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Was Ist Der Dritte Stand


Was Ist Der Dritte Stand

Hallo liebe Reisefreunde! Euer Geschichts- und Kultur-begeisterter Freund, Hans, meldet sich wieder! Heute entführen wir euch auf eine faszinierende Zeitreise ins Frankreich des 18. Jahrhunderts, genauer gesagt, in die Zeit vor der Französischen Revolution. Vergesst Eiffelturm und Croissants für einen Moment, denn wir begeben uns auf die Spuren des "Dritten Standes" – einer sozialen Gruppe, deren Bedeutung oft unterschätzt wird, aber die die Geschichte Frankreichs maßgeblich geprägt hat. Stellt euch vor, ihr schlendert durch die belebten Straßen von Paris, hört das Hämmern der Handwerker, das laute Feilschen auf den Märkten und das angeregte Gespräch der Bürger in den Cafés. Genau hier, mitten im Herzen des damaligen Frankreichs, entfaltet sich die Geschichte des Dritten Standes.

Wer gehörte zum Dritten Stand? Eine bunte Mischung!

Der Dritte Stand war keine homogene Gruppe, sondern vielmehr ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Menschen unterschiedlicher Berufe, sozialer Schichten und Lebensumstände. Im Grunde umfasste er alle, die weder Klerus (der Erste Stand) noch Adel (der Zweite Stand) angehörten. Das waren über 90% der französischen Bevölkerung! Wow, oder? Denkt an das nächste Mal, wenn ihr in Paris seid: Die Mehrheit der Menschen, die ihr trefft, hätten damals zum Dritten Stand gehört! Um es etwas genauer zu machen, hier eine kleine Aufschlüsselung:

Bürgertum (Bourgeoisie):

Das Bürgertum bildete die Spitze des Dritten Standes. Dazu gehörten wohlhabende Kaufleute, Bankiers, Anwälte, Ärzte, Gelehrte und andere Intellektuelle. Sie waren oft gut ausgebildet und verfügten über ein beachtliches Vermögen, aber im Gegensatz zum Adel hatten sie keine politischen Privilegien. Sie träumten von Einfluss und Anerkennung, die ihnen aufgrund ihrer Herkunft verwehrt blieben. Stellt euch vor, wie frustrierend es sein muss, hart zu arbeiten und erfolgreich zu sein, aber trotzdem immer im Schatten des Adels zu stehen! Sie trafen sich in Salons, diskutierten über die Ideen der Aufklärung und schmiedeten Pläne für eine bessere Zukunft. Viele der späteren Revolutionäre kamen aus dieser Schicht.

Handwerker und Gewerbetreibende:

Diese Gruppe war enorm wichtig für die Wirtschaft. Schuhmacher, Bäcker, Schneider, Schreiner, Schmiede – sie alle sorgten dafür, dass das tägliche Leben funktionierte. Sie waren oft in Zünften organisiert, die strenge Regeln für die Produktion und den Handel festlegten. Ihr Leben war hart und von der Arbeit geprägt, aber sie waren stolz auf ihr Handwerk und ihre Unabhängigkeit. Wenn ihr durch alte Viertel französischer Städte schlendert, achtet auf die alten Werkstätten und Schilder – sie zeugen von der einstigen Bedeutung dieser Handwerker.

Bauern:

Die größte Gruppe innerhalb des Dritten Standes waren die Bauern. Sie lebten auf dem Land und bestellten die Felder. Ihr Leben war hart und entbehrungsreich. Sie waren abhängig von der Ernte und den Launen des Wetters. Zudem mussten sie hohe Steuern und Abgaben an den Adel und die Kirche zahlen. Oft lebten sie in bitterer Armut und waren ständig von Hungersnöten bedroht. Stellt euch vor, ihr müsstet den Großteil eurer Ernte abgeben und hättet kaum genug für euch selbst und eure Familie! Der Unmut der Bauern war ein wichtiger Faktor für den Ausbruch der Revolution.

Tagelöhner und Besitzlose:

Am unteren Ende der sozialen Leiter standen die Tagelöhner und Besitzlosen. Sie hatten kein eigenes Land und waren auf Gelegenheitsarbeiten angewiesen. Sie lebten oft in bitterer Armut und waren ständig auf der Suche nach Arbeit und Nahrung. Ihr Leben war von Unsicherheit und Not geprägt. Sie waren besonders anfällig für Krankheiten und Hungersnöte. Diese Menschen, oft vergessen in den Geschichtsbüchern, waren aber ein wesentlicher Teil des Dritten Standes und ihre Verzweiflung trug zur Radikalisierung der Revolution bei.

Warum war der Dritte Stand so unzufrieden?

Die Unzufriedenheit des Dritten Standes hatte viele Gründe. Vor allem die Ungleichheit und die mangelnde politische Teilhabe spielten eine entscheidende Rolle. Der Adel und der Klerus waren von Steuern befreit und genossen zahlreiche Privilegien, während der Dritte Stand die Hauptlast der Staatsfinanzierung trug. Zudem hatten sie kaum eine Möglichkeit, ihre Interessen politisch zu vertreten. Die Ständeversammlung, die einzige Institution, in der die drei Stände zusammenkamen, war ungerecht organisiert. Jeder Stand hatte eine Stimme, obwohl der Dritte Stand zahlenmäßig weit überlegen war. Das bedeutete, dass Adel und Klerus sich immer durchsetzen konnten, selbst wenn die Mehrheit des Volkes anderer Meinung war.

Die Ideen der Aufklärung trugen ebenfalls zur Unzufriedenheit bei. Denker wie Rousseau und Voltaire kritisierten die Ungleichheit und forderten mehr Rechte für das Volk. Diese Ideen verbreiteten sich in den Salons und Cafés und beeinflussten das Denken des Bürgertums. Sie begannen, ihre eigene Position zu hinterfragen und nach einer gerechteren Gesellschaft zu streben. Stellt euch vor, ihr entdeckt plötzlich, dass die Welt, in der ihr lebt, nicht so sein muss, wie sie ist! Dieser Gedanke war für viele Menschen im Dritten Stand revolutionär.

Wirtschaftliche Probleme verschärften die Situation zusätzlich. Missernten und Hungersnöte führten zu steigenden Preisen und Armut. Viele Menschen verloren ihre Arbeit und waren auf Almosen angewiesen. Die Staatsfinanzen waren zerrüttet, und der Staat versuchte, die Probleme durch immer höhere Steuern zu lösen, was die Unzufriedenheit nur noch weiter anheizte.

Der Dritte Stand und die Französische Revolution

Die Unzufriedenheit des Dritten Standes kulminierte schließlich in der Französischen Revolution von 1789. Als der König die Ständeversammlung einberief, um über die Finanzkrise zu beraten, nutzte der Dritte Stand die Gelegenheit, seine Forderungen nach mehr politischer Teilhabe zu artikulieren. Als sich der König weigerte, auf ihre Forderungen einzugehen, erklärten sich die Abgeordneten des Dritten Standes zur Nationalversammlung und schworen, nicht eher auseinanderzugehen, bis sie eine neue Verfassung für Frankreich ausgearbeitet hätten. Dieser Schwur, bekannt als der Ballhausschwur, markierte den Beginn der Revolution.

"Wir schwören, uns niemals zu trennen und uns überall wieder zu versammeln, wo es die Umstände erfordern, bis die Verfassung des Königreichs geschaffen und auf solider Grundlage befestigt ist." - Der Ballhausschwur

Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789, ein Ereignis, das ihr sicherlich aus dem Geschichtsunterricht kennt, war ein weiterer Wendepunkt. Er symbolisierte den Zusammenbruch der königlichen Autorität und den Beginn des Aufstandes des Volkes. Der Dritte Stand übernahm die Kontrolle über Paris und begann, eine neue Gesellschaft zu schaffen, in der Gleichheit und Freiheit im Vordergrund standen.

Die Französische Revolution war ein blutiger und turbulenter Prozess, aber sie führte letztendlich zur Abschaffung der Ständegesellschaft und zur Einführung einer Republik. Der Dritte Stand hatte endlich seine Ziele erreicht und konnte an der Gestaltung der Zukunft Frankreichs mitwirken. Die Revolution war ein Wendepunkt in der Geschichte Frankreichs und Europas und hatte einen großen Einfluss auf die Entwicklung der modernen Demokratie.

Auf den Spuren des Dritten Standes heute

Auch heute noch könnt ihr in Frankreich auf den Spuren des Dritten Standes wandeln. Besucht historische Stätten wie das Schloss von Versailles, um die Pracht des Adels zu bestaunen, aber vergesst nicht, auch die einfachen Viertel von Paris und anderen Städten zu erkunden, wo die Handwerker und Händler lebten und arbeiteten. Besucht Museen, die sich der Geschichte der Französischen Revolution widmen, und lest Bücher über die Lebensbedingungen des Dritten Standes. Und wenn ihr das nächste Mal ein Croissant in einer Pariser Bäckerei genießt, denkt daran, dass es die Arbeit der Bäcker des Dritten Standes war, die dieses köstliche Gebäck möglich gemacht hat!

Ich hoffe, diese kleine Zeitreise hat euch gefallen und euch einen Einblick in das Leben des Dritten Standes gegeben. Es ist eine Geschichte von Ungleichheit, Kampf und schließlich von Triumph. Und sie erinnert uns daran, wie wichtig es ist, für unsere Rechte einzustehen und eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen. Bis zum nächsten Mal, eure Hans!

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