Wann Muss Der Vermieter Die Elektrik Erneuern
Okay, mal ehrlich. Wann muss der Vermieter die Elektrik erneuern? Das ist die Frage aller Fragen, oder? Und meine (zugegebenermaßen vielleicht etwas unpopuläre) Meinung dazu? Öfter! Viel öfter!
Das Dunkle Zeitalter in der Wand
Wir alle kennen das. Du ziehst in eine schnuckelige Altbauwohnung ein. Die Stuckdecke ist ein Traum, die Dielen knarren herrlich. Romantik pur! Bis du versuchst, deinen Föhn, den Toaster und das Handy gleichzeitig anzuschließen. Dann knallt’s. Und zwar nicht vor Begeisterung.
Die Elektrik ist oft so alt, dass sie vermutlich noch mit Brieftauben kommuniziert. Klar, der Vermieter sagt: "Ist doch alles gut! Licht geht doch!" Ja, aber wie das Licht geht! Flackernd wie eine Kerze im Windkanal. Und wenn du Pech hast, begleitet von einem leichten Brandgeruch. Mmmh, Lagerfeuer-Aroma in der Wohnung.
Die "Das-Reicht-Doch-Noch"-Mentalität
Ich glaube, viele Vermieter leiden unter der "Das-Reicht-Doch-Noch"-Mentalität. Eine Steckdose funktioniert? Perfekt! Warum also Geld in etwas investieren, das man nicht sieht? Weil, lieber Vermieter, deine Mieter nicht mehr mit Kerzen beleuchten wollen! Wir leben im 21. Jahrhundert! Wir wollen Netflix gucken, staubsaugen und gleichzeitig den neuesten TikTok-Trend filmen. Ohne Kurzschluss!
Und ja, ich weiß. Eine komplette Elektro-Sanierung ist teuer. Aber mal ganz ehrlich: Was ist teurer? Eine zeitgemäße Wohnung, die langfristig Mieter anzieht und hält, oder eine veraltete Bruchbude, in der ständig der Strom ausfällt und die Brandgefahr hoch ist? Denk mal drüber nach!
Wann ist "alt" wirklich alt?
Wann ist die Elektrik eigentlich "alt genug", um erneuert zu werden? Gute Frage! Gesetzlich gibt es da natürlich Richtlinien und Fristen. Aber ich sage mal so: Wenn deine Sicherungen noch aussehen wie Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg, dann ist es definitiv Zeit für ein Update. Wenn der Sicherungskasten so groß ist wie ein Kühlschrank, ebenfalls. Und wenn die Kabel noch mit Stoff umwickelt sind... nun ja, dann reden wir hier eher von einem Museumsstück als von einer zeitgemäßen Elektroinstallation.
Merke: Frag deinen Vermieter explizit nach dem letzten E-Check. Der ist nämlich Pflicht! Und wenn er dir komisch ausweicht oder nur murmelt, dass "alles in Ordnung" sei, dann sei skeptisch. Sehr skeptisch.
Mein Unpopulärer Vorschlag: Die Elektro-Flatrate
Hier kommt meine unpopuläre Meinung: Warum gibt es eigentlich keine "Elektro-Flatrate"? So wie eine Heizkostenpauschale? Vermieter zahlen regelmäßig einen Betrag in einen Topf. Und aus diesem Topf werden dann Elektro-Sanierungen finanziert. So muss nicht ein einzelner Vermieter die volle Last tragen. Wäre das nicht fair? Praktisch? Genial?
Ich weiß, ich weiß. Das ist wahrscheinlich Träumerei. Aber träumen darf man ja wohl noch! Und solange träume ich weiter von einer Welt, in der man bedenkenlos drei Handys, einen Föhn und den Toaster gleichzeitig anschließen kann. Ohne Angst vor einem Blackout. Oder einem Wohnungsbrand.
Der Mieter als Elektro-Sheriff
Was kannst du als Mieter tun? Augen aufhalten! Sei dein eigener Elektro-Sheriff! Wenn du verdächtige Geräusche hörst, komische Gerüche riechst oder ständig Stromausfälle hast, dann sprich deinen Vermieter an. Und wenn das nichts bringt, dann hol dir professionelle Hilfe. Ein Elektriker kann dir sagen, ob Handlungsbedarf besteht. Und im schlimmsten Fall kannst du sogar eine Mietminderung geltend machen. Aber soweit sollte es ja nicht kommen, oder? Denn eigentlich wollen wir doch alle nur eines: Strom. Und zwar sicher und zuverlässig.
Also, liebe Vermieter, nehmt euch ein Herz. Investiert in die Elektrik eurer Wohnungen. Eure Mieter werden es euch danken. Und eure Versicherungen auch!
Und liebe Mieter, bleibt wachsam! Denn im Zweifelsfall müsst ihr eure eigenen vier Wände vor dem Dunklen Zeitalter bewahren. Und vor dem Kurzschluss.
Und vielleicht, ganz vielleicht, wird meine unpopuläre Meinung ja doch irgendwann populär. Man weiß ja nie. Bis dahin: Achtet auf eure Sicherungen!
