Wann Kommt Zelda 2 Raus
Ach, Zelda 2: The Adventure of Link. Allein der Name lässt bei manchen ein nostalgisches Seufzen und bei anderen ein panisches Zucken der Augenbraue entstehen. Wann kam dieses... sagen wir mal... "einzigartige" Spiel eigentlich raus? Das ist eine Frage, die uns tiefer führt, als man denkt – quasi in einen versteckten Dungeon voller Überraschungen und kleiner Anekdoten.
Der japanische Vorbote
Fangen wir in Japan an, dem Geburtsort von The Legend of Zelda. Dort erblickte Zelda 2, damals noch unter dem Namen Zelda II: Link no Bouken (Link's Adventure), am 14. Januar 1987 das Licht der Welt. Ja, das ist schon eine Weile her. Stell dir vor, du sitzt zuhause, dein Famicom glüht, und du steckst dieses neue Zelda-Spiel rein. Aber was ist das? Seitenansicht? Rollenspiel-Elemente? Das ist ja ganz anders als der Vorgänger!
Man stelle sich die verdutzten Gesichter der ersten Spieler vor, als sie feststellten, dass Zelda 2 so gar nicht dem entsprach, was sie von einem Zelda-Spiel erwarteten.
Ein Jahr der Geduld (oder Ungeduld?)
Für alle, die außerhalb Japans wohnten, hieß es dann: warten. Ein ganzes Jahr! Das ist eine lange Zeit, besonders wenn man bedenkt, dass es noch kein Internet gab, um sich die Zeit mit endlosen Foren-Diskussionen und Leak-Videos zu vertreiben. Gerüchte kursierten, Artikel in Spielezeitschriften wurden verschlungen und jeder noch so kleine Fetzen Information wurde gierig aufgesogen.
Nordamerika erobert Hyrule (oder umgekehrt?)
In Nordamerika war es dann endlich im Dezember 1988 soweit. Zelda 2: The Adventure of Link eroberte die NES-Konsolen und die Herzen (oder zumindest die Nerven) der Spieler. Und wieder: Überraschung! Nicht nur war das Spiel anders, es war auch... schwer. Verdammt schwer! Dunkle Wälder, aggressive Monster, und ein Schwierigkeitsgrad, der selbst gestandene Zelda-Veteranen zur Verzweiflung trieb. Aber genau das machte es ja auch irgendwie... charmant?
Europa und Australien: Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk
Europa und Australien mussten sich noch etwas länger gedulden. Hier kam Zelda 2 erst im Jahr 1989 auf den Markt. Stell dir vor, du hast das Spiel in Nordamerika oder Japan schon längst durchgespielt (oder aufgegeben) und deine Freunde in Europa fragen dich ständig: "Ist das Spiel wirklich so anders?" Und du antwortest mit einem geheimnisvollen Lächeln: "Warte ab..."
Was macht Zelda 2 so... speziell?
Warum ist Zelda 2 so ein Sonderfall in der Zelda-Reihe? Nun, das Spiel weicht in vielerlei Hinsicht vom klassischen Zelda-Schema ab. Die Seitenansicht, die Rollenspiel-Elemente mit Erfahrungspunkten und Levelaufstieg, die komplexere Story... all das macht Zelda 2 zu einem einzigartigen Erlebnis. Manche lieben es dafür, andere hassen es. Aber eines ist sicher: Es lässt niemanden kalt.
Man könnte sagen, Zelda 2 ist wie der exzentrische Onkel auf der Familienfeier. Er tanzt aus der Reihe, erzählt komische Witze und macht Dinge, die niemand so richtig versteht. Aber irgendwie hat man ihn doch lieb.
Ein bleibender Eindruck
Obwohl Zelda 2 oft als das "schwarze Schaf" der Zelda-Familie bezeichnet wird, hat es doch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Viele der Elemente, die in Zelda 2 eingeführt wurden, fanden später in anderen Zelda-Spielen wieder Verwendung. Und die Fans, die Zelda 2 damals durchgespielt haben, werden die Erfahrung wohl nie vergessen. Die Frustration, die Freude, die Genugtuung, wenn man endlich den Darknut besiegt hat... das alles schweißt zusammen.
Also, wann kam Zelda 2 raus? Japan: 1987. Nordamerika: 1988. Europa und Australien: 1989. Aber wichtiger als das Datum ist die Erinnerung an ein Spiel, das anders war, das polarisierte und das uns gezeigt hat, dass auch ein Zelda-Spiel mal aus der Reihe tanzen darf.
Und wer weiß, vielleicht erleben wir ja irgendwann mal ein Zelda 2-Remake, das all die Fehler ausbügelt und das Potenzial dieses ungewöhnlichen Spiels voll ausschöpft. Bis dahin bleibt uns die Nostalgie und die Erinnerung an die Zeit, als wir uns in The Adventure of Link verirrt haben.
