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Wann Kam Napoleon An Die Macht


Wann Kam Napoleon An Die Macht

Viele Menschen stellen sich die Frage: Wann genau kam Napoleon Bonaparte an die Macht? Die Antwort ist nicht ganz einfach, da es sich um einen Prozess handelte, der über mehrere Jahre hinweg stattfand. Es ist wichtig, die verschiedenen Etappen seiner Machtergreifung zu verstehen, um ein klares Bild zu erhalten.

Die Ausgangslage: Frankreich nach der Revolution

Um Napoleons Aufstieg zu verstehen, muss man zunächst die Situation in Frankreich nach der Französischen Revolution betrachten. Die Revolution, die 1789 begann, hatte die Monarchie gestürzt und eine Republik ausgerufen. Diese Republik war jedoch von Instabilität und Chaos geprägt. Verschiedene politische Fraktionen kämpften um die Macht, und das Land litt unter wirtschaftlichen Problemen und Kriegen gegen andere europäische Mächte.

Das Direktorium, eine Exekutivregierung, die 1795 eingerichtet wurde, versuchte, die Ordnung wiederherzustellen, war aber weitgehend ineffektiv und korrupt. Es gelang ihm nicht, die Wirtschaft zu stabilisieren, die innere Sicherheit zu gewährleisten oder die Kriege erfolgreich zu beenden. Dies schuf ein Klima der Unzufriedenheit und des Misstrauens gegenüber der Regierung.

Napoleons militärischer Aufstieg

In diesem turbulenten Umfeld begann Napoleon Bonaparte, sich als fähiger und erfolgreicher General einen Namen zu machen. Er wurde 1769 auf Korsika geboren und trat früh in die französische Armee ein. Durch seine militärischen Erfolge während der Revolution, insbesondere bei der Belagerung von Toulon (1793) und in den Italienfeldzügen (1796-1797), stieg er schnell in den Rängen auf.

Seine Siege in Italien machten ihn zu einem Volkshelden. Er verhandelte selbstständig Friedensverträge und demonstrierte damit seine politische Eigenständigkeit. Seine Popularität wuchs stetig, während die des Direktoriums weiter sank.

Der Ägyptenfeldzug (1798-1799) war zwar militärisch nicht durchschlagend erfolgreich, diente Napoleon aber dennoch dazu, seine Popularität in Frankreich weiter zu steigern. Durch geschickte Propaganda konnte er die militärischen Rückschläge als Triumphe darstellen und seine Rückkehr nach Frankreich als die eines Retters inszenieren.

Der Staatsstreich des 18. Brumaire (9. November 1799)

Der entscheidende Moment für Napoleons Machtergreifung war der Staatsstreich des 18. Brumaire VIII (9. November 1799 nach dem Revolutionskalender). Gemeinsam mit seinem Bruder Lucien Bonaparte, der zu diesem Zeitpunkt Präsident des Rats der Fünfhundert war (eine der beiden Kammern des Parlaments), plante Napoleon den Sturz des Direktoriums.

Der Staatsstreich verlief nicht reibungslos. Napoleon stürmte mit Grenadieren in den Rat der Fünfhundert, um die Abgeordneten zur Auflösung des Direktoriums zu zwingen. Es kam zu Tumulten und er wurde sogar angegriffen. Lucien Bonaparte griff jedoch ein und überzeugte die anwesenden Soldaten, Napoleon zu unterstützen und die widerspenstigen Abgeordneten zu vertreiben.

In der Folge des Staatsstreichs wurde das Direktorium aufgelöst und durch ein Konsulat ersetzt. Das Konsulat bestand aus drei Konsuln: Napoleon Bonaparte, Emmanuel-Joseph Sieyès und Roger Ducos. Obwohl es nominell eine kollegiale Führung war, war Napoleon von Anfang an der dominierende Konsul.

Napoleon als Erster Konsul (1799-1804)

Nach dem Staatsstreich festigte Napoleon seine Machtstellung rasch. Eine neue Verfassung, die Verfassung des Jahres VIII, wurde verabschiedet, die die Macht des Ersten Konsuls deutlich stärkte. Napoleon wurde zum Ersten Konsul ernannt, mit weitreichenden Befugnissen in der Gesetzgebung, der Exekutive und der militärischen Führung.

Sieyès und Ducos wurden zu Statisten degradiert. Napoleon nutzte seine Position, um das Land zu stabilisieren und zu reformieren. Er führte den Code Civil (auch Code Napoléon genannt) ein, ein einheitliches Zivilgesetzbuch, das bis heute in vielen Ländern als Grundlage des Rechts dient. Er reformierte das Bildungssystem, die Wirtschaft und die Verwaltung. Er schloss Frieden mit Österreich (Frieden von Lunéville, 1801) und Großbritannien (Frieden von Amiens, 1802), wodurch Frankreich eine Atempause in den langjährigen Kriegen erhielt.

Durch eine Reihe von Plebisziten (Volksabstimmungen) ließ sich Napoleon seine Politik und seine Machtposition bestätigen. Diese Plebiszite waren jedoch oft manipuliert und dienten vor allem dazu, seine Autorität zu legitimieren.

1802 ließ sich Napoleon zum Konsul auf Lebenszeit ernennen, was seine Macht noch weiter ausbaute. Dies war ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Alleinherrschaft.

Die Kaiserkrönung (1804)

Der letzte entscheidende Schritt in Napoleons Machtergreifung war die Kaiserkrönung im Jahr 1804. Nachdem er sich bereits als Konsul auf Lebenszeit etabliert hatte, beschloss Napoleon, die Republik endgültig zu beenden und sich zum Kaiser der Franzosen zu krönen.

Am 2. Dezember 1804 fand die Krönung in der Kathedrale Notre-Dame in Paris statt. Papst Pius VII. reiste eigens an, um die Zeremonie zu vollziehen. Napoleon nahm dem Papst jedoch die Krone aus der Hand und krönte sich selbst, um zu demonstrieren, dass seine Macht nicht von Gott oder dem Papst, sondern von ihm selbst ausging. Anschließend krönte er seine Frau Joséphine zur Kaiserin.

Mit der Kaiserkrönung war Napoleon endgültig zum Alleinherrscher Frankreichs geworden. Er hatte die Republik beseitigt und eine neue Dynastie gegründet. Von nun an regierte er als Kaiser Napoleon I. über Frankreich und begann, Europa mit seinen Kriegen zu überziehen.

Zusammenfassung: Wann kam Napoleon an die Macht?

Wie bereits erwähnt, ist die Frage nach dem genauen Zeitpunkt von Napoleons Machtergreifung nicht einfach zu beantworten. Man kann jedoch folgende Schlüsselmomente festhalten:

  • 1796-1797: Napoleons militärische Erfolge in Italien begründen seinen Ruhm und seine Popularität.
  • 9. November 1799 (18. Brumaire): Der Staatsstreich stürzt das Direktorium und etabliert das Konsulat mit Napoleon als führende Figur.
  • 1799-1804: Napoleon festigt seine Macht als Erster Konsul durch Reformen, Friedensschlüsse und Plebiszite.
  • 1802: Napoleon wird zum Konsul auf Lebenszeit ernannt.
  • 2. Dezember 1804: Die Kaiserkrönung macht Napoleon zum Kaiser der Franzosen und besiegelt seine Alleinherrschaft.

Man kann also sagen, dass Napoleon zwischen 1796 und 1804 schrittweise an die Macht kam, wobei der Staatsstreich des 18. Brumaire und die Kaiserkrönung die entscheidenden Wendepunkte waren. Seine militärischen Erfolge und seine Fähigkeit, die politische Instabilität der Nachrevolutionszeit auszunutzen, trugen maßgeblich zu seinem Aufstieg bei.

Es ist wichtig zu betonen, dass Napoleons Machtergreifung nicht nur das Ergebnis persönlicher Ambition und militärischen Erfolgs war, sondern auch ein Ausdruck der politischen und sozialen Umstände in Frankreich nach der Revolution. Die Sehnsucht nach Ordnung, Stabilität und einer starken Führungspersönlichkeit schuf den Nährboden für seinen Aufstieg zur Alleinherrschaft.

Die Geschichte Napoleons ist ein faszinierendes Beispiel für den Aufstieg und Fall eines Mannes, der Europa nachhaltig geprägt hat. Seine Herrschaft hinterließ tiefgreifende Spuren in der politischen und gesellschaftlichen Ordnung des Kontinents, und sein Einfluss ist bis heute spürbar.

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