Was Dürfen Kaninchen Von Der Wiese Fressen
Hast du dich jemals gefragt, was deine kleinen, flauschigen Freunde von der grünen Wiese knabbern dürfen? Stell dir vor, deine Kaninchen wären kleine Gourmet-Tester, die alles, was die Natur zu bieten hat, probieren wollen. Aber Vorsicht, nicht alles, was grün ist, ist auch ein Leckerbissen für deine Hoppler!
Was ist denn nun erlaubt?
Die gute Nachricht zuerst: Eine ganze Menge! Gras ist natürlich die absolute Nummer eins. Stell dir vor, deine Kaninchen hätten ihren eigenen kleinen Rasenmäher-Job. Sie lieben es, das saftige Grün zu mümmeln. Aber wie bei allem im Leben, gilt auch hier: In Maßen! Zu viel frisches Gras auf einmal kann zu Bauchweh führen. Denk dran, langsam anfüttern, besonders im Frühling, wenn das Gras besonders üppig sprießt.
Dann wären da noch die Kräuter! Löwenzahn ist ein wahrer Hit! Nicht nur die Blätter, sondern auch die Blüten sind für Kaninchen ein Festmahl. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und schmecken den meisten Kaninchen einfach köstlich. Aber Achtung: Löwenzahn kann harntreibend wirken. Also nicht gleich einen ganzen Strauss verfüttern! Ähnliches gilt für Spitzwegerich, ein weiteres Kraut, das auf vielen Wiesen wächst und von Kaninchen gerne gefressen wird. Er wirkt entzündungshemmend und ist gut für die Atemwege. Quasi eine kleine Naturapotheke für deine Fellnasen!
Auch Gänseblümchen sind erlaubt. Diese kleinen, fröhlichen Blümchen sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch für deine Kaninchen verträglich. Sie knabbern gerne an den Blättern und Blüten. Stell dir vor, wie sie die Wiese in ein kleines Blütenmeer verwandeln, während sie genüsslich daran knabbern!
Vorsicht, Falle! Diese Pflanzen sind tabu!
Aber jetzt kommt der wichtige Teil: Es gibt auch Pflanzen, die für Kaninchen giftig sind. Hier ist Vorsicht geboten! Fingerhut zum Beispiel ist absolut tabu! Er enthält starke Giftstoffe, die für Kaninchen lebensbedrohlich sein können. Also: Finger weg davon!
Auch Hahnenfuß ist keine gute Idee. Diese gelben Blümchen sehen zwar hübsch aus, sind aber giftig. Sie können zu Reizungen im Maul und im Magen-Darm-Trakt führen. Also lieber nicht verfüttern!
Und Efeu? Auch keine gute Wahl! Efeu ist giftig und kann bei Kaninchen zu Vergiftungserscheinungen führen. Lieber auf Nummer sicher gehen und Efeu meiden.
Buchsbaum ist ein weiteres No-Go. Er enthält Alkaloide, die für Kaninchen giftig sind. Auch hier gilt: Finger weg!
Denk dran: Im Zweifelsfall lieber eine Pflanze nicht verfüttern, wenn du dir unsicher bist, ob sie für Kaninchen geeignet ist. Lieber einmal zu vorsichtig sein als einmal zu wenig!
"Wenn du eine Pflanze nicht kennst, lass deine Kaninchen sie auch nicht kennenlernen!"
Wie füttere ich richtig?
Das A und O ist, die Pflanzen gut zu kennen. Sammle am besten nur Pflanzen, die du eindeutig identifizieren kannst. Wenn du dir unsicher bist, frage lieber einen Experten oder informiere dich in einem Fachbuch oder im Internet.
Sammle die Pflanzen am besten an einem Ort, der nicht von Hunden oder anderen Tieren verunreinigt ist. Auch stark befahrene Straßen solltest du meiden, da die Pflanzen dort mit Schadstoffen belastet sein können.
Wasche die Pflanzen vor dem Verfüttern gründlich ab, um Schmutz und eventuelle Pestizide zu entfernen. Und wie gesagt: Fang langsam an! Gib deinen Kaninchen am Anfang nur kleine Mengen, um zu sehen, wie sie darauf reagieren. Wenn sie die Pflanzen gut vertragen, kannst du die Menge langsam steigern.
Und das Wichtigste: Beobachte deine Kaninchen! Wenn sie nach dem Fressen von Wiesenpflanzen Anzeichen von Unwohlsein zeigen, wie zum Beispiel Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen, solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen.
Also, worauf wartest du noch? Ab auf die Wiese und sammle leckere Kräuter für deine kleinen Freunde! Aber denk dran: Wissen ist Macht! Informiere dich gut, bevor du loslegst, und achte darauf, dass du nur Pflanzen verfütterst, die für Kaninchen geeignet sind. Dann steht einem fröhlichen Wiesenfest für deine Hoppler nichts mehr im Wege!
Mit ein bisschen Sorgfalt und Aufmerksamkeit kannst du deinen Kaninchen eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung bieten. Und wer weiß, vielleicht entdeckst du ja sogar deinen inneren Kräuterexperten!
