Wann Und Wo Starb Mozart
Servus, liebe Reisefreunde! Setzt euch gemütlich hin, schenkt euch vielleicht einen Melange ein, und lasst mich euch mitnehmen auf eine ganz besondere Reise. Eine Reise in die Vergangenheit, genauer gesagt, ins Wien des späten 18. Jahrhunderts. Eine Reise, die uns an einen Ort führt, der für Musikliebhaber und Geschichtsinteressierte gleichermaßen von Bedeutung ist: zu den letzten Stunden und dem unvermeidlichen Tod von Wolfgang Amadeus Mozart.
Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Besuch in Wien. Die Stadt atmet Geschichte, und überall spürt man den Geist großer Künstler. Ich war damals auf der Suche nach den Spuren Mozarts, wollte mehr erfahren über diesen genialen Komponisten, dessen Musik mich schon mein Leben lang begleitet. Und natürlich, wie könnte es anders sein, wollte ich dem Ort seiner letzten Ruhestätte so nahe wie möglich sein.
Die Frage aller Fragen: Wann genau starb Mozart?
Die Antwort scheint einfach: Wolfgang Amadeus Mozart starb am 5. Dezember 1791. Aber wie so oft, steckt der Teufel im Detail. Dieser Dezembertag war alles andere als friedlich. Stellen wir uns vor: Wien, eine Metropole im Winterkleid, die Luft kalt und feucht. In einer kleinen, bescheidenen Wohnung, in der Rauhensteingasse Nr. 8 (die es heute leider nicht mehr gibt), liegt ein Mann im Sterben. Es ist Mozart, gerade einmal 35 Jahre alt, von Krankheit gezeichnet und von einer mysteriösen Todesursache geplagt. Er ist umgeben von seiner Frau Constanze, seinen engsten Freunden und Ärzten.
Berichte erzählen von hohem Fieber, Schmerzen und einem geschwollenen Körper. Die genauen Umstände seines Todes sind bis heute ein Rätsel, das zu unzähligen Spekulationen Anlass gegeben hat. War es eine Vergiftung? Ein Nierenversagen? Oder doch eine ganz andere Krankheit? Die Wahrheit liegt wohl für immer im Dunkeln. Fest steht jedoch, dass dieser 5. Dezember ein Schicksalstag für die Musikwelt war.
Die Stunden vor dem Tod
Es wird berichtet, dass Mozart bis kurz vor seinem Tod noch am Requiem arbeitete, jenem unvollendeten Meisterwerk, das zur Legende wurde. Er soll versucht haben, seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr Anweisungen für die Fertigstellung zu geben. Eine berührende Szene, die die unglaubliche Leidenschaft und Hingabe Mozarts für seine Musik verdeutlicht. Man kann sich vorstellen, wie er, geschwächt und gequält, sich dennoch bemühte, sein Vermächtnis zu sichern.
Seine Frau Constanze war in diesen schweren Stunden unermüdlich an seiner Seite. Sie sorgte für ihn, tröstete ihn und versuchte, ihm die Angst vor dem Tod zu nehmen. Es muss eine unerträgliche Belastung für sie gewesen sein, ihren geliebten Mann so leiden zu sehen. Auch seine Schwester Nannerl kam nach Wien, um ihrem Bruder beizustehen.
Wo genau fand Mozart seinen Tod?
Wie bereits erwähnt, starb Mozart in seiner Wohnung in der Rauhensteingasse Nr. 8. Dieses Haus existiert heute leider nicht mehr, da es im Laufe der Zeit abgerissen wurde. An seiner Stelle befindet sich heute das Kaufhaus Steffl, ein bekanntes Wahrzeichen Wiens. Das ist natürlich etwas enttäuschend, wenn man sich auf die Suche nach den Originalschauplätzen Mozarts begibt. Aber keine Sorge, es gibt dennoch viele Orte in Wien, an denen man dem Genie nahe sein kann.
Ein kleiner Trost ist die Gedenktafel am Steffl, die an Mozarts Tod erinnert. Sie ist zwar nicht der Originalschauplatz, aber sie dient als Mahnung an den großen Komponisten und seinen kurzen, aber intensiven Lebensweg. Hier kann man kurz innehalten und sich vorstellen, wie es wohl war, in dieser Gasse zu leben, zur Zeit Mozarts. Man kann sich vorstellen, wie die Kutschen durch die Gassen fuhren, die Händler ihre Waren anpriesen und die Menschen ihren täglichen Geschäften nachgingen.
Die Suche nach Mozarts letzter Ruhestätte
Nach seinem Tod wurde Mozart auf dem Sankt Marxer Friedhof beigesetzt. Dieser Friedhof liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums und ist heute ein ruhiger und besinnlicher Ort. Auch hier gibt es ein kleines Problem: Mozarts Grab ist nicht mehr genau lokalisierbar. Er wurde in einem sogenannten Schachtgrab beigesetzt, einem Sammelgrab für mehrere Personen. Die genaue Position seines Leichnams ist daher unbekannt.
Auf dem Sankt Marxer Friedhof befindet sich jedoch ein Gedenkstein, der an Mozart erinnert. Dieser Stein wurde erst später aufgestellt und ist natürlich nicht das Originalgrab, aber er ist ein wichtiger Ort für Mozart-Fans aus aller Welt. Hier kann man Blumen niederlegen, eine Kerze anzünden und in stiller Andacht dem großen Komponisten gedenken. Ich fand diesen Ort sehr bewegend und spürte eine tiefe Verbundenheit mit Mozart und seiner Musik.
Der Besuch des Sankt Marxer Friedhofs ist eine fast meditative Erfahrung. Die Stille, die alten Bäume und die vielen Gedenksteine schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Hier kann man dem Trubel der Stadt entfliehen und sich ganz auf die Erinnerung an Mozart konzentrieren.
Weitere Spuren Mozarts in Wien
Auch wenn die Rauhensteingasse und das tatsächliche Grab nicht mehr existieren, gibt es in Wien noch viele andere Orte, an denen man Mozart auf den Spuren wandeln kann. Ein absolutes Muss ist das Mozarthaus Vienna, ein Museum in der Domgasse 5, in dem Mozart von 1784 bis 1787 lebte. Hier kann man viel über sein Leben, seine Musik und seine Familie erfahren. Die Ausstellung ist sehr informativ und interaktiv gestaltet, so dass auch Kinder und Jugendliche ihren Spaß daran haben werden.
Auch die Staatsoper Wien ist ein wichtiger Ort für Mozart-Liebhaber. Hier werden regelmäßig seine Opern aufgeführt, und es ist ein unvergessliches Erlebnis, eine Aufführung in diesem prachtvollen Haus zu besuchen. Ich hatte das Glück, dort Die Zauberflöte zu sehen, und war überwältigt von der Inszenierung und der Musik.
Und natürlich darf man die vielen Konzerte mit Mozart-Musik nicht vergessen, die in Wien stattfinden. Ob in Kirchen, Schlössern oder Konzertsälen – überall kann man seine Musik live erleben und sich von ihrer Schönheit und Kraft berühren lassen. Informiert euch am besten vor eurer Reise über die aktuellen Termine und sichert euch rechtzeitig eure Tickets.
Mein Fazit
Wien ist und bleibt ein magischer Ort für alle, die sich für Mozart interessieren. Auch wenn man die Frage, wann und wo Mozart starb, beantworten kann, bleibt doch ein gewisser Schleier des Geheimnisvollen. Aber gerade das macht die Faszination dieses großen Komponisten aus. Nehmt euch Zeit, um die Stadt zu erkunden, die Spuren Mozarts zu suchen und seine Musik zu genießen. Es ist eine Reise, die sich lohnt und die euch für immer in Erinnerung bleiben wird.
Ich hoffe, mein kleiner Reisebericht hat euch gefallen und euch inspiriert, selbst nach Wien zu reisen und Mozart auf den Spuren zu wandeln. Lasst mich wissen, wenn ihr Fragen habt oder weitere Tipps benötigt. Bis bald und viel Spaß beim Reisen!
