Was Ist Der Utilitarismus
Also, mal ehrlich. Habt ihr euch jemals gefragt, warum wir ständig versuchen, das "richtige" zu tun? Nicht nur so im Allgemeinen, sondern WIRKLICH darüber nachgedacht?
Was ist dieses "richtige" überhaupt?
Da kommt so ein komischer Kauz ins Spiel: der Utilitarismus. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht so sehr. Im Grunde sagt er: "Mach das, was für die meisten Leute am besten ist!" Stell dir vor, du hast nur noch ein Stück Schokokuchen. Sollst du es teilen? Oder alles selbst verdrücken? Laut Utilitarismus: Teilen! (Es sei denn, die anderen mögen keinen Schokokuchen. Dann: freie Fahrt für dich!)
Das Glücks-Barometer
Diese Idee dreht sich also alles um's Glück. Je mehr Glück, desto besser. Klingt doch eigentlich ganz nett, oder? So eine Art globales Glücks-Barometer. Wir alle versuchen, den Pegel so hoch wie möglich zu treiben. Problem gelöst! Weltfrieden, Liebe und Schokokuchen für alle!
...Moment mal.
Das Problem mit der Mehrheit (und meinem Schokokuchen)
Was, wenn die Mehrheit entscheidet, dass etwas Blödes gut ist? Sagen wir, die Mehrheit findet es witzig, Leuten die Schuhe zu klauen. Utilitaristisch gesehen: okay! Weil's die Mehrheit glücklich macht. Aber ist das wirklich richtig? Irgendwie fühlt sich das falsch an, oder?
"Das größte Glück der größten Zahl" – Jeremy Bentham, ein großer Name in der Utilitarismus-Szene. Netter Slogan, aber die Teufel stecken im Detail.
Und was, wenn die Mehrheit beschließt, dass sie dein Schokokuchen will? Nur weil sie mehr sind? Das ist ja fast schon Schokodiktatur!
Die Minderheit und der traurige Utilitarismus
Der Utilitarismus hat es nicht so mit Minderheiten. Stell dir vor, eine kleine Gruppe von Menschen braucht dringend Hilfe, aber die Mehrheit hat gerade keine Lust, zu helfen. Tja, Pech gehabt! Hauptsache, die Mehrheit ist glücklich. Das ist zwar logisch, aber auch irgendwie...herzlos, oder?
Meine (zugegeben, etwas egoistische) Meinung
Ich bin ja der Meinung, ein bisschen Egoismus darf schon sein. Nicht im Sinne von "Ich klaue Omas Handtasche", sondern eher so "Ich gönne mir jetzt dieses Stück Schokokuchen, weil ich es verdient habe". Vielleicht bin ich ein hoffnungsloser Fall, aber ich glaube, dass es wichtig ist, auch an sein eigenes Glück zu denken. Hauptsache, man schadet dabei niemandem (außer vielleicht dem Schokokuchen-Vorrat).
Klar, wir sollten versuchen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Aber vielleicht nicht, indem wir krampfhaft versuchen, jedes einzelne Lebewesen gleichzeitig glücklich zu machen. Sondern eher, indem wir kleine, nette Dinge tun, die uns selbst und den Menschen in unserer direkten Umgebung Freude bereiten.
Ein bisschen weniger "Utilitarismus", ein bisschen mehr "Menschlichkeit"
Vielleicht ist das der Schlüssel. Ein bisschen weniger starre Regeln und ein bisschen mehr Empathie. Ein bisschen weniger "Was bringt das für die meisten?", und ein bisschen mehr "Was ist das Richtige?".
Und ganz ehrlich: Manchmal ist das Richtige, einfach nur ein Stück Schokokuchen zu genießen, ohne sich schuldig zu fühlen.
Was meint ihr? Bin ich jetzt ein hoffnungsloser Egoist? Oder seht ihr das ähnlich?
Lasst es mich wissen (und bringt am besten Schokokuchen mit!).
