Vater Und Tochter Bereiten Sich Auf Das Erste Date Vor
Okay, Leute, mal ehrlich: Das erste Date… allein der Gedanke daran kann einem schon den Schweiß auf die Stirn treiben. Aber stellt euch mal vor, ihr seid nicht derjenige, der auf das Date geht, sondern der *Vater*, der seine Tochter dabei beobachtet, wie sie sich vorbereitet! Chaos pur, sage ich euch!
Die Vorbereitungen: Ein Minenfeld
Bei uns zu Hause beginnt das Ganze in etwa drei Tage vorher. Unschuldig fragt Sophie, meine Tochter, ganz beiläufig: "Papa, was hältst du eigentlich von dem neuen Typen aus dem Volleyballtraining?" Boom! Alarmstufe Rot! Plötzlich werde ich zum FBI-Agenten im Ruhestand, der noch einmal für einen letzten, wichtigen Fall reaktiviert wird. Ich beginne, unauffällig (glaube ich zumindest) Informationen zu sammeln. Name? Adresse? Hobbys? Hat er eine Vorstrafe wegen schlechten Benehmens beim Monopoly? Die Recherche beginnt!
Und dann kommt der Tag X, der Tag des Dates. Das Badezimmer verwandelt sich in ein Hochsicherheitslabor für Schönheitsexperimente. Verschiedene Cremes, Lotionen, Sprays und Pinsel liegen wild verteilt herum. Es riecht, als hätte eine Parfümerie eine Bombe geworfen. Und der Lärm! Föhn, Glätteisen, Musik… es ist lauter als ein Rockkonzert in einem Hühnerstall.
Das Outfit-Drama
Oh Gott, die Outfits! Das ist wirklich ein eigenes Kapitel. "Papa, was sagst du zu dem hier?" Sophie präsentiert mir ein Kleidungsstück, das entweder zu kurz, zu eng, zu glitzernd oder alles gleichzeitig ist. Meine ehrliche Meinung? "Ähm… es ist… sehr… ausdrucksstark?" Ich versuche, diplomatisch zu sein, aber innerlich schreie ich: "Nein! Zieh dir einen Kartoffelsack an! Hauptsache, er kommt nicht auf dumme Gedanken!" Meistens enden wir dann bei Outfit Nummer 17, das dann doch wieder verdächtig dem ersten ähnelt, nur mit ein paar minimalen, kaum erkennbaren Veränderungen.
"Papa, sei ehrlich! Sieht das zu aufgesetzt aus?" - Sophie, gefangen im Outfit-Dilemma.
Dann kommt die Frage aller Fragen: "Wie sehen meine Haare aus?" Ich, der Mann, der sich seine Haare morgens mit einem feuchten Handtuch in Form bringt, soll jetzt beurteilen, ob die Strähne links minimal mehr Volumen hat als die rechts? Unmöglich! Ich nicke einfach enthusiastisch und sage: "Wunderschön! Absolut perfekt!" Ich hoffe, sie merkt nicht, dass ich eigentlich keine Ahnung habe, wovon ich rede.
Die Moralpredigt – unvermeidlich!
Ungefähr eine Stunde vor dem Date kommt dann der Moment, in dem ich meine Vaterrolle voll und ganz ausleben muss. Die Moralpredigt! "Sophie, sei du selbst! Sei respektvoll! Und denk daran, du bist klug, witzig und wunderschön. Lass dich nicht von ihm unterkriegen! Und… ruf mich an, wenn irgendwas ist!" Ich klinge wie eine Mischung aus einem alten Sheriff und einem überfürsorglichen Hamster.
Natürlich ignoriert Sophie meine Ratschläge weitestgehend. Aber das ist okay. Es geht ja auch darum, ihr zu zeigen, dass ich für sie da bin. Dass ich ihr den Rücken stärke. Und dass ich, wenn es sein muss, persönlich vor Ort erscheine und dem jungen Mann eine ordentliche Standpauke halte. (Okay, vielleicht nicht wirklich, aber der Gedanke zählt!)
Der Abschied: Ein Akt der Nerven
Wenn dann die Türklingel läutet, ist die Anspannung kaum noch auszuhalten. Ich versuche, cool und gelassen zu wirken, während ich die Tür öffne und den jungen Mann begrüße. Mein Blick ist dabei alles andere als freundlich. Ich scanne ihn von Kopf bis Fuß. Ist er gepflegt? Hat er Manieren? Kann er sich benimmt? Und das Wichtigste: Hat er verstanden, dass er sich mit *meiner* Tochter verabredet? Ein falscher Move, und er kann sich schon mal nach einem neuen Datepartner umschauen – und vielleicht auch nach einem neuen Zahnarzt.
Der Abschied ist dann immer der schlimmste Moment. Ich beobachte, wie die beiden weggehen, und versuche, nicht wie ein Stalker zu wirken. Dann gehe ich zurück ins Haus, setze mich auf die Couch und warte. Warte auf die SMS, den Anruf, das Zeichen, dass alles gut ist. Und während ich warte, überlege ich mir schon mal die Fragen, die ich Sophie stellen werde, wenn sie zurückkommt. Und die Ratschläge, die ich ihr für das nächste Date geben werde. Denn eines ist sicher: Das hier war erst der Anfang!
Also, liebe Väter da draußen, haltet durch! Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle, aber am Ende des Tages geht es darum, eure Töchter zu lieben und zu unterstützen. Auch wenn das bedeutet, dass ihr euch temporarily in einen Paranoia-geladenen Geheimagenten verwandeln müsst. Wir schaffen das!
Und an alle jungen Männer: Benehmt euch! Denn die Väter da draußen haben euch im Blick!
