Was Ist Ein Volontariat
Okay, Freunde, lasst uns ehrlich sein. Wir reden hier über ein Volontariat. Klingt fancy, oder? Irgendwie nach Weltreise und Freiwilligenarbeit in einem fernen Land. Die Wahrheit? Manchmal fühlt es sich eher nach... nun ja, Praktikum auf Steroiden an.
Ich sage das jetzt einfach mal: Ich glaube, das Volontariat wird maßlos überschätzt. Ja, ich hab's gesagt. Steinigt mich! Aber hört mich erstmal an.
Was ist denn dieses ominöse Volontariat überhaupt?
Im Grunde ist es eine bezahlte (manchmal SEHR schlecht bezahlte) Ausbildung. Oft in den Medien, im Verlagswesen, im Museumsbereich. Also überall dort, wo man denkt: "Oh, das klingt interessant!" Und wo es gefühlt tausend Bewerber auf jede Stelle gibt. Happy Hunger Games!
Man lernt die Basics. Man hilft mit. Man macht Kaffee. Man kopiert. Man schleppt. Man schreibt vielleicht sogar mal einen Artikel, der dann unter dem Namen des Chefs veröffentlicht wird. Klingt verlockend, oder?
Die rosarote Brille
Viele sehen das Volontariat als DAS Sprungbrett in die Traumkarriere. Als den goldenen Schlüssel, der alle Türen öffnet. Man stellt sich vor, nach dem Volontariat wird man mit Jobangeboten bombardiert. Man wird Chefredakteur, Museumsdirektor, der nächste Christian Drosten. Realität? Man bewirbt sich trotzdem noch auf Praktika.
Klar, man lernt viel. Keine Frage. Man knüpft Kontakte. Man sammelt Erfahrung. Aber mal ehrlich: Kann man das nicht auch anders? Durch ein gutes Praktikum? Durch freie Mitarbeit? Durch... Eigeninitiative?
Ich weiß, ich weiß. Jetzt kommen die ganzen Volontariats-Verteidiger aus ihren Löchern gekrochen. "Aber man lernt doch so viel Verantwortung!" "Man bekommt einen umfassenden Einblick!" "Die Kontakte sind unbezahlbar!" Okay, okay, ist ja gut.
Aber mal Hand aufs Herz: Wie viele ehemalige Volontäre sitzen jetzt wirklich in den Chefetagen? Wie viele sind in ihrem Traumberuf gelandet? Und wie viele sind frustriert, weil sie nach zwei Jahren harter Arbeit wieder bei Null anfangen müssen?
Die Realität: Ein steiniger Weg
Das Volontariat ist oft ein hartes Brot. Lange Arbeitszeiten, wenig Geld, viel Stress. Und die Konkurrenz ist riesig. Man muss sich ständig beweisen, immer besser sein als die anderen. Sonst wird man schnell aussortiert.
Und was, wenn man während des Volontariats merkt: "Hoppla, das ist ja gar nicht mein Ding?" Dann hat man zwei Jahre "investiert" (oder verschwendet?), die man vielleicht sinnvoller hätte nutzen können. Zum Beispiel, um sich selbstständig zu machen. Um ein eigenes Projekt zu starten. Um etwas wirklich Eigenes zu erschaffen.
Bevor ihr euch also blindlings in ein Volontariat stürzt, denkt nochmal genau darüber nach. Ist es wirklich der beste Weg für euch? Oder gibt es vielleicht Alternativen, die euch schneller und effizienter ans Ziel bringen?
Ich will das Volontariat nicht komplett verteufeln. Es kann eine tolle Erfahrung sein. Aber es ist eben auch kein Allheilmittel. Und es ist definitiv kein Garant für eine erfolgreiche Karriere.
Meine (unpopuläre) Meinung: Das Volontariat ist oft ein überteuerter und überbewerteter Umweg. Direkt zum Ziel ist manchmal schneller und schmerzloser. Und man spart sich jede Menge Kaffee kochen.
Also, überlegt gut. Wägt ab. Und entscheidet selbst, welcher Weg für euch der richtige ist. Und wenn ihr euch für das Volontariat entscheidet, dann gebt Vollgas. Lernt so viel wie möglich. Knüpft Kontakte. Und lasst euch nicht unterkriegen.
Aber seid auch bereit, nach dem Volontariat neue Wege zu gehen. Denn manchmal führen die besten Wege eben nicht durch die Chefetagen, sondern durch die Hintertüren der eigenen Kreativität.
Und jetzt bin ich mal gespannt, wie viele Hassmails ich dafür bekomme. Aber ich stehe zu meiner Meinung. Das Volontariat ist nicht für jeden. Und das ist auch gut so. Denn die Welt braucht mehr Individualisten, mehr Querdenker, mehr Menschen, die ihren eigenen Weg gehen.
