Warum Ziehen Mädchen Ihre Hose So Hoch
Hand aufs Herz, Mädels. Seien wir ehrlich. Warum diese Hosen so hochgezogen werden?
Ich meine, ich verstehe es ja. Irgendwie. Aber eben auch nicht so richtig.
Der Bund sitzt wo?
Früher, in den glorreichen Neunzigern (und frühen 2000ern! *schauder*), saßen Hosen tief. Tief! Man konnte fast das Steißbein sehen. Erinnerungen an *Britney Spears* und *Christina Aguilera* kommen hoch...oder eben runter. Sehr weit runter.
Heute? Heute ist das anders. Der Hosenbund wohnt quasi in der Nähe des BHs. Er hat ein WG-Zimmer in der Nähe des Solarplexus bezogen. Ist das bequem? Fraglich.
Die Sache mit der Sanduhr
Ich höre euch schon argumentieren: "Das macht eine tolle Figur! Sanduhr-Silhouette!" Ja, mag sein. Aber ist das wirklich der einzige Grund? Ich meine, es gibt auch Kleider und Röcke, die eine Sanduhr-Silhouette zaubern. Ohne dass der Hosenbund gefühlt die inneren Organe verschiebt.
Außerdem, mal ehrlich, bei einigen sieht es aus, als ob die Hose jeden Moment unter der Brust rausquellen würde. Ein bisschen wie ein schlecht gebundener Sack Kartoffeln. (Tut mir leid, das war jetzt fies. Aber ich musste es loswerden.)
Der Kampf gegen die Hüftpolster
Ist es vielleicht ein verzweifelter Kampf gegen die ungeliebten Hüftpolster? Ein Versuch, sie zu verstecken, zu unterdrücken, ihnen jedwede Möglichkeit zu nehmen, sich zu entfalten? "Nein, Hüftgold! Du bleibst HIER! Unter dem Hosenbund-Gefängnis!"
Ich sage: Befreit die Hüften! Lasst sie atmen! Es ist okay, nicht auszusehen wie ein Strich in der Landschaft. Ein bisschen Rundung ist doch schön! Und vor allem: menschlich.
Komfort-Zone?
Man könnte argumentieren: "Das ist doch bequem!" Ist es das wirklich? Wirklich, wirklich? Sitzt man da nicht permanent mit dem Gefühl, dass die Hose einen stranguliert? Oder dass man jeden Moment platzt? (Okay, vielleicht bin ich da überempfindlich. Ich mag es, wenn meine Hosen atmen können. Und ich auch.)
Vielleicht ist es auch eine Art *Retro-Trend*. Wir haben die tiefsitzenden Hosen hinter uns gelassen (zum Glück!). Jetzt sind die Hochhaus-Hosen dran. Was kommt als nächstes? Hosen, die bis zu den Achseln reichen?
Ich persönlich befürchte ja den Tag, an dem die Hosen so hoch sitzen, dass sie gleichzeitig als Top fungieren. Dann haben wir den Einteiler 2.0.
Die Macht der Gewohnheit
Vielleicht ist es einfach nur Gewohnheit. Alle tragen es. Also tragen wir es auch. Der Gruppenzwang ist stark. Vor allem, wenn er so subtil daherkommt wie ein hochgezogener Hosenbund.
Ich erinnere mich an meine eigene Teenager-Zeit. Da war es "in", die Hosen so tief zu tragen, dass man die Unterhose sah. (Oh Gott, die Neunziger...). Ich habe es mitgemacht. Weil alle es taten. War es bequem? Nein. Sah es gut aus? Definitiv nicht. Aber es war "in".
Mein (unpopuläre) Meinung
Hier meine ehrliche, vielleicht etwas provokante Meinung: Ich finde, es sieht oft einfach nicht gut aus. Es wirkt gezwungen. Unnatürlich. Und manchmal sogar ein bisschen lächerlich.
Aber hey, das ist nur meine Meinung. Jeder soll tragen, was er oder sie mag. Wenn ihr euch in euren Hochhaus-Hosen wohlfühlt, dann bitte! Ich will euch nicht davon abhalten.
Aber vielleicht...nur vielleicht...probiert ihr mal wieder eine Hose mit normaler Leibhöhe. Oder sogar...*hüstel*...eine mit tiefem Bund. Nur um zu sehen, wie es sich anfühlt. Vielleicht erlebt ihr ja eine angenehme Überraschung.
Und wenn nicht? Dann zieht eure Hosen eben weiter hoch. Ich werde euch trotzdem lieben. (Aber vielleicht ein bisschen komisch anschauen.)
Denn am Ende des Tages ist das Wichtigste, dass ihr euch wohlfühlt in eurer Haut – und in eurer Hose. Egal, wo der Bund sitzt. *Hauptsache bequem!* (Na ja, und einigermaßen ansehnlich. Aber das ist ja Geschmackssache.)
