Vw T6 2.0 Tdi 102 Ps Probleme
Der VW T6, dieser treue Begleiter vieler Handwerker, Familien und Abenteurer. Besonders die Variante mit dem 2.0 TDI und 102 PS hat sich einen Namen gemacht. Ein Arbeitstier, zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk...naja, fast. Denn auch der brave T6 hat seine kleinen Eigenheiten, über die man entweder schmunzeln oder verzweifeln kann. Wir wollen uns heute mal mit einem Augenzwinkern den kleinen "Problemchen" widmen, die man so im Alltag mit diesem Motor erleben kann.
Die Sache mit der Leistung...oder eben nicht.
Kommen wir zum springenden Punkt: 102 PS. Das ist jetzt nicht gerade die Leistung, mit der man Rennstrecken unsicher macht. Mancher mag sich fragen: Reicht das überhaupt? Die Antwort ist ein klares: Jein! Im Stadtverkehr und auf der Landstraße tuckert der T6 ganz brav mit. Aber wehe, es geht bergauf oder die Fuhre ist voll beladen. Dann wird's…gemütlich. Sehr gemütlich. Man überholt nicht, man reiht sich ein. Und betet, dass die LKW-Kolonne nicht unendlich lang ist.
"Ich nenne meinen T6 liebevoll 'Schnecke'. Er bringt mich überall hin, nur eben nicht so schnell." - Ein T6 Fahrer aus dem Sauerland
Ein Freund erzählte mir neulich, er habe seinen T6 auf einer Passstraße mal mit einem vollbeladenen Wohnwagen überholt. Allerdings war er dabei schneller zu Fuß. Na gut, vielleicht ein bisschen übertrieben, aber die Tendenz stimmt. Wer also plant, regelmäßig schwere Lasten zu ziehen oder in den Alpen Rallyes zu fahren, sollte vielleicht über eine stärkere Motorisierung nachdenken. Für alle anderen gilt: Entschleunigung ist das neue Zauberwort! Einfach zurücklehnen und die Landschaft genießen. Irgendwann kommt man schon an.
Der Turbolader: Freund oder Feind?
Ein weiteres Thema, das bei T6-Fahrern immer wieder zur Sprache kommt, ist der Turbolader. Dieser kleine Helfer soll ja eigentlich für mehr Power sorgen. Tut er auch…wenn er will. Manchmal hat man das Gefühl, er macht, was *er* will. Vor allem in den ersten Baujahren gab es wohl einige Exemplare, die etwas anfälliger waren. Dann pfeift und zischt es, und die Leistung lässt spürbar nach. Ein Besuch in der Werkstatt ist dann meist unumgänglich.
Das Mysterium des Notlaufs
Und dann gibt es da noch den gefürchteten Notlauf. Plötzlich nimmt der T6 kein Gas mehr an und schleppt sich nur noch mit Schrittgeschwindigkeit dahin. Ein Alptraum, besonders wenn man gerade auf der Autobahn unterwegs ist. Die Ursachen können vielfältig sein, vom defekten Ladedrucksensor bis hin zu Problemen mit der Abgasrückführung. Fest steht: Der Notlauf ist nervig. Aber auch hier gilt: Ruhe bewahren und nicht in Panik geraten. Am besten rechts ranfahren, Motor neu starten und hoffen, dass das Problem behoben ist. Manchmal hilft's ja.
Die Elektronik: Kleine Helfer mit Tücken
Auch die Elektronik des T6 ist nicht immer ganz unkompliziert. Da blinkt mal eine Warnleuchte, obwohl eigentlich alles in Ordnung ist, oder der Tempomat verweigert plötzlich seinen Dienst. Besonders beliebt sind auch Fehlermeldungen im Zusammenhang mit dem Partikelfilter. Oftmals handelt es sich dabei um harmloses "Geschnatter", das sich mit einem Software-Update beheben lässt. Aber manchmal steckt eben doch mehr dahinter.
Ein Bekannter von mir hatte mal das Problem, dass sein T6 plötzlich angefangen hat, im Standgas wie ein Traktor zu nageln. Die Werkstatt war ratlos. Nach langem Suchen stellte sich heraus, dass ein Marderbiss an einem Kabel die Ursache war. Tja, auch das kann passieren.
Trotz allem: Ein treuer Begleiter
Klar, der VW T6 2.0 TDI mit 102 PS ist nicht perfekt. Er hat seine kleinen Macken und Eigenheiten. Aber gerade das macht ihn ja auch so liebenswert. Er ist ein ehrliches Auto, ein Arbeitstier, das einen selten im Stich lässt. Und wenn doch mal etwas kaputt geht, dann weiß man wenigstens, dass man nicht allein ist. In den einschlägigen Foren und Facebook-Gruppen tummeln sich tausende T6-Fahrer, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Man hilft sich gegenseitig, tauscht Erfahrungen aus und lacht gemeinsam über die kleinen und großen Problemchen des T6-Alltags.
Und mal ehrlich: Welches Auto hat schon keine Macken? Der T6 ist eben ein Charakterkopf. Und wer sich darauf einlässt, der wird mit einem treuen Begleiter belohnt, der einen über viele Jahre hinweg zuverlässig von A nach B bringt. Auch wenn es manchmal etwas länger dauert.
Also, liebe T6-Fahrer: Lasst uns weiterhin mit einem Augenzwinkern über unsere "Schnecken" lachen, uns gegenseitig unterstützen und die kleinen und großen Abenteuer genießen, die wir mit unseren treuen Bussen erleben. Denn am Ende zählt doch nur, dass wir ankommen. Und dass wir dabei Spaß haben!
