Von Aptamil Pre Auf Milumil Pre Umstellen
Mal ehrlich, Leute. Lasst uns über etwas reden, das vermutlich nur Eltern wirklich verstehen: Pre-Milch. Und ganz speziell: dieses Von Aptamil Pre Auf Milumil Pre Umstellen. Ein Minenfeld, sage ich euch!
Ich habe es getan. Ja, ich gestehe! Ich habe die heilige Kuh (oder in diesem Fall, die heilige Milchpulverpackung) geschlachtet und gewechselt. Und wisst ihr was? Die Welt ist nicht untergegangen. Mein Kind hat nicht plötzlich angefangen, Latein zu zitieren und sich über die Börsenkurse zu beschweren. Es hat...getrunken. Und geschlafen. Wie immer.
Ich weiß, ich weiß. Einige von euch denken jetzt wahrscheinlich: "Verräter! Wie kannst du es wagen, die Marke zu wechseln?! Denk an die Verdauung! An die Gewohnheit! An...an...ALLES!"
Und ich sage: Entspannt euch. Tief durchatmen. Es ist nur Milchpulver. Okay, vielleicht das wichtigste Milchpulver der Welt, wenn man den Werbespots glauben schenken darf. Aber trotzdem: nur Milchpulver.
Klar, man liest Horrorgeschichten im Internet. Babys, die nach dem Wechsel plötzlich nur noch schreien, die Verdauungsprobleme haben, die...naja, die sich benehmen, als hätte man ihnen den Schnuller geklaut (was ja eigentlich auch stimmt, irgendwie). Aber ganz ehrlich? Manchmal ist es einfach nur Zufall. Manchmal hat das Baby einfach einen schlechten Tag. Oder Zähne bekommen. Oder entdeckt, dass Mama und Papa total bescheuert aussehen, wenn sie sich Sorgen machen.
Also, warum habe ich es überhaupt gewagt? Gute Frage! Vielleicht, weil ich ein Rebell bin. Vielleicht, weil ich es einfach mal ausprobieren wollte. Vielleicht, weil im Angebot war. Ähm... ja. War es. (Bitte verurteilt mich nicht!).
Die Suche nach der "perfekten" Pre-Milch
Die Wahrheit ist: Es gibt keine "perfekte" Pre-Milch. Jedes Baby ist anders. Was für das eine Baby Gold wert ist, kann für das andere ein totaler Reinfall sein. Und dieses ganze Tamtam um Bio, extra-leicht-verdaulich, mit extra Omega-3-Fettsäuren... Ja, klingt alles toll. Aber am Ende muss es dem Baby schmecken und gut tun. Und das findet man nur durch Ausprobieren heraus.
"Aber was, wenn mein Baby die neue Milch nicht mag?!"
Tja, dann mag es sie halt nicht. Ist doch kein Weltuntergang! Zurück zur alten Milch und weiter geht's. Man muss ja nicht gleich eine Großpackung kaufen. Erstmal eine kleine Packung testen und schauen, wie das Baby reagiert. Das ist wie mit neuen Schuhen: Erstmal anprobieren, bevor man sie den ganzen Tag trägt.
Mein "unpopuläre Meinung"
Hier kommt meine "unpopuläre Meinung": Ich glaube, dass viele Eltern sich viel zu sehr stressen. Wir werden mit Informationen überflutet. Wir lesen jedes Etikett bis ins kleinste Detail. Wir vergleichen Inhaltsstoffe bis zum Abwinken. Und am Ende sind wir so verunsichert, dass wir uns gar nicht mehr trauen, unserem eigenen Bauchgefühl zu vertrauen.
Klar, man sollte sich informieren. Aber man sollte sich auch nicht verrückt machen lassen. Vertraut eurem Instinkt. Beobachtet euer Baby. Und wenn ihr das Gefühl habt, dass ein Wechsel der Milch eine gute Idee ist, dann probiert es aus. Worst-Case-Szenario: Ihr habt ein paar Euro für eine Packung Milchpulver ausgegeben, die euer Baby nicht mag. Na und?
Die Umstellung: Ein Erfahrungsbericht
Also, wie war die Umstellung bei uns? Erstaunlich unspektakulär. Ich habe langsam umgestellt, wie empfohlen. Erst ein Fläschchen am Tag, dann zwei, dann drei... Und siehe da: Mein Kind hat die Milumil Pre genauso gut vertragen wie die Aptamil Pre. Keine Bauchschmerzen, kein Spucken, kein Schreien. Einfach nur ein sattes und zufriedenes Baby.
Und jetzt? Jetzt habe ich eine Packung Milumil Pre im Schrank stehen. Und ich bereue es nicht. Im Gegenteil: Ich fühle mich befreit! Befreit von dem Zwang, immer nur das "Beste" für mein Kind zu wollen (was ja sowieso relativ ist). Befreit von dem schlechten Gewissen, eine "falsche" Entscheidung getroffen zu haben. Befreit von dem ganzen Stress um Pre-Milch!
Also, liebe Eltern da draußen: Traut euch! Lasst euch nicht von dem ganzen Hype um Pre-Milch verrückt machen. Und wenn ihr Lust habt, mal eine andere Marke auszuprobieren, dann tut es einfach. Es ist nur Milchpulver. (Aber bitte nicht vergessen, vorher mit eurem Arzt oder eurer Hebamme zu sprechen! Nur zur Sicherheit... 😉)
Und zum Schluss: Hauptsache, das Baby ist glücklich und satt. Und Mama und Papa sind halbwegs entspannt. Alles andere ist Bonus.
