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Was Passiert Wenn Man Bei Unterschrift Fälschen Erwischt Wird


Was Passiert Wenn Man Bei Unterschrift Fälschen Erwischt Wird

Die Fälschung einer Unterschrift ist keine harmlose Bagatelle, sondern ein Rechtsbruch mit potenziell weitreichenden Konsequenzen. Wer bei einer solchen Handlung erwischt wird, muss mit einer Vielzahl von rechtlichen und persönlichen Folgen rechnen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte dieses Delikts, von den zugrundeliegenden rechtlichen Definitionen bis hin zu den konkreten Strafen und den langfristigen Auswirkungen auf das Leben des Täters.

Rechtliche Grundlagen der Unterschriftenfälschung

Das deutsche Strafrecht sieht die Fälschung von Unterschriften als Straftatbestand vor, primär im Kontext von Urkundenfälschung gemäß § 267 StGB. Eine Unterschrift dient im Rechtsverkehr als Authentifizierungsmittel. Sie bezeugt, dass der Unterzeichner den Inhalt des Dokuments zur Kenntnis genommen hat und mit ihm einverstanden ist. Die Fälschung einer solchen Unterschrift untergräbt dieses Vertrauen und gefährdet somit die Integrität des Rechtsverkehrs.

Eine Urkunde im Sinne des § 267 StGB ist jede verkörperte Gedankenerklärung, die zum Beweis im Rechtsverkehr geeignet und bestimmt ist. Das kann ein Vertrag sein, ein Testament, eine Quittung oder ein Zeugnis – kurzum, jedes Dokument, dem eine rechtliche Bedeutung zukommt. Die Unterschrift muss dabei echt sein, d.h. sie muss von der Person stammen, die sie angeblich geleistet hat.

Die Fälschung kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Die häufigste Form ist die Nachahmung der Unterschrift einer anderen Person. Aber auch das Verfälschen einer eigenen Unterschrift, beispielsweise durch Hinzufügen oder Weglassen von Elementen, kann als Urkundenfälschung gewertet werden, wenn dadurch ein anderer Rechtsträger getäuscht werden soll. Ebenso ist es strafbar, ein Dokument so zu manipulieren, dass es den Anschein erweckt, von einer bestimmten Person unterschrieben worden zu sein, obwohl dies nicht der Fall ist (Blankettfälschung).

Die Rolle der Täuschungsabsicht

Ein wesentliches Element der Urkundenfälschung ist die Täuschungsabsicht. Der Täter muss also mit dem Ziel handeln, durch die gefälschte Unterschrift im Rechtsverkehr zu täuschen und sich oder einem Dritten einen Vorteil zu verschaffen oder einem anderen einen Nachteil zuzufügen. Handelt er ohne diese Absicht, beispielsweise aus Unwissenheit oder im Scherz, liegt keine strafbare Urkundenfälschung vor. Allerdings kann auch in solchen Fällen eine zivilrechtliche Haftung in Betracht kommen, wenn durch die gefälschte Unterschrift ein Schaden entstanden ist.

Mögliche Strafen bei Unterschriftenfälschung

Die Strafandrohung für Urkundenfälschung ist in § 267 StGB festgelegt. Demnach droht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Die konkrete Höhe der Strafe hängt von den Umständen des Einzelfalls ab, insbesondere von der Schwere der Tat, dem entstandenen Schaden und den persönlichen Verhältnissen des Täters. Bei besonders schweren Fällen der Urkundenfälschung, beispielsweise wenn die Tat gewerbsmäßig oder bandenmäßig begangen wird, droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Neben der strafrechtlichen Verfolgung drohen dem Täter auch zivilrechtliche Konsequenzen. Er kann beispielsweise zum Schadensersatz verpflichtet werden, wenn durch die gefälschte Unterschrift ein Schaden entstanden ist. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn aufgrund eines gefälschten Testaments ein Erbe benachteiligt wurde oder wenn durch einen gefälschten Vertrag ein finanzieller Schaden entstanden ist.

Die Bedeutung von Milderungs- und Erschwerungsgründen

Bei der Strafzumessung berücksichtigt das Gericht eine Vielzahl von Faktoren, die sich strafmildernd oder strafverschärfend auswirken können. Zu den mildernden Umständen gehören beispielsweise ein Geständnis, Reue, die Wiedergutmachung des Schadens oder eine erhebliche Verminderung der Zurechnungsfähigkeit des Täters. Erschwerend wirken sich beispielsweise Vorstrafen, die planmäßige Vorgehensweise, die Ausnutzung einer Vertrauensstellung oder eine besonders hohe Schadenssumme aus.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Verjährung der Strafverfolgung für Urkundenfälschung in der Regel fünf Jahre beträgt (§ 78 StGB). Dies bedeutet, dass die Tat nicht mehr verfolgt werden kann, wenn seit ihrer Begehung fünf Jahre vergangen sind. Die Verjährungsfrist beginnt mit Beendigung der Tat, also in dem Moment, in dem die gefälschte Urkunde im Rechtsverkehr verwendet wurde.

Langfristige Konsequenzen für den Täter

Die Folgen einer Verurteilung wegen Urkundenfälschung reichen oft über die unmittelbaren strafrechtlichen und zivilrechtlichen Konsequenzen hinaus. Eine solche Verurteilung kann erhebliche Auswirkungen auf das berufliche Leben haben. In bestimmten Berufen, beispielsweise im Finanzwesen oder im öffentlichen Dienst, kann eine Verurteilung wegen Urkundenfälschung zum Verlust des Arbeitsplatzes führen oder die Einstellungschancen erheblich beeinträchtigen. Auch in anderen Branchen kann eine solche Verurteilung das Ansehen des Täters schädigen und seine Karrierechancen schmälern.

Darüber hinaus kann eine Verurteilung wegen Urkundenfälschung das Vertrauen in den Täter nachhaltig beschädigen. Freunde, Familie und Geschäftspartner könnten sich von ihm abwenden, und es kann schwierig werden, neue Beziehungen aufzubauen oder bestehende aufrechtzuerhalten. Die Stigmatisierung durch die Verurteilung kann zu sozialer Isolation und psychischen Problemen führen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Eintrag der Verurteilung im Führungszeugnis. Je nach Höhe der Strafe wird die Verurteilung im Führungszeugnis eingetragen und ist somit für Dritte sichtbar. Dies kann sich beispielsweise negativ auf die Wohnungssuche, die Beantragung eines Gewerbescheins oder die Ausübung bestimmter ehrenamtlicher Tätigkeiten auswirken.

Fallbeispiele können verdeutlichen, wie unterschiedlich die Folgen einer Unterschriftenfälschung ausfallen können. Beispielsweise der Fall eines Mitarbeiters, der Gehaltsabrechnungen fälschte, um einen höheren Kredit zu erhalten. Oder ein Erbe, der ein Testament veränderte, um seinen Anteil zu erhöhen. Solche Fälle zeigen, dass die Motive vielfältig sein können, die Konsequenzen jedoch oft verheerend sind.

Prävention und Aufklärung

Um Unterschriftenfälschung zu verhindern, ist es wichtig, über die rechtlichen Konsequenzen und die potenziellen Risiken aufzuklären. Präventive Maßnahmen können dazu beitragen, das Risiko zu minimieren. Dazu gehören beispielsweise die sorgfältige Aufbewahrung wichtiger Dokumente, die Verwendung sicherer Passwörter für Online-Konten und die Sensibilisierung für die Gefahren von Phishing-E-Mails und anderen Betrugsversuchen.

Wer den Verdacht hat, dass eine Unterschrift gefälscht wurde, sollte sich umgehend an die Polizei oder einen Rechtsanwalt wenden. Es ist wichtig, Beweise zu sichern und den Sachverhalt umfassend aufzuklären. Ein Rechtsanwalt kann die rechtliche Situation beurteilen und die notwendigen Schritte einleiten, um die eigenen Interessen zu schützen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Unterschriftenfälschung ein ernstes Delikt ist, das mit erheblichen Konsequenzen verbunden sein kann. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, sich der Risiken bewusst zu sein und präventive Maßnahmen zu ergreifen, um sich vor diesem Verbrechen zu schützen.

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