Was Ist Der Größte Berg Der Welt
Habt ihr euch jemals gefragt, welcher Berg so richtig der Boss unter allen Bergen ist? Also, nicht nur ein bisschen höher, sondern so richtig: "Ich bin der Größte! Alle anderen sind Zwerge!" mäßig?
Klar, viele denken sofort an den Mount Everest. Und hey, der Everest ist auch echt 'ne Hausnummer! Mit seinen knapp 8.848 Metern (und ein paar Zerquetschten, weil die Erde sich ja auch ständig bewegt und wächst), ragt er schon ganz ordentlich in den Himmel. Stell dir vor, du würdest den Eiffelturm etwa 25-mal übereinander stapeln! Ziemlich beeindruckend, oder?
Aber ist das wirklich alles?
Moment mal! Bevor wir jetzt alle dem Everest die Krone aufsetzen, sollten wir uns mal umschauen. Denn "Größe" kann ja verschiedene Dinge bedeuten. Nehmen wir zum Beispiel den Mauna Kea auf Hawaii. Klingt erstmal nicht so wild, oder? Hawaii, Strand, Urlaub… Berge sind da eher Nebensache. Aber aufgepasst!
Der Clou beim Mauna Kea ist, dass der größte Teil des Berges unter Wasser liegt. Wenn wir nämlich die gesamte Höhe von der Basis am Meeresboden bis zur Spitze messen, dann kommt der Mauna Kea auf über 10.000 Meter! BÄM! Das ist ja wie beim Eisberg: Man sieht nur die Spitze, aber darunter verbirgt sich ein riesiger Eisklotz. Der Mauna Kea ist also so eine Art Unterwasser-Riese mit einer kleinen, bescheidenen Insel-Frisur.
Die Sache mit dem Messen ist kompliziert!
Jetzt kommt aber der Knackpunkt: Die meisten Leute (und die meisten Messungen) beziehen sich auf die Höhe über dem Meeresspiegel. Und da gewinnt eben der Everest. Aber wenn wir ehrlich sind, ist das ja irgendwie unfair dem armen Mauna Kea gegenüber! Der leistet ja auch 'ne Menge, nur eben unter Wasser. Ist ja nicht seine Schuld, dass er im Pazifik wohnt!
Es ist ein bisschen wie beim Basketball: Nur weil jemand gut darin ist, hoch zu springen, heißt das nicht, dass er auch der beste Basketballspieler ist. Es kommt ja auch auf andere Dinge an, wie Dribbeln, Passen, Werfen… Und beim Bergsteigen kommt es eben auch darauf an, wie steil der Berg ist, wie schwierig die Route ist und wie viele Sherpas man braucht, um den Gipfel zu erreichen (kleiner Scherz!).
Noch ein Kandidat: Chimborazo
Aber warte, da gibt es noch einen! Den Chimborazo in Ecuador. Was? Noch nie gehört? Kein Problem! Der Chimborazo ist zwar "nur" etwa 6.268 Meter hoch, aber seine Lage macht ihn zu etwas Besonderem. Ecuador liegt nämlich in der Nähe des Äquators, und die Erde ist dort etwas dicker als an den Polen. (Ja, die Erde ist nicht perfekt rund, sie ist eher so eine Art ausgebeulte Kartoffel!)
Dadurch ist der Gipfel des Chimborazo der Punkt auf der Erdoberfläche, der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt ist! Stell dir vor, du sitzt auf einer riesigen, ungleichmäßigen Drehscheibe. Wenn du am Rand sitzt, bist du weiter vom Mittelpunkt entfernt als wenn du in der Mitte sitzt. So ähnlich ist das auch mit dem Chimborazo.
Also, wer ist denn nun der Größte? Es kommt drauf an, wie man es sieht! Der Everest ist der höchste über dem Meeresspiegel. Der Mauna Kea ist der höchste von der Basis bis zur Spitze. Und der Chimborazo ist am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt. Es ist wie bei einem Schönheitswettbewerb: Jeder hat seine Vorzüge!
Letztendlich ist die Frage, welcher Berg der größte ist, also gar nicht so einfach zu beantworten. Es ist eher eine Frage der Perspektive. Und das ist ja auch das Schöne an der Welt: Es gibt so viele verschiedene Arten von "Größe"! Egal, ob du den Everest besteigst, am Strand vor dem Mauna Kea liegst oder dich einfach nur freust, dass es Berge gibt – Hauptsache, du hast Spaß dabei!
Und wer weiß, vielleicht entdecken wir ja irgendwann noch einen noch größeren Berg. Die Erde ist schließlich groß genug für Überraschungen!
