Was Schreibe Ich Meinem Patenkind Zur Taufe
Okay, liebe Leute, mal ehrlich: Was schenkt man seinem Patenkind zur Taufe? Eine Frage, die mir jedes Mal Schweißperlen auf die Stirn treibt. Und ja, ich weiß, ich bin nicht die Einzige. Es ist eine Taufpanik, die sich langsam, aber sicher in der Verwandtschaft ausbreitet.
Klar, die Klassiker kennen wir alle: Eine gravierte Spardose. Ein silbernes Löffelchen. Eine Bibel. Gähn. Nichts gegen Traditionen, wirklich nicht. Aber mal Hand aufs Herz: Braucht ein Baby wirklich einen Silberlöffel? Wahrscheinlich eher nicht. Wird es die Bibel gleich lesen? Eher unwahrscheinlich. Wird es die Spardose gleich füllen? Auch eher fraglich. Und sind wir mal ehrlich, das meiste davon landet im Schrank und verstaubt.
Die große Frage: Was *wirklich* schenken?
Hier kommt meine – Achtung, jetzt wird’s heikel – meine eher unpopuläre Meinung: Schenkt was, womit das Kind später was anfangen kann! Was Praktisches! Oder noch besser: Was Lustiges!
Option 1: Der Spaßfaktor
Denkt mal an eure eigene Kindheit. Was waren eure Lieblingsgeschenke? Waren es die Dinge, die eure Eltern für “nützlich” hielten? Oder waren es die quietschbunten Spielsachen, die abenteuerlichen Bücher und die Sachen, mit denen man einfach Blödsinn machen konnte? Ich tippe mal auf Letzteres. Also: Schenkt eine bunte Rassel. Ein Stofftier in Elefantengröße. Ein Buch mit lustigen Bildern. Etwas, das die Fantasie anregt! Oder wie wär’s mit einem Gutschein für einen Zoo-Besuch, wenn das Kind alt genug ist?
Und, ganz wichtig: Eine Karte, auf der steht, dass der Pate/die Patin höchstpersönlich beim Zoo-Besuch mit von der Partie ist! Denn mal ehrlich, das Kind merkt sich vielleicht nicht den Teddy, aber es wird sich garantiert an den Tag erinnern, an dem Onkel Herbert mit ihm die Giraffe gefüttert hat.
Option 2: Das Praktische
Okay, okay, ich weiß, Praktisches ist nicht jedermanns Sache. Aber wenn man es richtig anstellt, kann auch das Praktische Spaß machen. Denk mal an einen coolen Rucksack für den Kindergarten. Oder an einen Gutschein für einen Sportkurs, wenn das Kind älter ist. Oder – und das ist mein persönlicher Favorit – an eine Monatsration Windeln. Ja, ihr habt richtig gelesen: Windeln! Denn mal ehrlich, liebe Eltern: Was braucht man dringender als Windeln? Und der Pate/die Patin, die mit Windeln ankommt, ist der Held des Tages!
Und mal unter uns: Wenn Tante Erna, die ansonsten immer nur Silberlöffel schenkt, plötzlich mit einem Windelabo ankommt, sorgt das für Gesprächsstoff am Kaffeetisch. Win-win, würde ich sagen!
Das Allerwichtigste
Egal, was ihr am Ende schenkt, vergesst nicht, dass es nicht ums Materielle geht. Es geht darum, dem Kind zu zeigen, dass ihr für es da seid. Dass ihr euch freut, ein Teil seines Lebens zu sein. Dass ihr bereit seid, mit ihm zu lachen, zu spielen und ihm die Welt zu zeigen.
Und, ganz wichtig: Vergesst nicht, euch regelmäßig zu melden! Besucht das Kind, ruft an, schickt eine Karte. Seid ein Teil seines Lebens! Denn am Ende des Tages ist das das wertvollste Geschenk, das ihr eurem Patenkind machen könnt.
Also, liebe Tauf-Gestressten: Atmet tief durch! Lasst euch nicht von den Traditionen erdrücken! Seid kreativ! Seid mutig! Und schenkt etwas, das von Herzen kommt. Denn das ist es, was wirklich zählt. Und vielleicht, nur vielleicht, werdet ihr ja zum coolsten Paten/zur coolsten Patin von allen. Wer weiß?
Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss noch eine Monatsration Windeln bestellen. Für klein Fritz natürlich. Der hat nämlich bald Taufe. Und ich will ja nicht, dass Onkel Günther mir die Show stiehlt. 😉
P.S.: Falls jemand Ideen für ein Taufgeschenk für einen Teenager hat... Immer her damit! Ich bin für alles offen. Hauptsache, es ist nicht wieder ein Silberlöffel.
