten.
Wer also Lust auf einen nostalgischen Ausflug in die Kindheit hat, sollte sich die erste Folge von Urmel aus dem Eis noch einmal anschauen. Die Augsburger Puppenkiste hat mit dieser Geschichte einen Klassiker geschaffen, der Jung und Alt gleichermaßen begeistert.
Und wer weiß, vielleicht lernt man beim Zuschauen ja sogar noch ein paar neue Worte von Urmel. Aber Vorsicht: Nicht, dass man am Ende auch noch anfängt, "Mama!" zu sagen, wenn man eigentlich "Papa" meint!
