Was Passiert Wenn Man Länger Als 18 Monate Krank Ist
Willkommen in Deutschland! Deutschland ist bekannt für seine exzellente Gesundheitsversorgung, aber was passiert, wenn du dich während deines Aufenthalts hier länger als 18 Monate krank fühlst? Keine Sorge, wir erklären dir die wichtigen Punkte und was du erwarten kannst. Egal, ob du Tourist, Expat oder jemand bist, der einen längeren Aufenthalt plant, dieses Wissen ist Gold wert!
Krankenkasse und Arbeitsunfähigkeit in Deutschland
Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, wie die Krankenversicherung und die Arbeitsunfähigkeit (Arbeitsunfähigkeit) in Deutschland funktionieren. In Deutschland ist eine Krankenversicherung Pflicht. Das bedeutet, dass jeder, der hier lebt oder arbeitet, eine Krankenversicherung haben muss. Es gibt zwei Haupttypen: die gesetzliche Krankenversicherung (Gesetzliche Krankenversicherung - GKV) und die private Krankenversicherung (Private Krankenversicherung - PKV).
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV): Diese ist für die meisten Arbeitnehmer obligatorisch. Dein Arbeitgeber zahlt einen Teil deiner Beiträge und du den Rest. Die GKV deckt die grundlegenden Gesundheitsbedürfnisse ab, einschließlich Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und Medikamente.
Private Krankenversicherung (PKV): Diese steht Selbstständigen, Freiberuflern und Arbeitnehmern mit einem höheren Einkommen offen. Die PKV bietet oft umfangreichere Leistungen, ist aber in der Regel teurer.
Wenn du krank bist und nicht arbeiten kannst, musst du dich von einem Arzt krankschreiben lassen. Diese Krankschreibung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder Krankenschein) musst du sowohl deinem Arbeitgeber als auch deiner Krankenkasse vorlegen. Dein Arbeitgeber zahlt dir im Krankheitsfall in der Regel für die ersten sechs Wochen dein Gehalt weiter. Danach springt die Krankenkasse ein und zahlt dir Krankengeld.
Krankengeld: Deine finanzielle Unterstützung
Das Krankengeld beträgt in der Regel 70% deines Bruttogehalts, aber nicht mehr als 90% deines Nettogehalts. Es wird maximal für 78 Wochen innerhalb von drei Jahren für dieselbe Krankheit gezahlt. Das bedeutet, dass du nach 18 Monaten (78 Wochen) Krankengeldbezug vor einer wichtigen Weggabelung stehst.
Was passiert nach 18 Monaten Krankheit?
Nach 18 Monaten (78 Wochen) Krankengeldbezug für dieselbe Krankheit greifen verschiedene Szenarien, die von deiner individuellen Situation abhängen.
1. Auslaufen des Krankengeldes
Der offensichtlichste Punkt ist, dass dein Krankengeldanspruch endet. Das bedeutet, dass du keine weiteren Zahlungen von deiner Krankenkasse erhältst. Dies kann natürlich eine finanzielle Belastung darstellen.
2. Prüfung der Erwerbsfähigkeit (Erwerbsfähigkeit)
Spätestens jetzt wird deine Krankenkasse und/oder die Rentenversicherung (Deutsche Rentenversicherung) deine Erwerbsfähigkeit prüfen. Das bedeutet, dass untersucht wird, ob du überhaupt noch in der Lage bist, zu arbeiten – und wenn ja, in welchem Umfang. Diese Prüfung kann in Form von medizinischen Gutachten und Untersuchungen erfolgen.
Wichtig: Sei bei dieser Prüfung kooperativ und arbeite mit den Ärzten und Gutachtern zusammen. Verweigere keine Untersuchungen, da dies negative Auswirkungen auf deine Ansprüche haben kann.
3. Mögliche Optionen nach dem Auslaufen des Krankengeldes
Nachdem das Krankengeld ausgelaufen ist, gibt es verschiedene Optionen, die du in Betracht ziehen kannst:
a) Arbeitslosengeld I (Arbeitslosengeld I)
Wenn du zuvor gearbeitet hast und Anspruch auf Arbeitslosengeld I hast, kannst du dieses beantragen. Das Arbeitslosengeld I wird auf Basis deiner vorherigen Einkünfte berechnet und beträgt in der Regel 60% deines vorherigen Nettogehalts (67% mit Kind). Wichtig ist, dass du dich rechtzeitig, am besten drei Monate vor Auslaufen des Krankengeldes, bei der Agentur für Arbeit (Agentur für Arbeit) arbeitssuchend meldest. Du musst dich auch aktiv um Arbeit bemühen, um den Anspruch auf Arbeitslosengeld I aufrechtzuerhalten.
b) Erwerbsminderungsrente (Erwerbsminderungsrente)
Wenn deine Erwerbsfähigkeit dauerhaft eingeschränkt ist, kannst du eine Erwerbsminderungsrente beantragen. Es gibt zwei Arten von Erwerbsminderungsrente:
- Volle Erwerbsminderungsrente: Wenn du weniger als drei Stunden pro Tag arbeiten kannst.
- Teilweise Erwerbsminderungsrente: Wenn du zwischen drei und sechs Stunden pro Tag arbeiten kannst.
Die Höhe der Erwerbsminderungsrente hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. deinen bisherigen Beitragsjahren und deinem Einkommen. Der Antrag auf Erwerbsminderungsrente ist komplex und es empfiehlt sich, sich dabei von einem Experten (z.B. einem Rentenberater oder einem Anwalt) beraten zu lassen. Es ist auch wichtig, zu wissen, dass die Erwerbsminderungsrente oft befristet gewährt wird und regelmäßig überprüft wird.
c) Bürgergeld (Bürgergeld)
Wenn du keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I hast und auch keine Erwerbsminderungsrente erhältst, kannst du Bürgergeld beantragen. Das Bürgergeld ist eine staatliche Leistung, die dir ein Existenzminimum sichern soll. Es deckt die Kosten für Unterkunft, Heizung und deinen Lebensunterhalt ab. Die Voraussetzungen für den Bezug von Bürgergeld sind streng und du musst dein gesamtes Vermögen offenlegen. Auch hier ist es ratsam, sich bei der Beantragung Hilfe zu suchen.
d) Rehabilitation (Rehabilitation)
Unter Umständen kann eine medizinische oder berufliche Rehabilitation sinnvoll sein, um deine Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen oder zu verbessern. Die Rehabilitation kann verschiedene Formen annehmen, wie z.B. Physiotherapie, Ergotherapie, psychologische Betreuung oder Umschulungen. Die Rehabilitation wird in der Regel von der Rentenversicherung oder der Krankenkasse finanziert. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Krankenkasse, um zu prüfen, ob eine Rehabilitation für dich in Frage kommt.
4. Was passiert, wenn ich meinen Job verliere?
Wenn du aufgrund deiner Krankheit deinen Job verlierst, hat das natürlich weitere Konsequenzen. Dein Arbeitgeber kann dich nicht einfach so kündigen, während du krankgeschrieben bist. Er muss bestimmte Kündigungsfristen einhalten und unter Umständen eine Sozialauswahl treffen. Eine Kündigung aufgrund von Krankheit ist jedoch unter bestimmten Voraussetzungen möglich, z.B. wenn du langfristig nicht in der Lage bist, deine Arbeit auszuüben. In diesem Fall solltest du dich unbedingt von einem Anwalt für Arbeitsrecht beraten lassen.
5. Ausländerrechtliche Aspekte
Für Ausländer, die sich in Deutschland aufhalten, können längere Krankheitszeiten auch ausländerrechtliche Konsequenzen haben. Dein Aufenthaltsrecht kann gefährdet sein, wenn du nicht in der Lage bist, deinen Lebensunterhalt selbst zu sichern. Es ist daher wichtig, sich frühzeitig über die ausländerrechtlichen Bestimmungen zu informieren und ggf. rechtlichen Rat einzuholen. Sprich mit der Ausländerbehörde (Ausländerbehörde), um deine Situation zu besprechen und sicherzustellen, dass dein Aufenthaltsrecht nicht gefährdet ist.
Zusammenfassend: Was du tun solltest
- Krankmeldung: Gehe sofort zum Arzt und lasse dich krankschreiben.
- Information: Informiere deinen Arbeitgeber und deine Krankenkasse über deine Arbeitsunfähigkeit.
- Krankengeld: Stelle sicher, dass du dein Krankengeld rechtzeitig beantragst.
- Erwerbsfähigkeit: Kooperiere bei der Prüfung deiner Erwerbsfähigkeit.
- Beratung: Lasse dich von Experten (z.B. Rentenberater, Anwalt) beraten.
- Alternative: Erkunde deine Optionen nach dem Auslaufen des Krankengeldes (Arbeitslosengeld I, Erwerbsminderungsrente, Bürgergeld, Rehabilitation).
- Aufenthaltsrecht: Kläre deine ausländerrechtliche Situation, falls relevant.
Wichtig: Die Situation kann sehr komplex sein. Es ist immer ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um sicherzustellen, dass du deine Rechte wahrnimmst und die bestmögliche Unterstützung erhältst.
Wir hoffen, dieser Leitfaden hat dir geholfen, die Situation besser zu verstehen. Bleib gesund und alles Gute für deinen Aufenthalt in Deutschland!
