Was Ist Eine Exkursion
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir reden über Exkursionen. Oder, wie die Deutschen so schön sagen: "Was ist eine Exkursion?".
Offiziell? Irgendwas mit Bildung, raus aus dem Klassenzimmer, die Welt erkunden. In der Realität?
Meistens... Stress. Aber ich schweife ab!
Das Konzept "Exkursion"
Eine Exkursion, das ist doch eigentlich ein Schulausflug im Erwachsenen-Format, oder? Nur mit noch unbequemeren Schuhen und weniger Gummibärchen.
Stellen wir uns vor: Wir sitzen in einem muffigen Bus, der nach alten Turnschuhen und dem unausweichlichen Geruch von Panik riecht.
Das Ziel? Ein Museum, eine Fabrik, vielleicht sogar – Gott bewahre – eine Kläranlage. Die Aufregung ist... überschaubar.
Ich meine, mal ehrlich, wer springt vor Freude in die Luft, wenn er hört: "Wir fahren zur lokalen Käsefabrik!"? Außer vielleicht Mäuse. Und Käseliebhaber.
Die Erwartung vs. Die Realität
In unseren Köpfen malen wir uns ein idyllisches Bild: Strahlender Sonnenschein, lachende Gesichter, ein Picknick im Grünen. Wir lernen auf spielerische Weise etwas Neues.
Die Realität sieht oft anders aus: Gedränge vor dem Eingang, ein gelangweilter Guide, der in ein Mikrofon nuschelt, und der verzweifelte Versuch, einen halbwegs bequemen Platz zum Sitzen zu finden.
Und dann ist da noch das Essen. Das Lunchpaket, liebevoll von Mutti geschmiert, das jetzt matschig und warm in der Tasche vor sich hinvegetiert.
„Aber es ist doch lehrreich!“, höre ich da jemanden rufen. Ja, sicher. Genauso lehrreich wie das Studium der Verhaltensmuster einer Gruppe von Möwen am Strand. Interessant, aber irgendwie... überflüssig.
Oder? (Das ist eine rhetorische Frage, bitte nicht antworten.)
Der soziale Aspekt der Exkursion
Klar, Exkursionen sind auch eine tolle Möglichkeit, mit Kollegen oder Kommilitonen zu interagieren. Besonders schön, wenn man mit den Leuten unterwegs ist, mit denen man sonst eher weniger zu tun hat.
Das kann zu interessanten Gesprächen führen. Oder auch zu unangenehmer Stille im Bus, während jeder krampfhaft versucht, etwas Interessantes auf seinem Handy zu finden.
Und dann ist da noch das Gruppenfoto! Unvermeidlich. Jeder muss lächeln. Auch wenn er innerlich schreit. Man muss ja den Eindruck erwecken, dass man Spaß hat. Für die Nachwelt. Oder für den Instagram-Feed des Unternehmens.
"Ein Foto sagt mehr als tausend Worte. Besonders, wenn diese Worte 'Ich will hier weg!' wären."
Die Rückkehr
Endlich! Der Bus hält wieder vor der Tür. Müde, erschöpft und mit einer latenten Käse-Überdosis steigen wir aus.
Wir haben viel gelernt. Oder auch nicht. Hauptsache, wir haben es überlebt.
Zu Hause angekommen, schmeißen wir uns aufs Sofa und schwören uns, die nächste Exkursion zu schwänzen. (Aber pssst! Nicht weitersagen!)
Vielleicht bin ich ja auch einfach nur ein Grinch, wenn es um Exkursionen geht. Vielleicht bin ich einfach nicht geschaffen für organisierte Ausflüge mit Lernziel.
Vielleicht bevorzuge ich es einfach, die Welt auf meine eigene Weise zu erkunden. Mit weniger Menschen und mehr Gummibärchen.
Oder vielleicht, ganz vielleicht, ist eine Exkursion einfach nur eine Exkursion. Mit all ihren Höhen und Tiefen. Ein Abenteuer. Eine Herausforderung. Eine Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen.
Aber ganz ehrlich? Ich bleibe lieber zu Hause.
Und was ist jetzt eine Exkursion? Ich glaube, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber ich hoffe, diese kleine Betrachtung hat euch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Bis zum nächsten (hoffentlich nicht verpflichtenden) Ausflug!
